Stephans Blog
Privates Blog

Das hier ist das private Blog von Stephan Bösebeck.

Hier werden die Themen Multikopter / Drohnen, Computer Games, Nerdiges und Funstuff besprochen - Freizeit eben


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Kategorie: Allgemeines

Datenschutz oder bin ich einfach paranoid?

Mo, 15. 07. 2013 - Tags:

Bin ich eigentlich der einzige, der sich über Prism, Tempora und Co so seine Gedanken macht? Manchmal habe ich schon das Gefühl, denn egal wen ich Frage, meist bekomme ich eine Antwort wie "ist mir doch egal" oder "Ich habe nichts zu verbergen", wenn die Diskussion weiter geht werden meine Argumente mit starken Übertreibungen als "paranoid" und "du spinnst" abgetan. Spinne ich wirklich? bin ich zu blöde, das zu verstehen? Klar, von uns weiß keiner wirklich, ob Snowden mit seinen Aussagen recht hat, ob es wirklich so "schlimm" ist. Aber wenn wir ihm mal Glauben schenken (immerhin hat er sein Leben damit ruiniert) dann ist das schon beängstigend. Ich werde hier mal meine Meinung kundtun und ihr dürft dann selbst entscheiden, ob und wie ich spinne...

Informationelle Selbstbestimmung und Datenschutz

Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist eines der Rechte des Einzelnen, welches im Deutschen Bundesgesetz verankert wurde und ist Teil des Datenschutz. D.h. ich darf bestimmen, wer wann welche Daten von mir bekommt und ob und wie er sie nutzen / weitergeben darf.  Natürlich dürfen Behörden evtl. ohne Zustimmung diese Daten einsehen, z.B. bei Strafverfolgung - das allerdings nur, wenn es einen Gerichtsbeschluss gibt. Man könnte die Diskussion also ganz einfach so beenden, indem man dieses Gesetz zitiert. Damit ist z.B. Prism einfach illegal - auch in USA oder dem Rest der EU übrigens. Aber das ist ja zu einfach, das Argument zählt komischerweise nicht. Es ist zwar verboten, aber der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel. Und "Ich hab ja nix zu verbergen"... Ich bestelle auch bei Amazon, mein Name ist im Internet leicht zu finden, meine Adresse auch. Dennoch bin ich nicht "gläsern" - und das soll auch so bleiben. Ich habe auch ein Facebookaccount, und auf auf Google+ bin ich zu finden, auf Twitter sowieso. Aber bei all diesen Medien bestimme ich, welche Information wann und wie veröffentlicht wird. Zumindest weitgehend (google bekommt auch mit, was ich so suche). Ich habe mich auch erst in den letzten 2 Jahren mit dem Thema beschäftigt. Vorher war ich auch der Meinung "hey, ich hab nix zu verbergen. Ihr dürft mich gerne überwachen". Bis ich diesen Gedanken mal weiter gesponnen habe. Meine Frau hat mir den Anstoß zum Nachdenken gegeben. Ich bin ein Verfechter der Freiheit in diesem Bereich: und es gibt keinen Grund die Bundesgesetze mit Füßen zu treten (wenn es denn so ist, wie Snowden behauptet).

Was stört mich das, ich hab nix zu verbergen?

Das ist ein ziemlich kurzsichtiges Argument. Privat ist privat und geht niemanden etwas an - völlig egal, ob und wie er was damit anstellt oder nicht. Es hat einfach niemanden zu interessieren, was ich privat mache. Wenn er etwas wissen will, kann er fragen und ich teile ihm dann das nötige mit oder ein Richter entscheidet, dass ich überwacht werden soll, weil es einen Verdacht gibt. Aber einfach so grundsätzlich überwachen... das geht nicht. Mit dem gleichen Argument darf dann auch der Chinesische Staat (oder irgendein totalitäres Regime) alle seine Bürger überwachen und kontrollieren? Das gleiche hat der Stasi gemacht, die meisten hatten ja wirklich nix zu verbergen - aber diejenigen, die politisch was verändern wollten? Und ab wann ist es denn eine politische / strafbare Handlung / Aussage? Stasi ist schlecht, aber das Ausspähen der ganzen weil mit Prism und Tempora ist gut? Hä? Lebe ich in einer verkehrten Welt? Ja, es werden ja vordergründlich Verbrechen verhindert... streng genommen hat das die Stasi auch getan... (Staatsflucht war damals auch ein Verbrechen) Ja ja, jetzt kommt wieder das Argument mit der "Verschwörungsparanoia". Es geht hier nicht darum, Verschwörungstheorien zu erfinden. Es geht darum, die Privatsphäre zu wahren und die Argumente mit solchen, zugegeben krassen und evtl. übertriebenen Beispielen, zu untermauern. Dass sich aus der systematischen Verletzung der Privatsphäre auch schlimme Dinge ergeben können, sollte eigentlich jedem klar sein, auch wenn er noch so unbescholten ist (siehe Stasi, China, etc). Man stelle sich nur ein Gesetz vor, wie es jetzt in Russland beschlossen wurde, das "positive Äußerungen" über Homosexualität unter Strafe gestellt werden. Aha... und ab wann wird das strafbar? Wenn ich eine Mail an meinen Kumpel in Kasachstan schicke und darüber rede? Ist das schon strafbar? Geht er dann in den Knast, oder ich, obwohl ich ja in Deutschland bin? Wie ist dass, wenn er auf meine Mail antwortet, und unten in der Mail meine evtl. positive Äuserung drin steht? Wie ist es dann noch mit der Freien Meinungsäußerung und Redefreiheit - der Grundlage einer jeden Demokratie? Was die meisten derer mit der "ist mir egal / nix zu verbergen"-Haltung leider verkennen ist, dass es nicht nur um sie geht. Es ist ja ihr gutes Recht, ihre Daten in die Welt zu schleudern und damit zu machen, was sie wollen. Es gibt aber auch Leute, die das nicht möchten - es ist ein Recht dieser Personen, dass ihre Daten nicht ohne ihr wissen verbreitet werden - und ist das nun weniger wert weil die anderen zu faul sind sich darüber mal Gedanken zu machen? Sich zu informieren? Was ist mit denen, die schon mal einen Schaden durch Datenmissbrauch hatten? Ich kann nur zu gut von Terroranrufen von so einigen, ziemlich penetranten Callcentern berichten, die mir unbedingt irgend ein dämliches Gewinnspiel aufschwatzen wollen oder dringen an meine Kontodaten müssen, weil ich ja was gewonnen hab. Und das nur weil ich meine Addressdaten mal "versehentlich" rausgegeben habe - gerade gestern hatte ich wieder 35(!) Anrufe von einer dieser Nummern in meiner Fritzbox. Die rufen bestimmt ca. 100 Mal im Monat an - zum Glück kann ich die Nummern sperren. Nervig ist es doch, denn diese Callcenter benutzen immer wieder neue Telefonnummern und immer wieder neue Maschen. Dazu muss ich auch noch mal einen Blog Eintrag schreiben... Was wirklich nervig ist bei dieser ganzen Diskussion ist, dass die meisten "ist mir egal"-Menschen, sich überhaupt nicht mit dem Thema beschäftigt haben. Sie haben gar keine Ahnung, was genau man mit solchen Daten tun kann oder wie schlimm dieser Eingriff in die Privatsphäre sein kann. (Ignorance is bliss) Und es ist ihnen auch egal, wenn das andere stört, ja reagieren sogar häufig aggressiv wenn man versucht die Gefahren aufzuzeigen. (was wieder mal zeigt, wie gleichgültig und rücksichtslos unsere Gesellschaft geworden ist - aber das ist ein anderes Thema)

Was kann denn schon passieren? Ich find zielgerichtete Werbung toll...

Stimmt, wenn es nur um Werbung ginge ist alles super. Man wird nicht mit Werbung für Autozubehör belästigt, wenn man gar kein Auto hat... Stimmt schon, das wäre alles so schön. Das ist es ja, was Google, Amazon, Ebay und Co machen. Und das ist per se ja auch nicht schlimm... ABER: diese Daten liegen irgendwo gesammelt zentral auf irgendeinem Server. Und diese Daten sind interessant. Adresshändler bezahlen bis zu 5€ pro Adresse, wenn man diese mit Daten wie Geburtsdatum, Familienstand, Kreditwürdigkeit und Interessen anreichern kann. Das bedeutet, da liegt eine Menge Geld rum (man denke nur an die mehreren 100 Millionen Nutzer von Facebook, die alle diese Daten freiwillig preis geben)... und Geld lockt auch immer zwielichtige Gestalten (wie z.B. diese Gewinnspielfuzzies die einen dann mit 35 Terroranrufen am Tag nerven). Schlimmer wird es, wenn Daten gesammelt werden und mit anderen Daten verknüpft. GPS-Daten mit dem Einkaufsverhalten, Einkaufsverhalten mit den Emails, Emails mit dem Surfverhalten, Verwandtschaftsverhältnisse mit allem. Dann bekommt man binnen kürzester Zeit einen "gläsernen" Bürger, denn bei diesen Informationen ist immer auch was dabei, was derjenige gerne für sich behalten würde. Was er vielleicht sogar geheim halten möchte.

Wissen ist MACHT!

Und schon sind wir bei dem beliebten Ausspruch, den keiner mehr so wirklich versteht. "Wissen ist Macht" und die "Feder ist mächtiger als das Schwert" (und wer jetzt an einen Vogel denkt, hätte gar nicht so weit lesen sollen!). Gerade in unserer jetzigen Informationsgesellschaft ist Wissen eines der wichtigsten Güter. Informationen werden gehandelt, verkauft, verschachert und verschleiert. Informationen = Wissen = Macht... Da gibt es zwei Fälle: zum einen, man hat etwas, das man gerne für sich behalten möchte (sexuelle Ausrichtung, private Fotos, "kranke" Hobbys, oder auch eine Krankheit), aber jemand weiß davon und setzt einen unter Druck. Damit wird man erpressbar... und ich höre die IsMirEgals schon wieder sagen "aber ich bin nicht erpressbar". Erstens wage ich das zu bezweifeln, sonst bräuchte man keine Privatsphäre, könnte weiter unbekümmert auf Bäumen leben und das weithin für alle sichtbar. Zweitens, mal wieder, es geht nicht um euch oder mich - es soll nur zeigen, was mit solchen Daten passieren könnte. Seltsamerweise ist jeder damit einverstanden, dass alle Autos eine Bremse eingebaut haben, die der TÜV regelmäßig prüft, weil man evtl. andere damit gefährden würde. Aber beim Datenschutz geht’s plötzlich immer nur um "mich" und die anderen sind mir egal. Und selbst wenn es einem nur peinlich ist, dass jemand diese Dinge weiß. Hinter jeder Behörde stecken auch Menschen. Was ist denn mit den Menschen, die sich wegen irgendwas schämen? Da kann man schnell in die Blicke der Mitmenschen was reininterpretieren, was nicht da ist... Zum Anderen können all diese Informationen fehlinterpretiert werden. Niemand ist unfehlbar. Auch Computer können nur das machen, was Menschen ihnen eingegeben haben. Und die sind nicht unfehlbar. Das kann ganz seltsame Effekte haben, die teilweise dazu führen, dass Leben zerstört werden. Beispielsweise wenn in den USA jemand zu unrecht an den Pranger der Sexualstraftäter kommt - das Dementi ist nur sehr klein und führt wirklich selten dazu, dass sich die Meinung all der Leute ändert, die die erste Meldung gelesen haben. Und jetzt muss man nur noch die Statistik bemühen und schon ist man "verdächtig". Alle Amokläufer haben Killer-Spiele gespielt? Du hast welche gekauft und sogar illegal runtergeladen - oh oh - das ist doch ein Indiz... 83,7% aller Drogendealer hören gerne Grunch - oh, du auch... und du hast schon mal nach Marihuana im Internet gesucht - du bist bestimmt ein Kiffer und handelst mit Drogen! Klar, das ist jetzt übertrieben, aber genau so was spuckt leider eine Statistik aus. Und klar, wären vermutlich auch einige Drogendealer oder angehende Amokläufer in der Ergebnisliste. Aber das sind Probleme, die man erstens auch anders in den Griff kriegen muss (Warum läuft jemand amok? Warum kauft jemand Drogen?) und zweitens auch anders rausfindet (zum Amoklaufen braucht man ne Waffe - die Drogen müssen ja auch irgendwie weitergegeben und bezahlt werden).

Sollte man den Regierungen nicht vertrauen?

Ja, klar - gute Idee... das klappt ja so gut in Russland und China. Hier ist es anders? Klar ist es das, weil ich so einen Post schreiben darf, weil ich meine Meinung äußern darf. Wer weiß, ob das so bleibt. Und wenn uns Edward Snowden eines gezeigt hat, dann dass hinter jedem Regierungsapparat immer auch Menschen stecken. Mit all ihren Bedürfnissen, Meinungen und evtl. auch mit genug krimineller Energie um den Datenschatz der vor Ihnen liegt gewinnbringend zu nutzen. Und niemand kann sagen, das wird mit Einstellungstests verhindert: Snowden wurde auch nicht verhindert!

Die werden sich doch was dabei gedacht haben...

Klar haben sie das. nur was genau? Prism und Tempora sind  Multi Millionen Dollar Projekte. Und ich unterstelle der NSA und dem Britischen Geheimdienst mal, dass sie wirklich nur gutes im Sinn hat mit diesem Projekt. Aber: "Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen". So ein Rundumschlag, egal wie gut gemeint, kann leicht nach hinten losgehen. Bei so einer Menge an Daten und Personen, die darauf zugriff haben und die niemand kontrolliert KANN es einfach keine Sicherheit vor Missbrauch dieser Daten geben. Wenn diese Daten wirklich nur für den Zweck genutzt würden, für den sie gesammelt wurden, dann wäre doch alles Super. Dann könnte man aber den Menschen bedingungslos vertrauen und man bräuchte gar keine solche Datensammlung.

 Aber es werden doch Verbrechen verhindert...

Auch ne nette Theorie. Aber offensichtlich funktioniert das eben nicht: In München und Stuttgart wurden mehrere Möchtegern-Terroristen festgenommen, weil sie dubiose Geldtransaktionen getätigt haben (Anfangsverdacht) und es dann einen Gerichtsbeschluss gab, die weiter zu untersuchen und dann sind sie aufgeflogen. Ging ganz ohne die Privasphäre aller Bürger in München oder sonst wo zu verletzen! Nein, einfach nur sinnvoll recherchieren. Wenn wirklich so viele Verbrechen und Terroranschläge nur mit Prism oder Tempora vereitelt worden sind, warum weiß man dann nix davon? Warum wird das jetzt nicht, wo alles raus gekommen ist, an die große Glocke gehängt? Auch hat die ganze Überwachnung mit Prism (wenn Snowden die Wahrheit sagt) nicht den Anschlag in Boston verhindert - oder den in Schweden. Warum nicht? Jeder der ein wenig Grips im Kopf hat, weiß, das Email und Internet überwacht werden kann, wenn man sich verdächtig verhält (zumindest nahm man das an, dass es einen Anfangsverdacht benötigen würde). Da gab es z.B. Mitte der 90er Jahre schon eine Liste von Schlüsselwörtern, auf die die Geheimdienste angeblich reagieren. Diese sollte man an seine Emails anhängen , um die Server der Geheimdienste zum Platzen zu bringen. Auswirkungen hatte das vermutlich keine, zeigt aber, dass man schon damals davon wusste, dass es Überwachung im Internet gibt. Aber somit würde jeder, der irgendwas illegales plant sicher nicht einfach "so" eine Email schicken oder bei Google nach "wie kann ich einen Anschlag auf möglichst viele Ungläubige verüben" suchen... jeder von denen verschlüsselt seine Kommunikation mehr oder minder gekonnt, damit man eben nicht drauf kommt. Oder man benutzt Codes, oder ne gute alte Schreibmaschine, oder ne Brieftaube oder oder oder.

Aber Amazon weiß auch, was ich kaufe. Meine Bank auch, ebenso die Kreditkartenfirma...

Wieder richtig. Aber diese Daten sind isoliert. Amazon weiß z.B. nix von deinem Kontostand oder deiner Krankengeschichte, die Bank nix davon, wie viel Punkte du in Flensburg hast und was deine Lieblingsstellung beim Sex ist. Das geht die auch nix an. Außerdem habe ich wissentlich meine Daten weiter gebebn, ich habe die Entscheidung getroffen, mit Karte zu zahlen (hätte ja auch erst Bargeld beim EC-Automaten holen können), ich habe (mehr oder minder) bewusst diese Daten weiter gegeben. Wenn ich diese Entscheidung nicht mehr treffen kann, dann haben wir ein Problem - und genau das haben wir anscheindend mit Prism und Tempora. Gefährlich ist es, dass die Daten erstens verknüpft sind, und zweitens dass sie sich über mehrere Jahre ansammeln (zumindest bei der NSA). Wenn Snowden recht hat, dann werden all diese Daten, unter Anderem auch die Skype-Gespräche, seit 2007 aufgezeichnet. Und ich weiß sicher von einigen Personen, die in ihrer Fernbeziehung so was wie Cyber-Sex über Skype gemacht haben. Ich weiß ja nicht, ob euch der Gedanke gefällt, dass ihr gerade als irgendeine W...-Vorlage herhalten müsst.

Und was ist mit dem vereitelten Bombenanschlag  am Bahnsteig? Ich hätte gerne mehr Kameras!

Stimmt, hätte ich auch. Ich bin auch für mehr Überwachung, insbesondere auf öffentlichen Plätzen. So dass man Straftaten besser verfolgen kann, dass man sich sicherer fühlt. Das bedeutet auch, dass diese Videodaten erst mal gespeichert werden müssen. Verbrechen, die in der Öffentlichkeit begangen werden, werden meist sofort angezeigt oder man hat sofort oder ziemlich zeitnah ein Opfer zu beklagen. Da macht es auch keinen Sinn, diese Videodaten jahrelang aufzuheben. Ein paar Tage oder Wochen sollte reichen, aber auf gar keinen Fall unbefristet. Selbst bei Tempora werden die Daten angeblich nach 30 Tagen gelöscht! ABER: nach einer gewissen Zeit müssen diese Daten eben wieder gelöscht werden. Es geht niemanden was an, ob ich da einkaufen war und ob Herr Müller im SexShop war oder Frau Müller sich dort mit ihrem Lover verabredet hat (fremdgehen ist noch nicht strafbar). Alles in Allem werden mit dieser Überwachungsaktion ala Prism keine Schwerverbrecher gefasst. Ich kann mir nicht wirklich erklären, was das soll. Denn all das, was ich oben geschrieben habe ist hinlänglich bekannt und jeder, der sich mit der Materie auseinandersetzt, weiß das. Eigentlich kann es nur darum gehen, entweder kleinkriminelle wie Downloader oder so zu erwischen... oder es geht um Kontrolle von Bürgern und einflussreichen Persönlichkeiten (s.o.).

Und was soll man jetzt tun? Keine EC-Karten mehr benutzen? Das internet abschalten?

Wieder mal hat man mir nicht zugehört. Die modernen Services und das Internet nicht mehr nutzen aus solch einer Sorge heraus wäre doch echt paranoid. Die Daten, die z.B. von Amazon erhoben werden, sind andere, als die der Telekom und haben erst mal nix miteinander zu tun. Und so kann es auch bleiben. Problematisch wird es, wenn man die Daten zusammenpackt (s.o). Jeder sollte sich einfach bewusst sein, was er mit seinen Daten anstellt. Wenn er auf Facebook gerne Nacktfotos postet, die dann von Facebook zwar gebannt werden aber trotzdem weiter verkauft (immerhin hat Facebook alle Nutzungs- und Veräußerungsrechte an jedem hochgeladenen Bild), dann tut derjenige das bewusst und das darf er auch gerne tun. Keine Einwände. Wenn ich mit Kreditkarte zahle, mache ich das auch bewusst, die Kredikartenfirma weiß dann zumindest an wen das Geld geht - nicht aber, was ich gekauft habe. Es gibt z.B. bei einigen, insbesondere Sex-Spielzeug- oder sonstigen Schmuddelkram-Versendern die Option, die Zahlung z.B. von einem anderen Büro einziehen zu lassen, so dass in der Kredikartenabrechnung eben nicht "Beate Uhse" oder "Sexshop Pervers - Schillerstr." sondern "Dingsbums GmbH" oder so was steht. Seid euch einfach bewusst, was ihr da macht. Und ob das ok für euch ist, oder nicht. Überlegt euch, wer eure Daten bekommt und was er damit tut!

Und was ist Mit der Schufa? Da kann ich doch auch nix machen...

Die Schufa ist einer der größten Datensammler in Deutschland und auch das ist zumindest fragwürdig. Aber: jeder kann seine Daten einsehen und bei Bedarf auch einen Antrag stellen, dass diese Daten korrigiert werden. Außerdem hält die Schufa "nur" Daten bzgl. der Zahlungsmoral etc. Und ich muss jedes mal zustimmen, dass meine Bank oder sonst wer eine Schufaanfrage stellt. Wenn ich das nicht will, geh ich halt woanders hin. Gibt ja genügend Anbieter die Kredite auch ohne Schufa anbieten. (ob das nun eine gute Idee ist, muss jeder für sich entscheiden).

"If a product is for free, than YOU are the product"

Das ist ein sehr wichtiger Satz - Wenn etwas umsonst ist im Internet, dass bist du das Produkt, d.h. deine Daten oder dein Verhalten. Manchmal ist es gar nicht umsonst, sondern die Kosten kommen später (z.B. durch In-App-Purchase, oder wie bei WhatsApp durch späteres Einführen eines Abo-Modells). Aber grundsätzlich ist Nix umsonst - die Erstellung allein von so einer App wie z.B. WhatsApp ist viel zu aufwendig. Klar gibt es Opensource, das ist aber auch wieder ein ganz anderer Ansatz. Auch hier verfolgt man wieder den "Freie Gedanken" und "Freie Rede"-Ansatz um gemeinsam mehr zu erreichen (Free Software: "Free as in 'free speech', not as in 'free beer'" - Richard Stallman) Gerade bei Apps handeln die Leute nach dem Prinzip, je günstiger desto gut. Eines der neuesten Beispiele ist "Viber". Das ist umsonst, verlangt als Gegenleistung "nur" dass man das gesamte Adressbuch auf deren Server hochlädt. Die Firma selbst hält sich aber total bedeckt, wenn man mal fragt, was sie eigentlich mit den Daten so machen. Oder wo der Firmensitz ist. Ich mein, das könnte man doch relativ eindeutig beantworten. Aber der ist mal in USA, mal auf Zypern mal weisdergeierwo.  Und wer die finanziert - auch nicht klar... die NSA? Oder private Geldgeber / VCs? Google? Aber natürlich meinen die das nur gut. Das sind ja solche Gutmenschen, die machen einen Dienst an der Allgemeinheit, alles für umsonst, tragen sogar die Kosten für die Infrastruktur selbst. Und das nur, weil es gute Menschen sind... BLÖDSINN. Schaltet euer Hirn ein. Gerade so was macht mich rasend - da werden die Daten von Dritten einfach hochgeladen, ohne dass diese gefragt werden. Und wenn man die Leute darauf aufmerksam macht, erntet man nur ein Schulterzucken und ein "du bist doch paranoid - ich kann umsonst telefonieren". Man kann umsonst telefonieren, verkauft aber seine Seele (im übertragenen Sinn) und reißt Freunde und Verwandte gleich mit in den Strudel... eigentlich geschieht es denen recht, wenn ihre Daten missbraucht werden, evtl. gibt’s ja so eine Art "Darwinsche Auslese" auch im Internet. Aber leider bin ich bei einigen dieser Personen im Adressbuch gespeichert und Schwupp sind auch meine Daten z.B. bei Viber & Co auf dem Server. Ich höre die MirEgals schon sagen, "was kann man denn damit anfangen?" - und schon sind wir wieder ganz oben in diesem Post. Ist mir egal, was sie damit anfangen können, es widerspricht deutschem Gesetz der informationellen Selbstbestimmung und es geht sie verdammt noch mal nix an! Gleiches gilt im Übrigen für die extrem gehypte "WhatsApp". Auch dort werden wieder mal alle Kontaktdaten auf den Server geladen und zu allem Überfluss auch noch unverschlüsselt - d.h. jeder, der will kann mitlesen. Mal abgesehen davon, dass auch die Chats nicht verschlüsselt sind und da auch wieder jeder Mitlesen kann. Ja das Mitlesen ist wieder mal nicht "zwingend" ein Problem - wie mir die MirEgals immer wieder glaubhaft versichern unterhalten sie sich ja nur über Belanglosigkeiten. Wenn das so ist, ist deren Leben wirklich langweilig und die sollten sich alle WhatsApp & Co installieren. Irgendwann kommt immer der Punkt, wo man vergisst, dass man beobachtet wird (denkt mal an BigBrother oder das Promi-Dschungelcamp! Die haben sich auch nicht immer 100% unter kontrolle), wo man "mal eben" schnell die Kreditkarten Info oder das Passwort fürs WLAN per WhatsApp oder Viber versendet.... und dann? Wer ist denn dann schuld, wenn irgendwas illegales damit passiert? Nach aktuellem Recht (Stichwort "Störerhaftung") ist jeder Inhaber des WLAN für etwaigen Missbrauch davon haftbar.

Die DE-Mail bringt mir aber Privatsphäre....

Tja, schön wäre es... leider ist es so, dass die DE-Mail niemals end-to-end verschlüsselt ist. D.h. die Daten gehen verschlüsselt an einen Verteiler, werden dort entschlüsselt (sind also im Klartext vorhanden) und werden von da aus verschlüsselt weiter gesendet. An diesen Knotenpunkten setzen alle Überwachungsmaßnahmen natürlich an. Technisch gibt es überhaupt keinen Grund, das so zu machen. Der einzige Grund, der mir da einfällt ist, eine Überwachung möglich zu machen. Oder die EMails zumindest irgendwie auszuwerten. Jeder, der sich mal wieder ein Wenig mit dem Thema beschäftigt hat, findet 100e Fachleute die diesen Ansatz bemängeln und kritisieren. Das Argument des "Serverseitigen Virenscans" lass ich nicht gelten: das ist ziemliches Blendwerk! Denn jeder Rechner (zumindest wenn er mit Windows betrieben wird) benötigt einen lokalen Virenschutz. Und da die Viren immer besser "verpackt" werden (als Zip mit Passwort gepaart mit einem sehr gut formulierten Text) funktioniert Serverseitiges Virenscannen überhaupt nicht mehr. Dazu kommt noch, dass für so eine Verschlüsselung End-To-End eine Software benötigt, die - ähnlich dem HBCI-Banking - eine User-Interaktion benötigt. Also zumindest die Eingabe von einem Pin oder sonst etwas (denn sonst könnte ich ja zum Beispiel einen behördlichen Brief als meine Frau absenden).  Und dann kann ein Virus nur sehr schwer ohne zutun des Benutzers sich selbst versenden. Selbst der renomierte Chaos Computer Club kritisiert die De-Mail.  Außerdem sollen diese DE-Mails ja auch Geld kosten - die kann also gar nicht "einfach so" im Hintergrund versendet werden, da man ja nach dem aktuellen Telemediengesetz bei jedem Kauf im Internet darauf aufmerksam gemacht werden muss, dass man jetzt was kostenpflichtiges tut (Buttons mit "Jetzt kostenpflichtig für 3,54€ bestellen"). Mal abgesehen davon, dass man die Virenscanner theoretisch ganz abschaffen könnte, wenn die Leute mit Verstand surfen würden und sich ne Firewall installierten - oder ein sicheres Betriebssystem nutzen. Wieder ein anderes Thema...

ABER: Verschlüsselung ist die "Rettung"

Gerade wenn man sog. asymmetrische Verfahren (mit Public Keys z.B.) verwendet, kann man momentan sehr sicher sein, dass die Kommunikation nicht abgehört werden kann und dass private Mails auch privat bleiben. Das kann jeder ausprobieren, einfach mal nach dem Gnu Privacy Guard (GPG) suchen. Da gibt es Plugins für alle gängigen Email-Programme. Leider geht das nicht ohne "Aufwand". Eine sichere Verschlüsselung funktioniert nur von End-To-End. Also wird beim Sender ver- und beim Empfänger (und vorzugsweise nur dort) entschlüsselt. Das geht aber nur, wenn der Sender den Schlüssel des Empfängers hat. Das macht ein wenig hin und her gemaile nötig, bevor das gehen kann. Es gibt zwar auch so einige Server, die diese Schlüssel / Zertifikate speichern und einfach angefragt werden, aber leider ist man da immer noch recht weit von einem Standard entfernt - es gibt viel zu viele "Telefonbücher" wo man nachsehen müsste. Aber so lange kein Markt für so etwas existiert, kann man auch nicht erwarten, dass jemand so etwas bereit stellt... ein typisches Huhn-Ei-Problem...

Aber so was bringt doch Verbrechern nur Vorteile?

Das ist zu allgemein gefasst. Die Technologie ist ja schon lange im Einsatz und jeder kann, wenn er möchte, auch jetzt schon seine Emails verschlüsseln. Das wird ganz sicher auch von zwielichtigen Gestalten benutzt um zwielichtige Pläne zu schmieden. Nur: das Schmieden von Plänen ist nicht strafbar, ja noch nicht mal immer verwerflich. Denn wenn man sich vor so was schützen will, muss man auch mal so einen Plan durchdenken (ein guter Admin sollte auch Wissen, wie man hackt). Mit Verschlüsselung selbst kann man eigentlich nichts schlimmes anstellen. Denn die Daten müssen ja irgendwo wieder entschlüsselt werden um irgend einen Nutzen zu haben. Und KinderPornos oder rechtsradikales Gedankengut? Stimmt, die könnte man verschlüsselt und somit sicherer übertragen. Man könnnte das ganze aber auch einfach ausdrucken und per Post oder Brieftaube versenden.... oder man fährt hin, und drückt dem Interessenten das Ding in die Hand... Jede Art von Technologie kann immer ausgenutzt werden für kriminelle und negative Zwecke. Mit dem Küchenmesser kann man Kochen, oder jemanden umbringen. Mit dem Hammer ein Haus bauen, oder jemandem den Schädel einschlagen. Sollen wir deswegen aufhören, warme speisen zu essen und wieder anfangen in Höhlen zu hausen? Wenn man das verhindern will, muss man jegliche Weiterentwicklung einstellen. Gibt es denn noch andere Meinungen? Tja, ich habe im Internet recherchiert und versucht, auch Argumente für diese Art der Überwachung zu finden - ich finde keine, abgesehen von dem der Terrorbekämpfung - was auch gerne mal das ein oder andere totalitäre Regime anführt, wenn man seine eigenen Bürger bespitzeln will. Alle sind sich einig, das so eine Überwachung mit dem Verlust der Freiheit gleichzusetzen ist. Die USA allen voran. Zeitgleich behaupten sie aber auch, Snowden lügt und das ist alles gar nicht so, wie berichtet. Gleiches gilt für die Briten. Also: alle sind sich einig, selbst die, die vermutlich gegen diese Gesetze verstoßen, dass es wichtig ist. Nur der Normalbürger, der sieht es nicht als wichtig an... er hat ja nix zu verbergen... ist das so? Und was soll ich mit der Information hier anfangen? Angst haben? Nein, Angst absolut nicht. Es gibt gar keinen Grund dafür, zumindest im Moment nicht. Aber es wäre echt schön, wenn es den ein oder anderen dazu anregen würde, sich zur Abwechslung mal selbst schlau zu machen, eine Meinung zu bilden und nicht einfach alles unreflektiert nachplappern (auch diesen Post nicht). Geht mit Bedacht mit euren Daten um, denn was mal im Internet ist, bekommt man NIE wieder weg - (siehe auch hier: http://www.datenschutz.de/beratung/) und das ist schön, so lange es nix negatives ist, was da gespeichert ist... Denkt einfach mal drüber nach!  

Weiterführende Links:


Kategorie: Computer --> Test of Tools

Test of tools: Vmware Fusion 5 vs. Parallels Desktop 8

Do, 11. 07. 2013 - Tags: test of tools osx vm

Ist mal wieder Zeit für einen kleinen Test für die Rubrik Test of Tools. Diesmal ein Vergleich zwischen Parallels Desktop 8.0 und VMWare Fusion 5. Insbesondere möchte ich hier mal einige Dinge vergleichen, die ich sonst nirgends erklärt bekommen habe.

Seit geraumer Zeit habe ich VMWare Fusion 5.0 im Einsatz, nicht nur für Windows (das kommt ganz selten und dann auch nur zum Testen vor) sondern auch, um einen OSX Moutain Lion Server laufen zu lassen. Das klappte mit VMware so leidlich...

In dem diesjährigen Summer Bundle 2013 gibt es wieder mal eine Menge Software zu einem günstigen Preis, insbesondere auch Parallels 8.0 - und da dachte ich mir, das probiere ich mal aus.

Außerdem habe ich wirklich keinen echten Vergleich zw. Vmware und Parallels gefunden, scheinbar hat niemand die beiden Softwaren wirklich probiert, sondern nur die einschlägigen Benchmarks zitiert und die Datenblätter verglichen. Einen echten Vergleich der Benutzung der beiden Virtualisierern habe ich zumindest vergeblich gesucht.

Ich spare mir aber hier das ganze noch mal zu zitieren. Wenn man den Tests überall glauben schenken darf, ist Parallels einen Ticken flotter als VMware - nur bei 3D-lastigen Anwendungen, wie Spielen ist Parallels wohl deutlich schneller. Das lasse ich jetzt mal außen vor und berichte von meinen Erfahrungen.

Hardware

Das ganze läuft auf einem iMac 2012, 3,4GHz CoreI7 und einem MacMini von 2010 2,5GHz. Beide haben genug RAM um auch ne VM zu befeuern.

Warum Visualisierung?

Da gibt es mehrere Gründe. Einerseits die Flexibilität. Mit eine VM ist man weniger an die Hardware gebunden, die kann ich auch mal auf ein anderes Storage packen oder mal eben schnell den Rechner darunter "wechseln" - relativ problemlos (wobei ich das mit OSX noch nicht probiert hab!).

Ein weiterer Grund ist die Sicherheit, die damit einher geht. Normalerweise würde man für einen Rechner, der öffentlich zugänglich ist (und sei es nur für einen VPN-Zugang ins office) eine eigene Maschine nutzen und diese am besten noch in einer DMZ hängen, die dann von 2 Firewalls geschützt ist... usw.

Das ist dann doch recht aufwendig und teuer. Mit der Virtualisierung kann man so was recht einfach nachbilden, ohne die ganze Hardware zu beschaffen. Die VM ist z.B. über die Firewall und Port-Forwarding im Internet erreichbar - aber da die VM in einem eigenen "virtuellen" Netzwerk hängt, ist es für Hacker erst mal schwieriger damit was anzufangen.

Warum hab ich mir Parallels überhaupt angesehen?

Offensichtlich hat mich an VMware etwas gestört bzw. lief nicht so, wie ich wollte.  Das lässt sich recht einfach zusammenfassen: die Fehler von VMware in Verbindung mit OSX als Guest OS haben gestört. In VMWare ist der OSX Server regelmäßig ca 5-7 Mal in der Woche eingefroren und war nicht mehr verwendbar. Für einen Server, selbst wenn er nur im Office steht, unbrauchbar. Insbesondere, wenn dieser Server, wie in meinem Fall, den VPN-Zugang ermöglicht. Wenn da die VM hängt, kommt man nicht ran! Und den VPN Zugang braucht man ja meist nur dann, wenn man gerade NICHT im Office ist und eben NICHT die blöde VM neu starten kann.

Das ganze ging so weit, dass ich noch einen zweiten "Notfall-VPN"-Zugang eingerichtet habe, damit man zur not wenigstens die VM neu booten kann um dann wieder ein paar Tage lang auch remote arbeiten zu können... bis zum nächsten Crash.

Parallels Desktop 8.0

Die Installation von Pralallels Desktop ist erst mal recht unspektakulär, jedoch nervt Parallels selbst da schon mit dem "Ich will nach Hause-Telefonieren"-Nag-Screen, der auch wirklich nicht tot zu kriegen ist.

 

Diese Registrierung bringt zwar auch ein paar Vorteile - support, Nutzung von Parallels mobile etc. und, wie oben zu sehen, Updates. Diese bekomme ich aber auch so über den Menüpunkt "Nach aktualisierungen suchen". Aber gerade im Zuge von Snowden und der NSA-Affaire bin ich doch etwas vorsichtig damit, meine Daten einfach so mal an Parallels zu senden.

Abgesehen davon, hatte ich schon mal so einen dämlichen Account, gebracht hat das damals zumindest nichts - wenn das heute anders/besser ist, sagt mir Bescheid.

Fies ist nur, dass es - dem geneigten Leser wird es aufgefallen sein - keinen "Abbrechen" Knopf gibt. Genau dieser Dialog erscheint während der Installation und es wird einem Suggeriert, man kann Parallels nicht installieren, wenn man sich nicht registriert.

Geht aber doch: das Fenster einfach schließen, dann geht die Installation "normal" weiter.

Paralles Mobile ist eine App, die man sich auf sein Smartphone installieren kann, die einem dann ähnlich VNC den Zugriff auf die VMs und den Mac ermöglicht. Eigentlich ne nette Idee, nur werden die Daten von meiner VM direkt vom Parallels-Server irgendwo in Russland gelesen - d.h. die VM sendet diese Daten postwendent über das Internet nach hause. Muss nicht sein... Vor allem wenn VNC doch auch "so" geht.

Man kann sich aber auch direkt mit der VM Verbinden, ohne eine Verbidnung über den Parallels-Server zu machen. Dazu muss man aber in den Settings einstellen, dass das erlaub sein soll:

Dieser Remote-Zugriff ist im Endeffekt das gleiche, was auch VMWare mit seinem VNC-Zugang (s.u.) anbietet, jedoch irgend ein proprietäres Protokoll. Und seltsamerweise gibt es keine Implementierung für den Desktop - das fände ich dann wenigstens noch konsequent.

Des weiteren nervt Parallels auch gleich mit Werbung für Acronis Backup und Kaspersky Internet Security für Windows in einer 30-Tage Testversion. Dazu muss man wissen, dass diese 3 Firmen zumindest eine gemeinsame Basis haben und in alle recht eng zusammenarbeiten.  Schlecht ist das nicht, aber diese Werbung, nervt schon extrem. Wichtig sind die "Nicht erneut anzeigen"-Checkboxen anzuhaken....

In den Einstellungen kann man dann auch das "Mitmachen bei unserem Kudenfeedback" ausschalten - das verhindert zumindest, dass Parallels zu viel nach hause telefoniert (wenn eingeschaltet, sendet Parallels alle 3 Monate die Hardwarekonfiguration und Informationen über die Installierte Software an Parallels - können sie von mir gerne im Fehlerfall bekommen, wenn nötig. Und selbst dann überlege ich es mir noch mal).

 

Wenn man das ausschaltet, ist eigentlich alles grün...

Überhaupt sind die Einstellungen von Parallels deutlich umfangreicher als die von VMware - was nicht zwingend ein Vorteil sein muss.

Die Übersicht über alle Verfügbaren VMs ist in Parallels etwas spartanisch, kaum Informationen über die VM selbst - allerdings wird angezeigt, wenn eine VM installiert wird (hier Ubuntu)

 

Neuinstallation eines Guest OS

Da ist Parallels wirklich vorbildlich - super einfach, wenn es sich um Ubuntu, Chrome OS oder Android handelt wird automatisch der Download angeboten (Windows 8 wurde das auch getan, solange es eine Testversion zum Download gab). D.h. man muss nicht umständlich irgendwelche ISOs runterladen oder so.

Natürlich kann man aber auch angeben, dass man von einem Datenträger installieren will, oder direkt von einem bestehenden Windows-System. Das läuft über die Installation einer besonderen Software auf dem Windows, der Rest geht dann wohl irgendwie automagisch (hab ich aber nicht probiert).

Eine Besonderheit ist auch noch, dass man ein OSX in der VM installieren kann, indem man die Wiederherstellungspartition des Host verwendet - Super! Das gibt nen Preis für's Mitdenken! Das macht's wirklich einfach, sich eine "Ich probier mal was"-VM zusammen zu basteln.

Unter "Vorhanden Virtuelle Maschine hinzufügen" könnte man theoretisch auch VMware-VMs hinzufügen. Leider klappt das nur bei Windows und Linux unproblematisch: bei OSX meckert Parallels, dass die VM ungültig wäre.

Bei der Neu-Installation von Windows kann man Parallels auch noch den Windows Product Key mitgeben, dann läuft die Installation völlig ohne eigenes Zutun - super!

In dem Convinience-Store gibt es übrigens nur so zeuch wie Anti-Virus-Software etc. Also nix besonderes und insbesondere keine kostenpflichtigen Erweiterungen für Parallels oder so.

VMware Fusion 5

Wenn man sich im Vergleich VMWare so ansieht, wirkt alles etwas... lieblos könnte man sagen. Aber sehr funktional. Es tut, was es soll.

Auch hier empfiehlt es sich im Sinne des Datenschutzes (oder auch einfach nur "so"), den Knopf für das automatische Versenden von Kundenfeedback zu deaktivieren:

 

Unter "Weitere Informationen" wird auch noch der Begriff "Verhaltensmuster" verwendet. Außerdem wird erklärt, dass jeder Rechner mit einer UUID (Eindeutigen ID) versehen wird, damit man ihn wieder erkennen kann. Und da auch Lizenzinformationen mit übertragen werden, ist die ganze Sache plötzlich gar nicht mehr so anonym, wie behauptet. Für die Produktverbesserung ist es sicherlich sinnvoll, diese Daten zu erheben. Wer möchte, kann es ja eingeschaltet lassen.

Vmware hat zudem noch ein kleines Helferlein in der Menübar des Mac, was einem zugriff auf ein evtl. vorhandenes Startmenü bietet. In den Einstellungen der VM (hier Win XP) kann man das Verhalten festlegen.

Ist ein wenig unlogisch, wenn dieser Menüpunkt "immer" angezeigt wird, wird er auch angezeigt, wenn gar kein Windows läuft. Das ist ein Setting, was eigentlich in die globalen Einstellungen gehört. Aber ok...

Übersicht über die VMs in Vmware ist wirklich übersichtlich und zeigt, was man braucht:

Installation eines Guest OS

Das läuft in VMware ziemlich straight-forward, also ohne viel Schnickschnack drumrum. Der Neue-VM-Wizard ist aufgeräumt und so weit ok. Leider ist ein Installationsmedium nötig, um die VM ans Laufen zu bekommen.

Ist alles in allem im Vergleich zu Parallels deutlich weniger "convinient" - tut aber was es soll...

VMware bietet noch eine nette Option an, eine VM direkt per VNC anzusteuern. Das ist ja mal eine echt tolle Idee...

 

... leider funktioniert die nicht wirklich - der Zugriff über VNC funktioniert zwar so leidlich, ist aber extrem langsam und vor allem für Deutsche nicht brauchbar - ich habe es z.B. nicht geschafft, ein @ irgendwie über das VNC einzugeben, ähnliche Probleme gab es mit Umlauten. Irgendwann hab ich in den Einstellungen der VM rumgebastelnt und ein Haufen XML produziert - dann gingen zumindest die Umlaute - das @ geht bis heute nicht, weshalb ich die Option nicht mehr verwende. Eine gemeinsame Zwischenablage gibt’s auch nicht. Also, alles in Allem unbrauchbar, wenn auch ne nette Idee.

Erfahrungen Parallels vs. Vmware

Also, was die Stabilität von OSX als Guest OS betrifft, ist Parallels ungeschlagen. Der Server läuft stabil seit einigen Wochen und mir kommt die Performance auch besser vor - gerade bei einem nicht so "wichtigem" Guest OS wie OSX selbst wurde das wohl vorher nie ausführlich getestet. Parallels verspricht da viel und hält es auch. Läuft wirklich sauber und problemlos (bis jetzt, Auf-Holz-Klopf).

Beide Virtualisierer bieten so lustige Funktionen an, wie den Choherence-Mode in dem die Fenster des Windows-Guest-OS als "normale" Mac-Fenster angezeigt werden. Das ist natürlich sinnig, wenn man MS Office oder so nutzen möchte. Diese Modi sind nur nicht zu empfehlen, wenn man den IE benutzen möchte um seine Seite zu testen: uns ist aufgefallen, dass sich der IE in diesen Modi bei beiden Virtualisieren in einigen Fällen anders verhält, das Layout sich unterscheidet etc.

Im Zweifel auf den Vollbild modus wechseln, den auch beide unterstützen!

Die Settings für die VM selbst sind bei beiden nahezu identisch und lassen eigentlich keine Wünsche offen.

Auch das Teilen von Festplatten oder sonstigen Resourcen bieten beide an und das funktioniert auch reibungslos.

Die Neu-Installation von neuen VMs ist bei Parallels deutlich besser gelöst - sich mal eben ein Android zum Testen installieren war nie so einfach.

Dafür ist die Übersicht aller VMs bei VMware deutlich besser.

Fazit

Alles in Allem finde ich nach meinen ausführlichen Versuchen mit OSX Server, Windows XP und Windows 7 für mein Szenario hier Parallels knapp besser als VMWare. Insbesondere die Stabilität macht hier natürlich ne Menge aus. Der Performance Gewinn wäre es sicher nicht, welcher einen Umstieg auf Parallels lohnt.

Parallels nervt allerdings immer mal wieder mit dämlicher Werbung für Kaspersky und sonstigem Zeuch, was manchmal auch nach dem Abschalten wieder aufgetaucht ist (oder ich hab den Knopf nicht richtig erwischt). Das ist ein echter Minuspunkt...

Beide sind sowieso große Kandidaten im "Nach Hause Telefonieren" - das muss man auch erst umständlich (teilweise mehrmals) ausschalten. Gerade im Zuge des NSA-Skandals sollte man sich das mal genauer ansehen, was die Firmen so für Daten von einem sammeln.

In Punkten von 0 bis 10 ergibt sich ein Fazit für VMware Fusion und Parallels Desktop:

Parallels Desktop 8.0: 9 Punkte Vmware Fusion 5.0: 8 Punkte 

 

Update Parallels 9.0:

Aus aktuellem Anlass: Kleiner Nachtrag zu Parallels 9.0. Es hat sich vordergründig nicht viel getan, mal abgesehen vom Support von Mavericks als Guest OS und (natürlich) ist die 9.0 wieder mal (laut Marketing) deutlich schneller als ihr Vorgänger. Die guten Seiten von Parallels 9.0 sind die selben, wie die von 8.0 - leider gibt’s jetzt auch mehr schlechte :-(

Insbesondere dieser Krempel mit der jetzt verpflichtenden online-registrierung und dem nervigen getue, wenn man seine Installation auf einen neuen Rechner verschiebt - wie es hier alle Nase lang passiert (hab nur einen Server, aber dessen Hardware ändert sich halt, je nach dem, was grad aktuell ist). Und jedes mall bitten zu müssen, dass die Aktivierungen resettet werden...

Auch dieser leidliche Dienst für die (meines Erachtens nach für ein Desktop-Produkt) unsinnige und später auch noch kostenpflichtige iOS-App, lässt sich in der 9.0 etwas schwere wieder los werden als noch zu 8.0er Zeiten...

Alles in Allem ist das 9.0er update sicherlich ein gutes, die Innereien wurden verbessert und sicher ist hier und da auch ein wenig Performance rausgekiztelt worden. Aber diese DRM-Gängelung geht mir auf den Senkel!

Schade, Parallels, das hätte man besser machen können.

Fazit: nur noch 7.5/10 Punkten!


Kategorie: iPhone und iPad --> Computer

RTL Bericht über Smartphone Spionage #fail

Sa, 04. 05. 2013 - Tags:

Das war mal wieder ein Beispiel dafür, wie schwierig es ist, an gute, ungefärbte und objektive Berichterstattungen zu kommen. Heute kam in den RTL Nachrichten(!) ein Bericht über Spionagesoftware, die sich angeblich ganz leicht innerhalb weniger Minuten (im Betrag wurde suggeriert, in der Zeit, in der der Partner während eines gemeinsamen Cafebesuchs auf dem Klo ist) installieren lässt. Es wurde die ganze Zeit von SmartPhones gesprochen (gegen Ende hieß es glaub ich sogar "Smartphones aller Hersteller") und die Spionagesoftware selbst wurde nicht genannt, sondern nur als google Suchergebnisse kurz eingeblendet. Ja ja, reiner Zufall. Das war mal wieder ProductPlacement vom feinsten.

Aber der Hammer ist eigentlich, das in dem Beitrag allen Ernstes suggeriert wird, diese Spionage Software kann Anrufe, SMS, whatsApp-Nachrichten, Video-Chats und sonst alles mitschneiden, ohne das der Handybesitzer das mitbekommt. Und das geht innerhalb von wenigen Minuten auf jedem Smartphone.

Ich sehe mich jetzt schon wieder die auf Sätze wie "Du sagst doch immer, sowas geht auf dem iPhone gar nicht" antworten. Denn es geht wirklich nicht - zumindest nicht in wenigen Minuten und nicht mit IOs7. Denn, was die netten Redakteure von RTL leider vergessen haben zu erwähnen ist, dass die Installation des Spionageprogrammes nur auf Android innerhalb von Minuten geht (und das auch nur, wenn man den Download mitrechnet - die reine Installation ist deutlich flotter). Man muss der App nur alle Rechte geben, und schon ist sie versteckt, d.h. der Handybesitzer sieht sie nicht mehr, und sendet fleißig alles an einen Server (worüber man sicherlich auch noch mal nachdenken sollte) über den man dann das Telefon und dessen Benutzer überwachen kann. Außerdem wird mehrmals erwähnt, dass das ja ohne Wissen des Handybesitzers funktionieren kann und dieser das gar nicht merkt.

Auf dem iPhone funktioniert das deswegen nicht, da für solch eine Überwachung ein gravierender Eingriff in das System notwendig ist, der nur mit bzw. nach einem Jailbreak funktioniert. So einen Jailbreak bekommt man aber normalerweise nicht mal eben im Cafe hin, während der Partner kurz strullen ist. Dafür braucht man einen Rechner, ein wenig Ahnung und deutlich mehr Zeit als ein paar Minuten. Und da ist ein weiterer Haken: es gibt soweit ich weis zur Zeit keinen Jailbreak für iOS7! Und das für iOS ein Jailbreak für die Installation benötigt wird steht sogar auf der Herstellerseite von dieser Spionagesoftware. Windows wird dort gar nicht erwähnt, das wird wohl noch nicht unterstützt. Zitat von der Seite:

Achtung! iOS 6.1.3 und iOS 6.1.4 und iOS 7, werden vorübergehend nicht unterstützt
Ok, das bedeutet nach aktuellen Zahlen wohl, das mindestens 80% aller iOS Geräte nicht unterstützt werden. Windows wird gar nicht erwähnt. Also ist die Aussage "jedes Smartphone" doch wirklich mehr als irreführend. Selbst wenn noch so "Exoten" wie Symbian und Blackberry unterstütz werden.

Hätte man das nämlich in dem Beitrag erwähnt, dann wäre schnell klar geworden, wie gefährlich Android betriebene Geräte sein können, wenn man nicht aufpasst und zwischendurch sein Hirn einschaltet. Denn, was sie auch nicht erwähnt haben: ein gutes Passwort hätte auch auf Android diese vermeintlich einfache Installation verhindert. Also gebt eure Passwörter nicht raus! Zumindest wurde erwähnt dass es eh illegal wäre, die Software ohne das Wissen des Handybesitzers zu installieren und ihn somit auszuspionieren.

Also, dieser Beitrag war unsinnig, verursacht mal wieder Panik, wo man keine braucht und verunsichert alle Smartphonebenutzer. Ich unterstelle einfach mal, das der Beitrag einfach nur schlecht recherchiert ist. Man könnte auch meinen, der Hersteller der Spionagesoftware brauchte ein wenig gute Werbung. Denn als ich auf deren Seite gegangen bin, habe ich bei den ersten Versuchen keine Antwort vom Server bekommen... Waren wohl noch mehr Interessenten da unterwegs... Ein Schelm, der Böses dabei denkt.


Kategorie: Computer --> Test of Tools

Test of Tools: Alfred

Fr, 19. 04. 2013 - Tags: test of tools mac osx

Alfred ist kürzlich in der version 2.0 erschienen und hat sich echt gemausert. Es steht jetzt quicksilver kaum noch in was nach, mal abgesehen davon, dass Alfred deutlich aufgeräumterund stabiler wirkt als Quicksilver.

Alfred ist sehr aufgeräumt und bietet auch in der kostenfreien Version ganz praktisch. Per se bietet Alfred jetzt nicht viel Mehr funktionen als SpotLight (das kann auch rechnen, Apps starten etc) aber ein paar Features sind wirklich praktisch:

  • Appp-Starter, File Search, contact search, Dictionary search etc braucht man nicht erwähnen, dass kann Spotlight auch
  • Clipboard History! Das ist was sinniges. Dort kann man auch einstellen, dass die History 24h behalten wird
  • Itunes steuerung - wer zu faul ist die Play/Pause-Tasten zu benutzen, es geht auch mit Alfred
  • System-Kommandos: Runterfahren, eject etc das ist ja auch mit Tastenkürzeln zu erreichen. Aber eines der Highlights ist "forcequit" - damit lässt sich jede App abschießen. Wirklich praktisch
  • Terminal / Shell : startet ne shell mit dem angegebenen Kommando
Alles in allem kann man damit schon eine Menge antellen und sich die Arbeit wirklich erleichtern.

Deswegen ist es sicher auch sinnvoll, die gute Arbeit der Entwickler zu unterstützen und die paar € für das PowerPack zu investieren, womit dann auch die Workflows funktionieren.

Workflows machen Alfred erst so richtig mächtig. man kann so z.B. einen Workflow anlegen, der

  1. nach dem eingegebenen Text in Leo.org sucht
  2. die möglichen Übersetzungen Anzeigt
  3. die Auswahl in die Zwischenablage kopiert
Das gibt es im Alfredforum zum download. Ich nutze Alfred um die SSH-Terminals einigermassen im Griff zu haben. Ich habe einen Workflow gebaut, mit dem man mit ein paar Tastendrücken, ein neues Terminal Tab auf macht, das FarbProfil umstellt und zugleich ne ssh-Verbindung aufbaut. Allein das spart schon eine Menge Zeit. (link zum Workflow ist unten).

Allerdings muss ich sagen, dass es mit Alfred nur wenig gibt, was man nicht auch mit Spotlight und ein oder zwei Mausklicks hinbekommt

Aber wenn jemand ein Tastaturjunkie ist, dem Quicksilver zu kompliziert oder zu instabil ist, dann ist Alfred sicher einen Blick wert...

 

SimpleSSHAndTermWorkflow.alfredworkflow

 

Noch ein Workflow: Tunnelbick OpenVPN-Verbindungen aufbauen und beenden...

Tunnelblick connect.alfredworkflow

Update 23.04.2013: noch ein Workflow: Mark Emails... das hat mail.app schon lange gefehlt, ein einfacher weg, mails schnell und simpel irgendwie zu markieren. Jetzt klappt das mit Alfred und dem Workflow hier. ALt-Spc und dann mm1 markiert die selektierten Emails blau (oder wie man das nun nennt)... Cool!

Flag Mail Workflow.alfredworkflow


Kategorie: Allgemeines

Wer ist Stephan Bösebeck?

Fr, 19. 04. 2013 - Tags: about

Wessen Blog ist das hier? Ja, wer bin ich... diese Frage ist erstaunlich schwierig zu beantworten, dummerweise. Mein IT-Werdegang ist auf hier im Blog unter Meine IT Geschichte nachzulesen. Da gibt’s es nicht viel mehr zu sagen. Privates wird es hier nur wenig geben, deswegen nur noch mein beruflicher Werdegang in aller Kürze:

  • Nach dem Abi (und einer recht dämlichen Episode bei der Bundeswehr - aber das ist eine andere Geschichte) hab ich Informatik an der Uni Passau Studiert
  • Abschluss mit Diplom
  • Da mir nur wenig bis kein BaFöG zustand und meine Eltern auch nicht sonderlich viel beisteuern konnten, habe ich schon während des Studiums angefangen zu arbeiten
  • Abgesehen von einigen Studentenjobs (z.B. beim Computer Discounter ESCOM - leider pleite mittlerweile, hab da aber viel gelernt) war ich ab dem Jahr 1995 als IT-Consultant unterwegs
  • Ich habe in dieser Zeit auch einige Zertifizierungen gemacht: Sun Certified Trainer, Certified Java Programmer, LPI Zertifizierung, Certified C++ Programmer, Certified Macro4 Trainer, usw. - Ich könnte vermutlich ganze Zimmer mit dem Zeuch tapezieren
  • Kunden von mir waren unter anderem: IBM, Sun, Dresdner Bank, Deutsche Bank, HP,  Unilog Integrata, Ixos Training, Goethe Institut...
  • Ich hab mich auf die Technologien Linux/Unix und Java spezialisiert. Deswegen auch die Zertifizierungen in den Bereichen
  • Ich habe vor allem für SUN und Integrata Java Schulungen gemacht, angefangen von Beginner bis hin zu Advanced Java Programmer Zertifizierungs Schulungen
  • Ähnlich sah es mit Linux Schulungen aus, u.A. für IBM. Angefangen von Beginner-Schulungen bis hin zu Advanced Clustering und Firwalling Themen -Natürlich gab es auch Schulungen in anderen Bereichen rund um Unix: Perl, TCL/Tk und noch ein paar andere Exoten (Python war damals noch echt exotisch emoji people:smirk)
  • Das Wissen für die Schlulungen hab ich mir in vielen, leider meist recht kleinen Projekten angeeignet. Da gab es eine Menge klein- und mittelständische Unternehmen, für die ich Software Entwickelt habe. Oder Zuarbeit geleistet habe bei größeren Projekten.
  • Da ich die Projekte sehr häufig dann doch nicht allein realisieren kann, wurde ich sehr schnell auch in die Rolle des Projektleiters / ~managers "gedrückt". Als Ansprechpartner für die Kunden, als Auftraggeber für Subunternehmer etc.
  • Da ich als Freiberufler allein kaum eine Chance hatte, mal ein großes Projekt zu leiten oder zu realisieren hab ich mich entschlossen, fest angestellt zu arbeiten. In dem Fall habe ich bei Softlab als Projektleiter angefangen
  • Dort durfte ich einige größere Projekte Realisieren (naja, zumindest größer als das vorher). Unter Anderem für MAN und BMW
  • Ich wollte mehr Management-Erfahrung sammeln und wurde dann von Acronis "abgeworben". Ich hab dort als "Manager Training & Consulting EMEA" angefangen. und musste dort die Trainings-Abteilung aufbauen. Zunächst nur für Deutschland, später für EMEA, dann weltweit.
  • Die Trainings-Verwaltung und das Trainings-Management ist dann mehr oder minder nach USA umgezogen, weshalb ich dann "Head of Engineering" bei Holidayinsider.com wurde. Leider hat HRS uns aufgekauft und mittlerweile gibt es Holidayinsider auch nicht mehr
  • Ich war dann etwas mehr als ein Jahr Head of Technology bei Simplesystem GmbH & Co Kg - das war aber leider nicht so ganz das richtige
  • der Nächste Job ist schon fix, werde ich aber erst hier posten, wenn ich da angefangen habe emoji people:smile


Kategorie: Allgemeines

Meine IT-Geschichte

Fr, 19. 04. 2013 - Tags: about

Aufgrund eines Todesfalles in der Familie kommt man doch schnell mal zum nachdenken... wo komm ich her, wie wurde ich zu dem, der ich bin. Und zumindest die Geek-Werdung ist eine interessante Geschichte (denke ich).

Tja, wie fange ich da nur an... Da es hier um den Geek bzw. Nerd in mir geht, vermutlich beim ersten Computer.

Den bekam ich, da war ich gerade mal um die 9 Jahre alt. Es war ein C64 der ersten Bauart - nagelneu, gerade erst vorgestellt. Ich weiß noch genau, dass ich da gleich von Anfang an super fasziniert war von dem Ding. Und leider auch echt unwissend.

Ich erinnere mich noch gut an meine ersten recht kläglichen Versuche, mit dem C64 zu kommunizieren und ihn irgendwas machen zu lassen. Immerhin hatte ich ja schon "Raumschiff Enterprise" gesehen, kann ja nicht allzu schwer sein... Das dachte ich zumindest, aber als der Brotkasten auf mein, mühsam im Zwei-Finger-Kreise-und-such-System eingetipptes Hallo Computer (Gross-/Kleinschreibung bitte ignorieren, das war damals ja nur Gross geschrieben) nur mit einem lapidaren Syntax Error antwortete.... Da wusste ich, ich sollte doch mal das Handbuch lesen - eine von mir zutiefst gehasste Tätigkeit. Schon damals. (übrigens, der Versuch statt dem Hallo die englische Form Hello zu verwenden, brachte auch nicht den gewünschten Erfolg.)

Zum Glück gab es noch andere Geeks in der Umgebung und irgendwann hatte ich die ersten Games über meine Datasette (auch so ein tolles Wort - eigentlich war das nur ein Kassenttenlaufwerk. Für die Jüngeren unter euch: darauf hat man früher mal Musik gespeichert, der Vorgänger der CD sozusagen) geladen. Krass, was da plötzlich über den Bildschirm flimmerte... Super.... Fortan war ich viel mit Zocken beschäftigt! Erfreulicherweise (empfand ich damals anders, aber in der Retrospektive war es doch gut) waren die Ladezeiten lang genug, um auch noch Hausaufgaben machen zu können. ;-) Und die Ladezeiten waren selbst mit dem sog. "FastLoader" immer noch unterirdisch (so 100kb in 10 Minuten - langsamer als Edge am Telefon).

Aber das allerbeste an der Datasette war, dass es die Programme ja auf normale Kasetten gespeichert hat - Leerkassetten konnte man recht günstig in jedem Laden erstehen und darauf dann seine Progrämmchen speichern... oder eben die Programme von einem Kumpel.

Kaufen konnte man die Kasetten auch - da waren tools games oder sonst was drauf. Schlimm war es nur, wenn man so eine Kasette aus Versehen mal anhören wollte - da ist so manche Box zu bruch gegangen. Irgendwann Mitte-/Ende der 80er kamen dann Doppelkassettendecks auf. Die waren ursprünglich gedacht, um sich z.B. aus gekaufen Audio-Kassetten einzelne Lieder zusammenzukopieren. Aber man konnte damit auch Daten-Kassetten kopieren - man musste allerdings ein wenig rumbasteln.

Die Datasette liest die Daten ja analog von dem Magnetband der Kassette. Und da ist dann schon die Qualität wichtig. Und wenn man ein billiges Doppel-Kassettendeck hatte, musste man an der Position der Abnehmers der Datasette ein wenig rumschrauben, damit die so kopierten Games auch geladen werden konnten (das passierte auch, wenn man von nem Kumpel ne Kassette bekam).

Alles in allem waren die Ladezeiten aber echt übel.. man saß da wirklich mehrere Minuten (gefühlte Stunden) bis so ein Programm mal geladen war.

Irgendwann wurde mir das ewige Zocken aber zu blöd, ich wollte wissen, wie denn diese Grafiken auf den Bildschirm kommen.... Und hab mir kurzerhand mal BASIC beigebracht - aus dem Handbuch! Das war noch so ziemlich am Anfang, Keine Ahnung, wie ich das gemacht habe, ich weiß auch noch genau, dass es eine Menge Fehler in dem Handbuch gab, die ich natürlich in meinem Exemplar korrigiert hab.

Nach ein paar Wochen intensiven Lernens hatte ich endlich meinen ersten Sprite auf dem Bildschirm. Als größte Hürde stellte sich dabei das Binärsystem heraus, das mich als 10 oder 11 Jährigem dann doch vor eine intellektuelle Herausforderung stellte. Aber irgendwann ging es. Der Sprite war da. Und sollte eigentlich von links nach rechts über den Bildschirm wandern. Das Tat er auch, er brauchte dazu jedoch knapp 1 Minute.

Das war krass, wie können denn Games flüssige Grafik und Animationen zeigen und der Sprite bewegt sich hier nur extrem langsam... Selbst wenn ich die Schrittweite erhöht hatte dauerte es immer noch viel zu lang. Und irgendwann sah es einfach nur noch unrund aus.

Ein wenig Recherche bei meinen Geek-Kumpanen brachte damals ans Licht, dass es wohl noch "Assembler" als Sprache gibt, die man für so was lernen muss. Ok, also hab ich angefangen, C64 Assembler zu programmieren.... Aber das war gar nicht so leicht, in der Gegend, wo wir damals gewohnt haben, gab es auch nicht so viele Geeks, die mir helfen konnten (oder zu denen ich einen guten Draht hatte). Das änderte sich erst nach dem Umzug nach Bayern.

Die Datasette war fürchterlich lahm und unpraktisch. Zum Glück sah das auch mein Vater so und kaum ein Jahr späte bekam ich das passende Floppylaufwerk (den Kennern wird die 1541 ein Begriff sein) dazu - die Ladezeiten waren immer noch recht hoch, aber um einiges besser als mit dem blöden Kassetten-Ding namens Datasette. Und die größte Neuerung war ja, dass es jetzt ein Inhaltsverzeichnis gab, und man sich die Datei, die man laden wollte aussuchen konnte. Ja ja, das ging theoretisch auch mit der Datasette: Zählerstand notieren, und dann entsprechend hin- bzw herspulen. Nicht wirklich schnell, bequem oder einfach (vor allem, wenn die Zähler von Datasette zu Datasette abweichten und man nich "einfach so" eine Kassette von nem Kumpel nutzen konnte). Aber so eine Floppy hatte schon was... Wow.... Das waren Neuerungen... Immerhin hatte die 1541 ja den gleichen Prozessor und die gleiche Ram-Ausstattung wie der C64 selbst - fehlte eigentlich nur noch ein TV-out und man hätte die erste Spieleconsole gehabt... aber ok... meine Schwester hatte ja zum Glück noch so was wie ein NES (oder wie das damals hieß) bekommen - sie hatte aber viel weniger Games, als ich... tja...

Erst als ich mir ein sog. Parallelkabel an den C64 gebaut hab, wurden die Ladezeiten flott. Das ging dann so schnell, dass meine Noten in der Schule echt gelitten hatten. Selbst beim Kopieren von Floppy-Disks musste man zwischendurch einige Minuten warten... die Beste Gelegenheit um ein paar Aufgaben der Hausaufgabe zu erledigen. Mit dem Parallelkabel schrumpften diese paar Minuten aber auf wenige Sekunden - in der Zeit hatte ich kaum die richtige Seite im Buch aufgeschlagen, geschweige denn irgendwas gemacht. Und nach dem Kopieren war halt vor dem Zocken, ist ja klar.

Das Programmieren wurde immer interessanter, insbesondere 8-Bit-Assembler machte echt Spass. An der neuen Schule gab es dann auch ein paar genauso Verrückte wie mich, mit denen man sich dann nach der Schule zum Coden getroffen hatte.  Das ging ja auch so weit ganz gut, Zeitschriften wie "C64" und "Happy Computer" haben natürlich auch geholfen. Insbesondere die darin abgedruckten Programme, die man dann mühsam abgetippt hat. Später ja sogar irgendwelche Hexdumps mit Prüfsummen - wir hatten echt zu viel Zeit, gab ja nur 3 Programme im TV ;-)

Wir haben jeden Monat (und später alle 2 Wochen) gebannt im Schreibwarenladen gestannden, die akutelle Ausgabe der C64 oder Happy Computer in Händen gehalten und unser Taschengeld dafür zusammengekratzt... die meisten anderen waren da auf Kicker oder so scharf... naja... wir waren/sind eben Geeks.

Das war eine geile Zeit, man kannte jedes Bit beim Vornamen, hat rumexperimentiert mit allem Möglichen und nicht mal vor Lötkolben und Lötzinn halt gemacht. Da habe ich viel mehr über Computer und deren Funktionsweise gelernt, als im Studium - aber dazu kommen wir noch. Und mein C64 sah gegen Ende dieser Zeit so aus, als wäre aus Raumschiff Enterprise - Ein Knopf hier, ein Taster da, eine Anzeige dort... aber das war toll..

Klar, man hat auch gespielt und die aktuellen Games gezockt, teilweise noch am Kopierschutz rumgefingert und evtl. sein Demo davor gesetzt und das Machwerk dann ganz stolz seinen Kumpels gezeigt. Damals war das noch nicht strafbar.... Schon gar nicht, wenn man es daheim gemacht hat, man hatte ja kein Internet und so was, über das man das hätte verteilen können. Und die BBS-Systeme und sog. "Mailboxen" kamen so langsam erst in Mode... und mit dem 300 Baud Akkustikkoppler am C64 machte das Downloaden auch nicht wirklich viel Spass... das kam eigentlich erst am PC so richtig in Fahrt.

Klar - jeder, der damals einen C64 hatte, hatte Raubkopien von irgendwelchen Games oder Utilities. Anfangs war das ja noch legal (bzw. nicht strafbar), und man machte sich überhaupt keine Gedanken dazu. Dann wurde das Gesetz geändert und mit einem Mal war das verboten, womit wir unsere Freizeit verbracht haben. Die ganzen Games hätte man sich ja nie leisten können von seinem Taschengeld - und ehrlich gesagt, auch nicht leisten wollen - es gab unheimlich viel Schrott dabei. Einige haben sich dann eine sog. PLK zugelegt - Postlagerkarte, so was ähnliches wie ein Schließfach. Man war der Meinung, dass das Briefgeheimnis einen schützen würde.... Tat es aber nicht, einige meiner Kumpels damals wurden dann erwischt, als diese Raupkopierverstöße illegal wurden. Aber keiner hatte irgendeine Strafe bekommen, nur eine Ermahnung. Hat aber gereicht - alle in meinem engeren Bekanntenkreis haben aufgehört ne PLK zu benutzen ;-) Raubkopien waren natürlich immer noch auf dem Schulhof im Umlauf, aber es wurde weniger... wenn auch nicht viel weniger.

Mich hat damals so langsam wirklich das Coden interessiert... Ich hab angefangen Software für alles Mögliche zu schreiben: Vokabeltrainer (jedesmal wenn ich in Latein ne schlechte Note hatte, hab ich einen geschrieben, der alte war ja eh doof - also hatte ich im Laufe der Zeit echt viele Vokabeltrainer programmiert), Diskettenverwaltung (ich hatte ja auch echt viele), Spiele, Sound-Experimnte, Grafik Effekte, Demos, Demos, Demos und Demos. Demos coden war Fun - einfach nur nen Effekt testen, ne Laufschrift, Sound, Sprites.... Was auch immer. Die Dinger hatten überhaupt keinen Sinn, machten aber Spaß... toll war auch, sich den Code von anderen anzusehen, und daraus zu lernen. Das Highlight war ein Plasmaeffekt, welcher es geschafft hat, alle 4 Pixel die Farbe zu wechseln - ich hab das in Assember selbst ohne Logik oder Synchronisation nur alle 8 Pixel geschafft. Als ich mir den Code angesehen habe, und festgestellt hab, dass der Entwickler zunächst lauter "Finger-Weg"-Warnungen in den Code gepackt hat und erklärt hat, dass er illegal opcodes (also ungültige Assemberbefehle) verwendet, die "zufällig" zwei Dinge gleichzeitig machen.... rausgefunden hat er das mit Hilfe eines Oszillographen - da war mir klar - jetzt ist das Ende der Fahnenstange (für mich) erreicht.

Und dann kam der Amiga 500 - Gott, was war das ein tolles Ding. 16 Bit CPU und ein halbes Megabyte RAM (ja, liebe Kids - MEGAByte...). Dazu noch einen eigenen Prozessor (Copper) für die Grafik und einen nur fürs Kopieren von Daten im Speicher (Big/Fat Angus).Das war ein Sprung nach vorn. Mein Amiga 500 war gefühlt lange Zeit wesentlich flotter als die PCs, die mein Vater genutzt hat. So ein 268er hatte ja überhaupt keine Chance gegen den Amiga, erst ab dem 386er und auch nur mit CoProzessor wurde die Sache interessant....

Aber ich schweife ab - auf Grund meiner Erfahrungen mit dem C64 hab ich am Amiga natürlich auch sofort angefangen, Assembler zu programmieren. Das war schon was anderes, als am C64. 16Bit Adressierungen, 68000er CISC-Prozessor mit (ich glaube) alleine mehreren hundert Möglichkeiten der Speicheradressierung (relativ, Absolut, absolut, mit offset, Absolut mit offset in Register, Absolut mit offset in Speicheradresse, usw).

Da mit Assembler rumzubasteln hat eine Menge Spass gemacht, man konnte da viel besseren Sound ausgeben (16 Bit- wow - auch wenn ich nie der echte Musiker war - ich höre heute noch von Zeit zu Zeit ein paar gute alte Mods), viel schönere Grafiken anzeigen (da waren Porn-Dia-Shows echt zu erkennen - auf dem C64 waren das nur undefninierbare Pixelwolken). Der Amiga war wirklich ein echt tolles Gerät, hat wirklich spass gemacht, damit zu arbeiten. Auch hier hab ich mich mit dem mitgelieferten Basic beschäftigt - da war viel mehr möglich, als mit dem C64.

Obwohl der Amiga der bessere und coolere Computer war - mein C64 war immer noch auf meinem Schreibtisch - eigentlich immer - bis ich sowohl den Amiga als auch den C64 eingemottet hab. Wir haben damals in der Clique auch einiges mit beiden Computern gemacht. So wollte ich ein neues Kickstart ROM für den Amiga brennen, das hatte ich natürlich auf Diskette am Amiga... den Eprom-Brenner hatte ich leider nur am C64 (damals kam der auch öfters zum Einsatz). Die Daten mussten also irgendwie übertragen werden. Was doch recht kompliziert war, denn der Amiga hatte ein 3,5" laufwert, beim C64 waren es 5"... Es gab zwar auch 5" Laufwerke für den Amiga (ich hatte sogar irgendwann eines), aber das speicherte die Daten in einer viel höheren Dichte, so dass der C64 die Daten nicht lesen konnte (und umgekehrt)

in einer der üblichen Nacht-Programmier-Aktionen wurde dann ein Kabel gelötet, welches zwischen Midi-Port des Amiga und den User-Port des C64 eine Verbindung herstellte, und wir (ein Kumpel hat mir geholfen) haben in Assembler ein einfaches Datenübertragungsprotokoll entwickelt. Damit konnten wir die Daten dann übertragen... und dem Amiga ein neues Kickstart ROM verpassen... (auch wenn das ROM leider nicht komplett in den C64-Speicher gepasst hat, wir mussten es also in Häppchen übertragen und brennen - ich glaub 4x oder so).

Mensch, was hätte ich drum gegeben, wenn es damals schon Google gegeben hätte... dann hätten wir vielleicht wirklich was geiles erfinden können. So, bin ich nur zufällig auf die gleiche Lösung gekommen, wie andere. So ist mir BubbleSort eingefallen für einen meiner Vokabeltrainer... und natürlich das Netzwerkprotokoll... auch was Verschlüsselung, 3D Grafik oder Datenhaltung betrifft, hab ich mir Dinge einfallen lassen, die es schon gab.... Naja...

Der Computer meines Vaters war zwar auch spannend (und da ich mich ja angeblich "mit so Zeuch" auskenne, war ich auch dafür verantwortlich, dass das Ding funktioniert), aber der Amiga war damals echt viel leistungsfähiger als die doofen 8086 und später sogar als die 286er ... Und die ersten Bildschirme/Garfikkarten (EGA z.B.) waren ja noch Monochrom - da war der C64 sogar besser... aber es war halt kein "Profiwerkzeug".

Am geilsten fand ich schon damals die "TURBO" taste auf den PCs - damit konnte man die Taktfrequenz ändern. Sinn machte das meistens nicht, da man ja eh Geschwindigkeit wollte. Und später hat es auch nix gebracht, da selbst die "langsame" Einstellung, immer noch flott genug war, dass es auch nicht für Debugging oder so gereicht hätte. Ich hatte da mal ein Spiel, irgend ein Jump'n'Run für den 286er geschrieben. Das lief da ganz nett... auf dem späteren 486er war es unspielbar, die Monster sind innerhalb von Bruchteilen von Sekunden über die Spielfigur her gefallen. Also: Turbo Ausschalten - und siehe da - man hat immerhin 0.25 Sek überlebt - Diese Tasten waren völlig für den A...

Der Große Vorteil, den die PCs dann hatten, waren die Festplatten... ich weiß noch, als ich mit meinen Vater die erste gekauft habe - der Verkäufer sagte wörtlich: "Das sind 20 MEGA Byte - da passen ganze Bibliotheken drauf - das reicht sicherlich für die nächsten 10 Jahre". Er hatte ja sowas von unrecht - das reichte nicht mal 1 Jahr... aber ok - wer wusste das damals schon besser...?

Irgendwann habe ich dann sogar eine 512kb Speichererweiterung zusammen mit einem kleine 8086er in meinen Amiga gebaut - dann war das Ding sogar ein PC (mit Dual-Boot)... cool... dann musste ich nicht immer meinen Vater verscheuchen, wenn ich was machen wollte.

Aber fürs Programmieren fand ich den PC erst mal recht unspannend - Soundausgabe war - bis auf den Pieps-Sound - nicht so einfach möglich. Auch Grafik Ausgabe gestaltete sich ungleich komplizierter als beim Amiga - zumindest von Assembler aus. Und die Addressierungsarten der x86 wurden dann mit dem 386er und dem "Protected Mode" ja ungleich komplizierter... oder überhaupt Speicher oberhalb von 640kb ansprechen, war damals gar nicht so einfach... (zumindest fand ich das damals total unnötig... und hab mich nicht weiter damit beschäftigt, deswegen kam es mir so kompliziert vor)

Lange zeit hat man sich dann am PC rumgetrieben... viele (gute) Spiele gab es anfangs ja nicht, aber später hat der PC echt aufgeholt. Vermutlich auch deswegen, weil Comodore dann (leider seufz) Pleite ging.

Selbst damals hat mich Windows schon genervt. Das war ja selbst in der Version 3.11 nicht zu gebrauchen und vorher eigentlich auch nicht. DOS war da wesentlich besser und sogar übersichtlicher und das gute alte MS Word 6.0  (im Textmodus!) war wirklich super! Im Vergleich zu den Dingen, die danach kamen...

Denn ob man es glaub oder nicht, es gab auch eine Zeit vor Windows. Da gab es so Oberflächen wir "GeoWorks" und Konsorten. Das war damals deutlich besser als Windows - wurde aber leider nur gesondert verkauft. Wir haben damit eine ganze Weile gearbeitet und ich weine dem ganzen immer noch eine kleine Träne nach seufz Microsoft hat gewonnen....

Aber ich hatte das Glück durch meinen Nebenjob während des Studiums günstig an immer aktuelle Hardware zu kommen. Das war wirklich cool und hat eine Menge Spass gemacht. Und wie es bei den Informatikern dann nun mal ist, wird man schnell "selbständig" - man richtet Computer gegen Geld ein. Und so konnte ich auch mit Hard- und Software rumspielen, die mir sonst viel zu kostspielig waren.

Mit Linux bin ich dann in Berührung gekommen, weil ich ein PC Unix gesucht habe - und das am besten passend für den schmalen Studentengeldbeutel. Die Installation war - gelinde gesagt - abenteuerlich - 32 Diskettenimages an der Uni runterladen und mit nach Hause tragen (Vergleich: DOS zwei Disketten, Windows derer 5 glaub ich). Und es war eigentlich immer so, dass eine der letzten Disketten (so um Disk 30 rum) kaputt war und noch mal bespielt werden musste....

Ich kannte Unix ja von den Sun Workstations, und so viel mir der Einstieg nicht soooo schwer. Auch wenn ich mit Netzwerk noch nicht viel gemacht habe... das war ca. 1993 -> Linux Version 0.99 oder so.

Später habe ich in unserem Wohnheim den dämlichen Win95-Server durch linux ersetzt - Windows ist einfach alle Nase lang abgeschmiert und war so einfach unbrauchbar. Ich hatte zum Glück schon etwas Erfahrung mit Linux gesammelt und konnte das da ausweiten.

Da ich aber die ganze Zeit programmiert hatte, wollte ich da auch nicht aufhören. Ich hab mir eine Studentenversion von Visual Studio besorgt ( ich glaub das hieß damals noch anders ,Visual C++ oder so) und versucht da durch zu steigen. C/C++ war mir ja schon bekannt, aber ich hab mich echt erschreckt, als ich ein wenig hinter die MFC (Microsoft Foundation Classes) geblickt hab... das war wirklich gruselig, dieser Mix aus c und c++ - und leider wenig fehlertolerant. Kleinste Fehler führten zu totalen Systemcrashes. Ein paar Experimente mit "verlorenen" Zeigern führten dazu, dass Quellcode als Dateiname auf der Platte landete - unlöschbar unter DOS/Windows... keine Chance!

Das war der Moment, als ich entschlossen habe, mich mehr auf Linux und OS/2 zu konzentrieren. Leider hatte IBM zwar das bessere Betriebssystem, aber Microsoft einen riesigen Vorsprung und vor allem das bessere Marketing. OS/2 starb recht schnell wieder... noch mal seufz

Mich hat es damals total genervt, dass man keine Software für alle Systeme machen konnte, zum Glück hat Sun dann Java frei gegeben - das war klasse, wenn auch anfangs noch etwas langsam. Hab mich seit dem mit Java beschäftigt und auch wenn der ursprüngliche Gedanke von "run everyhwere" nicht mehr wirklich im Vordergrund steht, hat Java und die technologie dahinter sicher noch seine Daseinsberechtigung...

Obwohl ich dann mehr und mehr Java programmiert hab, hab ich eigentlich zum Arbeiten nur Linux laufen lassen. Meine lieblingsdistribution war zu Letzt "Gentoo" - einfacher als LSF aber dennoch DAS Betriebssystem für Geeks...

Dank meiner Selbständigkeit konnte ich das auch alles bei Kunden implementieren, dabei viel lernen und echt viel Spass damit gehabt...

Natürlich hab ich auch immer wieder "über den Tellerrand" geblickt und  mir ein wenig C# angeguckt. Und ich muss sagen: Microsoft, good job! Sie haben zwar Java als Basis genommen und kopiert was geht, aber eben die Fehler, die Sun in java gemacht hat ausgemerzt. Nervig ist halt, dass sie um jeden Preis "anders" sein wollten. Die Welt schreibt Methoden klein - Mircosoft schreibt sie groß! Das ist zwar einfach nur dämlich und zeigt wieder von der Attitüde von Microsoft, selbst standards definieren zu wollen, auch wenn es schon welche gibt - und das oft um jeden Preis - aber dennoch: C# und .NET waren selbst in V1.0 wirklich nicht übel. Und wenn Microsoft die Laufzeitumgebung etwas offener gestaltet hätte, hätte es Java den Rang ablaufen können. Aber so... Der über-Lacher war ja, das Microsoft behauptet hat, .NET ist plattformunabhängig - es läuft auf Windows 2000, Windows 2000 SP3, Windows XP... lol

Aber das ist ein gaaanz anderes Kapitel ;-)

Linux war ne tolle bastelei, die Desktopumgebungen (selbst vor KDE und Gnome) hatten immer tolle neue Features (wie z.B. der enlightenment - der war seiner Zeit weit voraus... und jetzt ist er ein wenig hinterher, aber immerhin verfügbar) - aber es war immer ein gebastel! Man macht ein update, dann geht der GraKa-Treiber nicht mehr... super... man macht ein Update, die Settings gehen verloren oder der KDE verhält sich anders oder der Gnome spinnt oder oder oder

Wenn man Linux auf dem Desktop verwenden will, dann sollte man entweder sehr viel Spass am Basteln haben, oder aber einfach den Stand so lassen, wie er ist und am besten nie wieder dran ändern - auch wenn das Basteln einen Großteil des Spaßes an Linux ist / war.

Ich hab in Ermangelung von anderen OS mein Windows mit Cygwin getuned, dann war wenigstens die Shell zu gebrauchen. Natürlich, wenn ich länger gearbeitet habe, wurde immer die Linux-Partition gestartet... aber ich muss auch sagen, Windows XP war so schlecht gar nicht. Und wer Zocken wollte, der brauchte halt Windows. Alle spiele kamen für den PC und evtl. noch ne Playstation / XBox raus. Und am PC halt nur für Windows.

Ich brauchte also meine Windows-Partition genauso, wie ich mein Linux gebraucht habe. Dieses ewige hin und her geboote hat mich echt genervt, auch der Zugriff auf die Linux-Partition von Windows aus ging nur so einigermaßen und ich hab mir mehr als ein Mal damit meine Partitionen zerschossen. Aber ok....

Ich hatte in dieser Zeit auch schon Kontakt mit Mac OS - Damals noch die Version 9, glaub ich - das war die Hölle, das hatte was von DOS - nur grafisch. Ok, es war leicht zu bedienen, es stürzte nichts ab - was vermutlich an dem nicht vorhandenem Speichermanagment lag. Es kann ja wohl nicht angehen, dass ein OS Ende der Neuziger noch verlangt, dass man vor dem starten einer Anwendung festlegt, wie viel Speicher die wohl braucht. Und Multitasking war ein echtes Fremdwort... ich durfte mal was runterladen auf dem Mac, also dachte ich mir, schau ich mir in der Zwischenzeit den rest des OS an... bis ich gemerkt hab, dass alle Apps per Default im Hintergrund pausieren - auch der Download! ARG... da war ja Windows bessser...

Zum Glück hat Jobs dann Apple wieder "übernommen" und die Sache in die Hand genommen.... aber ich war immer noch von Apple vergrämt...

"Die Dinger sind Designer-Stuff, viel zu teuer und wenig nutzen" - "kauft euch den Schrott bloss nicht" - "Wie kann man nur so blöd sein, sich einen Apple Computer zu kaufen" usw

Das waren Sätze, die ich so, oder so ähnlich, zu Apple-Usern gesagt habe - und dummerweise auch so gemeint hab. Klar kam dann irgendwann "OSX ist aber echt gut" und so weiter - dennoch wollte es mir nicht in den Kopf gehen, dass ein Apple so viel teurer sein muss, als ein PC von der Stange (wobei ich es eigentlich hätte besser wissen müssen: ich hab Geld damit verdient, PCs zusammenzustellen, wo die Komponenten aufeinander abgestimmt sind - und Trotz wsentlich langsamerer Taktfrequenz konnten die immer mit den GHz (bzw. damals noch Hz)-Boliden von Mediamarkt & Co mithalten - leider waren die aber dann auch doppelt so teuer).

Zum Glück kam dann Vista. Ich hab's kurz Installiert, mich geärgert und wieder XP drauf gemacht. Das war eine Frechheit, nicht zu gebrauchen. XP lief bei mir super stabil ohne Probleme, aber Vista... Haben die das ding nicht getestet?! Aber im Nachhinein - Danke Microsoft!

Vista und der Ärger darüber war der Grund, dass ich meinen ersten Mac bestellt hab - ein iMac... ich hab mir sogar einen Tag urlaub genommen, um den iMac einzurichten und .... ich hab nur knapp 15 Minuten gebraucht und alles ging... Keine Treiberinstallation, kein runterlöschen dämlicher Default-Programme und Werbung, kein Virenscanner nötig... und und und. Das ding funktionierte einfach.

Das war schon eine Offenbarung. So wollte ich eigentlich immer, das Computer funktionieren - und auf dem Mac gibt es eine Kommandozeile, die wirklich brauchbar ist: Die Bash!!!!!  Super... ich war daheim. Ein Unix mit schöner Oberfläche, einfacher Bedienung aber allen Vorteilen von Linux / Unix...

Wenn ich heute diese Trolls sehe, die sich so über die Macs / Apple aufregen, fühle ich mich sehr an meine Anfangszeiten erinnert. Klar, Macs sind teuer, aber das spart man sich 100% und mehr ein. Das ist einfach nicht zu verachten. Ich bin jetzt seit 5 Jahren Apple-User und hatte in der ganzen Zeit vermutlich 3 oder 4 echte Systemcrashes - und da lag es an defektem RAM (was ich selbst eingebaut hab - als alter PC-Schrauber muss man das ja quasi ;-)). Das lässt sich einfach nicht widerlegen! Die Dinger funktionieren... Und die Verarbeitungsqualität sucht Ihresgleichen! Ich hab mir mal die Mühe gemacht, vor 2 oder 3 Jahren, die Preise zu vergleichen zw. Sony, Apple und IBM / Lenovo. Wenn man da ähnliche Ausstattung nimmt, sind Lenovo und Sony meist gleich teuer oder sogar teurer - nur sind diese Dinger meist Plastikbomber, wohingegen die MacBooks aus Alu sind und wesentlich stabiler. (steinigt mich, wenn ihr wollt - aber so war es)

Und Software: Es gibt alles, ich dachte zuerst ich installier mir Bootcamp und Windows - aber ehrlich gesagt, ich wüsste nicht, wofür! Ich brauche keine Windows only software. Klar, wenn jemand solche Software benötigt, kann man noch mal über einen Switch nachdenken. Aber es gibt sicherlich eine Alternative...

Ich hab den Switch nicht bereut, und jeder, der fachlich Ahnung hat und mit so dämlichen Aussagen kommt wie "die sind viel zu teuer" oder so - der ist entweder nicht vom Fach oder will einfach nicht! Das ist ja auch ok, wenn einem das OS nicht gefällt, oder man gerne öfters mal einen BlueScreen sieht. Aber ich bin vom Fach, hab mehr als 20 Jahre Erfahrung und kann euch nur sagen: Glaubt diesen Trolls nicht!

Aus irgend einem Grund sehen diese Jungs die Wahl des Betriebssystems als Religion an und nehmen es als persönliche Beleidigung, wenn man was anderes sagt.

Es lebe die Vielfalt - "Wähle das Werkzeug, welches dein Problem am besten löst - passe nicht das Problem an dein Werkzeug an". Und wenn ihr nun mal Windows braucht, dann ist das ok so! Für das was ich tue (Java-Coden, Server administirieren, Datenbanken checken und remote Zugriff auf verschiedene Netze) ist ein Mac die beste Lösung und ich muss keine Kompromisse eingehen! Bei jemand anderem ist das sicherlich anders.

 

(Noch mal: jeder soll das OS nutzen, dass er will - ist mir egal, solange man deswegen nicht gleich gesteinigt wird).

Wie ging es weiter... ich hab auch in der Arbeit versucht, Macs zu nutzen, notfalls meine eigenen. Das hat auch weitgehend funktioniert, weil ich damit aus dem "Support" der eigenen IT raus war... mir recht- pfuschten die mir nicht dazwischen.

Und natürlich find ich iOS recht spannend. Ich hab mich sogar mit Objective-C beschäftigt und zumindest für mich ein paar kleine Anwendungen für Iphone & Co oder den Mac gebaut. Das geht echt gut - ist wirklich einfacher, als zum Beispiel reines C++.. und die GUI-Designer von XCode sind wirklich ok. Damit kann man schon was hin bekommen...

Ja, und da sind wir nun... mal sehen, was sich in nächster Zeit hier im Blog noch alles tut...

so stay tuned...


Kategorie: Servicewüste Deutschland

Beispiele für die Servicewüste....

Do, 18. 04. 2013 - Tags:

Kaum zu glauben, was da passiert. Passt gut zum Thema:

http://knatschtante.blogspot.de

 


Kategorie: Servicewüste Deutschland

Guter Service bei der Telekom

Do, 04. 04. 2013 - Tags: telekom

Nach dem ich ja mit Kabel Deutschland, 1und1, dem lustigen Kabel Medien Service und EON so meine negativ-Erfahrungen was die Service-Qualität in Deutschland betrifft, gemacht habe, heute mal was positives.

Ich wollte mich über meinen Internetzugang schlau machen, sehen, ob evtl. eine feste IP Adresse möglich ist, bzw. was das kostet. Und ich staune nicht schlecht - es scheint VDSL endlich hier zu geben.

Ich hab also bei der Hotline angerufen um das ganze mal zu klären. Die Dame an der Strippe war echt nett, hat mich sehr kompetent und zuvorkommend beraten. Das war wirklich mal eines der wenigen Male, dass ich nicht in einer Hotline mehr oder minder aggressiv bequatscht wurde, doch den Super-Duper-Vertrag mit den Super-Hyper-Vorteilen abzuschließen.

Nein, sie war sehr nett und trotzt des offensichtlichen Anrufaufkommens hat sie sich wirklich Zeit genommen, mir zu helfen.

Das Ende vom Lied: ich zahle weniger und bekomme ein schnelleres Internet - was will man mehr?

Gut so Telekom - weiter so!

Denn leider ist das auch bei der Telekom nicht wirklich immer so...


Kategorie: Computer

Serverumzug abgeschlossen

Do, 04. 04. 2013 - Tags:

zugegebenermassen schon vor einer ganzen Weile - ein paar Tage lang war hier nicht alles auf dem aktuellsten stand, aber jetzt läuft wieder alles.

Der Grund für den Umzug waren diese Gründe:

  1. eine Neu-Installation des Servers war dringend nötig, durch rumgebastel und viel ausprobieren war das Betriebssystem einfach nur noch "verwurschtelt"... alles runter schmeißen, was nicht mehr aktuell war hätte länger gedauert, als alles wieder zurückzuspielen...
  2. Der dedicated root server war so nicht gesichert, d.h. wenn er ausgefallen wäre, wäre der Server und das Blog einfach weg gewesen. Deswegen der Umzug auf eine virtuelle Maschine
  3. Kosten - ein virtueller Server kostet, wenn man mit wenigen Resourcen aus kommt, deutlich weniger. Im Moment zahle ich so nur noch 35%...
klar, so ne eigene Maschine hat schon was, und dennoch... bin froh, umgestiegen zu sein.

Der Umzug der Daten war recht einfach... für diejenigen unter euch, die noch nie ein Linux umgezogen haben, hier eine kleine Anleitung.

Es ist immer gut, dass das Zielsystem und das Quellsystem sich einigermaßen ähneln, am besten die selbe Distribution. Dann kann man nämlich einfach "so" die Config-Dateien aus /etc kopieren und voila... leider geht das nicht immer und selbst wenn man die Distribution gleich lässt, ist es nicht garantiert, dass wieder alles geht.

In meinem Fall ging es auch nicht. Denn: auf dem Debian (Quell-)System gab es für einige Software keine Pakete in der richtigen Version, deswegen hab ich sie halt kurzer Hand selbst kompiliert und installiert - quasi "am Paketsystem der Distribution vorbei".

Das geht recht leicht, macht einen Serverumzug aber schwieriger... ich wollte wieder zurück zu einer guten Paketbasis, die sich auch verwalten lässt, deswegen bin ich auch auf Ubuntu 10.4 LTS umgezogen (12 ging leider nicht, wg. der Virtuellen Umgebung bei 1und1)..

Im endeffekt lief der Umzug aber problemlos:

  • Daten backup des alten Servers (hauptsächlich /home/)
  • neuen server aufsetzen, software Pakete installieren (Dovecot imap/s, MySQL, Apache+PHP5, Postfix, SpamAssassin)
  • User anlegen (also, die echten User, nicht systemuser wie postfix oder so). Die Passwörter kann man dabei übrigens kopieren, stehen verschlüsselt in /etc/shadow
  • root login auf dem neuen Server per ssh erst mal erlauben - aber dennoch mit einem guten Passwort (wenn der Server schon online ist). Da man für den Umzug eine ganze menge an zugriffen von Server alt auf ServerNeu hat, kann man das ganze auch mit einem ssh-Key authentifizieren.
    ssh-keygen -t dsa -b 2048 
    #Passwort vergeben
    scp .ssh/id_dsa.pub serverNeu:/root/.ssh/authorized_keys
    ssh-agent > ssh-agent.inc
    . ./ssh-agent.inc
    ssh-add
    #Passwort eingeben
  • Damit erstellt man einen ssh-key, der mit einem Passwort geschützt ist. Der Public-Key wird auf den neuen Server kopiert, an die richtige stelle (das Zeilverzeichnis /root/.ssh muss schon exisiteren, also ggf anlegen). Dort sorgt er dafür, dass wenn man sich als User Root anmelden will, die Authentifizierung auch über den Key geht. Das passwort des Key müsste man jetzt bei jedem Verbindungsaufbau zum neuen Server eingeben, das ist natürlich nervig. Dafür gibt es den SSH-Agent: der läuft als Daemon im Hintergrund und hält den schlüssel im Speicher. startet man den SSH-Agent und sagt mit ssh-add man möchte einen Key bereit stellen, wird man nur noch ein Mal nach dem Kennwort für diesen Key gefragt, dann nicht mehr. Das vereinfacht die Arbeit sehr. Falls die Key-authentifizierung doch nicht funktionieren sollte, schaut auf dem neuen Server mal, ob das file die richtige Berechtigung hat. Das Verzeichnis .ssh und die authorized_keys sollten nur vom user und sonst niemandem les- und schreibbar sein.. für das Verzeichnis also
    chmod 700 .ssh
    für das file entsprechend
    chmod 600 .ssh/authorized_keys
  • die Daten vom alten Server übertragen. Haupsächlich wichtig dabei ist alles was in /home ist, normalerweise sollte es sonst keine User-Daten geben. Geht recht einfach mit SCP oder, wenn die Verbindung nicht stabil sein sollte, auch per rsync
  • eigene Skripts und Verbesserungen kopieren. Z.B. die Skripte für das Training des SpamFilters
  • ACHTUNG: nicht vergessen, den Besitzer der Home-Verzeichnisse anzupassen. Die ID ist nicht unbedingt die selbe, weshalb es evtl zu Problemen kommen kann.
  • Dann kommt der schwierige Teil: die Konfigurationen übertragen. Das geht in einigen fällen recht einfach (bei ssh z.B. - die Syntax war identisch, konnte also einfach kopiert werden), bei postfix und dovecot gestaltete sich das etwas komplizierter. Ich bin so vorgegangen: das Verzeichnis /etc/ vom quellsystem auf das Zielsystem übertragen, aber in ein anderes Verzeichnis (z.B. /work-etc). Dann die notwendigen konfigurationen "sinngemäß" übertragen. dummerweise ging ein kopieren nicht, weil sich auf Grund von Versionssprüngen die Syntax einiger Files geändert hat und vor allem auf Grund des Distributionswechsels die Pfade nicht identisch sind. Das hat am meisten Zeit gebraucht.
  • Jeden Dienst einzeln übertragen, einen nach dem anderen ans laufen bekommen. Das ganze hat sich vor allem mit Postfix + Dovecot als etwas schwierig herausgestellt.
  • Features, die im  alten System nicht benutzt wurden (procmail z.B.) ausschalten
  • Konfigurationsleichen entfernen (so viele Files, die eigentlich gar nicht benötigt werden... vereinfacht alles bei der nächsten Migration).
  • Backup einrichten
  • DNS umstellen und warten (dauert leider mind. 1 Tag bis alle es gemerkt haben)
  • 2 Tage später noch fehlende Daten (z.B. mails) übertragen. Rsync ist hier sehr hilfreich. Folgende kleine Schleife kopiert alle noch fehlenden Mails vom alten System aus auf das neue. Man muss als root eingeloggt sein (logisch):
    for i in /home/*/Maildir do
       rsync -avuz $i/ serverNeu:/$i/
    done
  • den alten Server abschalten
  • checken ob sudo oder su auf dem neuen Server gehen
  • direktes ssh-root-login auf dem neuen Server ausschalten.
  • voilá
Und der nächste Umzug kommt bestimmt. Ich hab heute erfahren, dass ich hier _endlich_ schnelles Internet bekommen kann. Mit einer Festen IP-Adresse könnte man das ganze ja wirklich lokal hosten... zumal die Backups aller businessrelevanten Daten eh hier landen.... mal überlegen...

 


Kategorie: Linux/Unix --> Computer

Servermigration in progress...

Sa, 02. 03. 2013 - Tags:

Das kann immer mal wieder zu problemen kommen im Laufe des Wochenendes, aber bisher sieht noch alles gut aus...


Kategorie: Apple --> Computer

Wo komm ich her? Zumindest IT-Technisch...

Mi, 20. 02. 2013 - Tags:

Aufgrund eines Todesfalles in der Familie kommt man doch schnell mal zum nachdenken... wo komm ich her, wie wurde ich zu dem, der ich bin. Und zumindest die Geek-Werdung ist eine interessante Geschichte (denke ich).

Tja, wie fange ich da nur an... Da es hier um den Geek in mir geht, vermutlich beim ersten Computer. Den bekam ich, da war ich gerade mal um die 9 Jahre alt. Es war ein C64 der ersten Bauart - nagelneu, gerade erst vorgestellt. Ich weiß noch genau, dass ich da gleich von Anfang an super fasziniert war von dem Ding. Und leider auch echt unwissend. Ich erinnere mich noch gut an meine ersten recht kläglichen Versuche, mit dem C64 zu kommunizieren und ihn irgendwas machen zu lassen. Immerhin hatte ich ja schon "Raumschiff Enterprise" gesehen, kann ja nicht allzu schwer sein... Das dachte ich zumindest, aber als der Brotkasten auf mein, mühsam im Zwei-Finger-Kreise-und-such-System eingetipptes "Hallo Computer" (Gross-/Kleinschreibung bitte ignorieren, das war damals ja nur Gross geschrieben) nur mit einem lapidaren "Syntax Error" antwortete.... Da wusste ich, ich sollte doch mal das Handbuch lesen - eine von mir zutiefst gehasste Tätigkeit. Schon damals. (übrigens, der Versuch statt dem Hallo die englische Form Hello zu verwenden, brachte auch nicht den gewünschten Erfolg.)

Zum Glück gab es noch andere Geeks in der Umgebung und irgendwann hatte ich die ersten Games über meine Datasette (auch so ein tolles Wort - eigentlich war das nur ein Kassenttenlaufwerk. Für die Jüngeren unter euch: darauf hat man früher mal Musik gespeichert, der Vorgänger der CD sozusagen) geladen. Krass, was da plötzlich über den Bildschirm flimmerte... Super.... Fortan war ich viel mit Zocken beschäftigt! Erfreulicherweise (empfand ich damals anders, aber in der Retrospektive war es doch gut) waren die Ladezeiten lang genug, um auch noch Hausaufgaben machen zu können. ;-) Und die Ladezeiten waren selbst mit dem sog. "FastLoader" immer noch unterirdisch (so 100kb in 10 Minuten - langsamer als Edge am Telefon).

Aber das allerbeste an der Datasette war, dass es die Programme ja auf normale Kasetten gespeichert hat - Leerkassetten konnte man recht günstig in jedem Laden erstehen und darauf dann seine Progrämmchen speichern... oder eben die Programme von einem Kumpel.

Kaufen konnte man die Kasetten auch - da waren tools games oder sonst was drauf. Schlimm war es nur, wenn man so eine Kasette aus Versehen mal anhören wollte - da ist so manche Box zu bruch gegangen. Irgendwann Mitte-/Ende der 80er kamen dann Doppelkassettendecks auf. Die waren ursprünglich gedacht, um sich z.B. aus gekaufen Audio-Kassetten einzelne Lieder zusammenzukopieren. Aber man konnte damit auch Daten-Kassetten kopieren - man musste allerdings ein wenig rumbasteln.

Die Datasette liest die Daten ja analog von dem Magnetband der Kassette. Und da ist dann schon die Qualität wichtig. Und wenn man ein billiges Doppel-Kassettendeck hatte, musste man an der Position der Abnehmers der Datasette ein wenig rumschrauben, damit die so kopierten Games auch geladen werden konnten (das passierte auch, wenn man von nem Kumpel ne Kassette bekam).

Alles in allem waren die Ladezeiten aber echt übel.. man saß da wirklich mehrere Minuten (gefühlte Stunden) bis so ein Programm mal geladen war.

Irgendwann wurde mir das ewige Zocken aber zu blöd, ich wollte wissen, wie denn diese Grafiken auf den Bildschirm kommen.... Und hab mir kurzerhand mal BASIC beigebracht - aus dem Handbuch! Das war noch so ziemlich am Anfang, Keine Ahnung, wie ich das gemacht habe, ich weiß auch noch genau, dass es eine Menge Fehler in dem Handbuch gab, die ich natürlich in meinem Exemplar korrigiert hab.

Nach ein paar Wochen intensiven Lernens hatte ich endlich meinen ersten Sprite auf dem Bildschirm. Als größte Hürde stellte sich dabei das Binärsystem heraus, das mich als 10 oder 11 Jährigem dann doch vor eine intellektuelle Herausforderung stellte. Aber irgendwann ging es. Der Sprite war da. Und sollte eigentlich von links nach rechts über den Bildschirm wandern. Das Tat er auch, er brauchte dazu jedoch knapp 1 Minute.

Das war krass, wie können denn Games flüssige Grafik und Animationen zeigen und der Sprite bewegt sich hier nur extrem langsam... Selbst wenn ich die Schrittweite erhöht hatte dauerte es immer noch viel zu lang. Und irgendwann sah es einfach nur noch unrund aus. Ein wenig Recherche bei meinen Geek-Kumpanen brachte damals ans Licht, dass es wohl noch "Assembler" als Sprache gibt, die man für so was lernen muss. Ok, also hab ich angefangen, C64 Assembler zu programmieren.... Aber das war gar nicht so leicht, in der Gegend, wo wir damals gewohnt haben, gab es auch nicht so viele Geeks, die mir helfen konnten (oder zu denen ich einen guten Draht hatte). Das änderte sich erst nach dem Umzug.

Die Datasette war fürchterlich lahm und unpraktisch. Zum Glück sah das auch mein Vater so und kaum ein Jahr späte bekam ich das passende Floppylaufwerk (den Kennern wird die 1541 ein Begriff sein) dazu - die Ladezeiten waren immer noch recht hoch, aber um einiges besser als mit dem blöden Kassetten-Ding namens Datasette. Und die größte Neuerung war ja, dass es jetzt ein Inhaltsverzeichnis gab, und man sich die Datei, die man laden wollte aussuchen konnte. Ja ja, das ging theoretisch auch mit der Datasette: Zählerstand notieren, und dann entsprechend hin- bzw herspulen. Nicht wirklich schnell, bequem oder einfach (vor allem, wenn die Zähler von Datasette zu Datasette abweichten und man nich "einfach so" eine Kassette von nem Kumpel nutzen konnte). Aber so eine Floppy hatte schon was... Wow.... Das waren Neuerungen... Immerhin hatte die 1541 ja den gleichen Prozessor und die gleiche Ram-Ausstattung wie der C64 selbst - fehlte eigentlich nur noch ein TV-out und man hätte die erste Spieleconsole gehabt... aber ok... meine Schwester hatte ja zum Glück noch so was wie ein NES (oder wie das damals hieß) bekommen - er hatte aber viel weniger Games, als ich... tja...

Erst als ich mir ein sog. Parallelkabel an den C64 gebaut hab, wurden die Ladezeiten flott. Das ging dann so schnell, dass meine Noten in der Schule echt gelitten hatten. Selbst beim Kopieren von Floppy-Disks musste man zwischendurch einige Minuten warten... die Beste Gelegenheit um ein paar Aufgaben der Hausaufgabe zu erledigen. Mit dem Parallelkabel schrumpften diese paar Minuten aber auf wenige Sekunden - in der Zeit hatte ich kaum die richtige Seite im Buch aufgeschlagen, geschweige denn irgendwas gemacht. Und nach dem Kopieren war halt vor dem Zocken, ist ja klar.

Das Programmieren wurde immer interessanter, insbesondere 8-Bit-Assembler machte echt Spass. An der neuen Schule gab es dann auch ein paar genauso Verrückte wie mich, mit denen man sich dann nach der Schule zum Coden getroffen hatte.  Das ging ja auch so weit ganz gut, Zeitschriften wie "C64" und "Happy Computer" haben natürlich auch geholfen. Insbesondere die darin abgedruckten Programme, die man dann mühsam abgetippt hat. Später ja sogar irgendwelche Hexdumps mit Prüfsummen - wir hatten echt zu viel Zeit, gab ja nur 3 Programme im TV ;-)

Wir haben jeden Monat (und später alle 2 Wochen) gebannt im Schreibwarenladen gestannden, die akutelle Ausgabe der C64 oder Happy Computer in Händen gehalten und unser Taschengeld dafür zusammengekratzt... die meisten anderen waren da auf Kicker oder so scharf... naja... wir waren/sind eben Geeks.

Das war eine geile Zeit, man kannte jedes Bit beim Vornamen, hat rumexperimentiert mit allem Möglichen und nicht mal vor Lötkolben und Lötzinn halt gemacht. Da habe ich viel mehr über Computer und deren Funktionsweise gelernt, als im Studium - aber dazu kommen wir noch. Und mein C64 sah gegen Ende dieser Zeit so aus, als wäre aus Raumschiff Enterprise - Ein Knopf hier, ein Taster da, eine Anzeige dort... aber das war toll..

Klar, man hat auch gespielt und die aktuellen Games gezockt, teilweise noch am Kopierschutz rumgefingert und evtl. sein Demo davor gesetzt und das Machwerk dann ganz stolz seinen Kumpels gezeigt. Damals war das noch nicht strafbar.... Schon gar nicht, wenn man es daheim gemacht hat, man hatte ja kein Internet und so was, über das man das hätte verteilen können. Und die BBS-Systeme und sog. "Mailboxen" kamen so langsam erst in Mode... und mit dem 300 Baud Akkustikkoppler am C64 machte das Downloaden auch nicht wirklich viel Spass... das kam eigentlich erst am PC so richtig in Fahrt.

Klar - jeder, der damals einen C64 hatte, hatte Raubkopien von irgendwelchen Games oder Utilities. Anfangs war das ja noch legal (bzw. nicht strafbar), und man machte sich überhaupt keine Gedanken dazu. Dann wurde das Gesetz geändert und mit einem Mal war das verboten, womit wir unsere Freizeit verbracht haben. Die ganzen Games hätte man sich ja nie leisten können von seinem Taschengeld - und ehrlich gesagt, auch nicht leisten wollen - es gab unheimlich viel Schrott dabei. Einige haben sich dann eine sog. PLK zugelegt - Postlagerkarte, so was ähnliches wie ein Schließfach. Man war der Meinung, dass das Briefgeheimnis einen schützen würde.... Tat es aber nicht, einige meiner Kumpels damals wurden dann erwischt, als diese Raupkopierverstöße illegal wurden. Aber keiner hatte irgendeine Strafe bekommen, nur eine Ermahnung. Hat aber gereicht - alle in meinem engeren Bekanntenkreis haben aufgehört ne PLK zu benutzen ;-) Raubkopien waren natürlich immer noch auf dem Schulhof im Umlauf, aber es wurde weniger... wenn auch nicht viel weniger.

Mich hat damals so langsam wirklich das Coden interessiert... Ich hab angefangen Software für alles Mögliche zu schreiben: Vokabeltrainer (jedesmal wenn ich in Latein ne schlechte Note hatte, hab ich einen geschrieben, der alte war ja eh doof - also hatte ich im Laufe der Zeit echt viele Vokabeltrainer programmiert), Diskettenverwaltung (ich hatte ja auch echt viele), Spiele, Sound-Experimnte, Grafik Effekte, Demos, Demos, Demos und Demos. Demos coden war Fun - einfach nur nen Effekt testen, ne Laufschrift, Sound, Sprites.... Was auch immer. Die Dinger hatten überhaupt keinen Sinn, machten aber Spaß... toll war auch, sich den Code von anderen anzusehen, und daraus zu lernen. Das Highlight war ein Plasmaeffekt, welcher es geschafft hat, alle 4 Pixel die Farbe zu wechseln - ich hab das in Assember selbst ohne Logik oder Synchronisation nur alle 8 Pixel geschafft. Als ich mir den Code angesehen habe, und festgestellt hab, dass der Entwickler zunächst lauter "Finger-Weg"-Warnungen in den Code gepackt hat und erklärt hat, dass er illegal opcodes (also ungültige Assemberbefehle) verwendet, die "zufällig" zwei Dinge gleichzeitig machen.... rausgefunden hat er das mit Hilfe eines Oszillographen - da war mir klar - jetzt ist das Ende der Fahnenstange (für mich) erreicht.

Und dann kam der Amiga 500 - Gott, was war das ein tolles Ding. 16 Bit CPU und ein halbes Megabyte RAM (ja, liebe Kids - MEGAByte...). Dazu noch einen eigenen Prozessor (Copper) für die Grafik und einen nur fürs Kopieren von Daten im Speicher (Big/Fat Angus).Das war ein Sprung nach vorn. Mein Amiga 500 war gefühlt lange Zeit wesentlich flotter als die PCs, die mein Vater genutzt hat. So ein 268er hatte ja überhaupt keine Chance gegen den Amiga, erst ab dem 386er und auch nur mit CoProzessor wurde die Sache interessant....

Aber ich schweife ab - auf Grund meiner Erfahrungen mit dem C64 hab ich am Amiga natürlich auch sofort angefangen, Assembler zu programmieren. Das war schon was anderes, als am C64. 16Bit Adressierungen, 68000er CISC-Prozessor mit (ich glaube) alleine mehreren hundert Möglichkeiten der Speicheradressierung (relativ, Absolut, absolut, mit offset, Absolut mit offset in Register, Absolut mit offset in Speicheradresse, usw).

Da mit Assembler rumzubasteln hat eine Menge Spass gemacht, man konnte da viel besseren Sound ausgeben (16 Bit- wow - auch wenn ich nie der echte Musiker war - ich höre heute noch von Zeit zu Zeit ein paar gute alte Mods), viel schönere Grafiken anzeigen (da waren Porn-Dia-Shows echt zu erkennen - auf dem C64 waren das nur undefninierbare Pixelwolken). Der Amiga war wirklich ein echt tolles Gerät, hat wirklich spass gemacht, damit zu arbeiten. Auch hier hab ich mich mit dem mitgelieferten Basic beschäftigt - da war viel mehr möglich, als mit dem C64.

Obwohl der Amiga der bessere und coolere Computer war - mein C64 war immer noch auf meinem Schreibtisch - eigentlich immer - bis ich sowohl den Amiga als auch den C64 eingemottet hab. Wir haben damals in der Clique auch einiges mit beiden Computern gemacht. So wollte ich ein neues Kickstart ROM für den Amiga brennen, das hatte ich natürlich auf Diskette am Amiga... den Eprom-Brenner hatte ich leider nur am C64 (damals kam der auch öfters zum Einsatz). Die Daten mussten also irgendwie übertragen werden. Was doch recht kompliziert war, denn der Amiga hatte ein 3,5" laufwert, beim C64 waren es 5"... Es gab zwar auch 5" Laufwerke für den Amiga (ich hatte sogar irgendwann eines), aber das speicherte die Daten in einer viel höheren Dichte, so dass der C64 die Daten nicht lesen konnte (und umgekehrt)

in einer der üblichen Nacht-Programmier-Aktionen wurde dann ein Kabel gelötet, welches zwischen Midi-Port des Amiga und den User-Port des C64 eine Verbindung herstellte, und wir (ein Kumpel hat mir geholfen) haben in Assembler ein einfaches Datenübertragungsprotokoll entwickelt. Damit konnten wir die Daten dann übertragen... und dem Amiga ein neues Kickstart ROM verpassen... (auch wenn das ROM leider nicht komplett in den C64-Speicher gepasst hat, wir mussten es also in Häppchen übertragen und brennen - ich glaub 4x oder so).

Mensch, was hätte ich drum gegeben, wenn es damals schon Google gegeben hätte... dann hätten wir vielleicht wirklich was geiles erfinden können. So, bin ich nur zufällig auf die gleiche Lösung gekommen, wie andere. So ist mir BubbleSort eingefallen für einen meiner Vokabeltrainer... und natürlich das Netzwerkprotokoll... auch was Verschlüsselung, 3D Grafik oder Datenhaltung betrifft, hab ich mir Dinge einfallen lassen, die es schon gab.... Naja...

Der Computer meines Vaters war zwar auch spannend (und da ich mich ja angeblich "mit so Zeuch" auskenne, war ich auch dafür verantwortlich, dass das Ding funktioniert), aber der Amiga war damals echt viel leistungsfähiger als die doofen 8086 und später sogar als die 286er ... Und die ersten Bildschirme/Garfikkarten (EGA z.B.) waren ja noch Monochrom - da war der C64 sogar besser... aber es war halt kein "Profiwerkzeug".

Am geilsten fand ich schon damals die "TURBO" taste auf den PCs - damit konnte man die Taktfrequenz ändern. Sinn machte das meistens nicht, da man ja eh Geschwindigkeit wollte. Und später hat es auch nix gebracht, da selbst die "langsame" Einstellung, immer noch flott genug war, dass es auch nicht für Debugging oder so gereicht hätte. Ich hatte da mal ein Spiel, irgend ein Jump'n'Run für den 286er geschrieben. Das lief da ganz nett... auf dem späteren 486er war es unspielbar, die Monster sind innerhalb von Bruchteilen von Sekunden über die Spielfigur her gefallen. Also: Turbo Ausschalten - und siehe da - man hat immerhin 0.25 Sek überlebt - Diese Tasten waren völlig für den A...

Der Große Vorteil, den die PCs dann hatten, waren die Festplatten... ich weiß noch, als ich mit meinen Vater die erste gekauft habe - der Verkäufer sagte wörtlich: "Das sind 20 MEGA Byte - da passen ganze Bibliotheken drauf - das reicht sicherlich für die nächsten 10 Jahre". Er hatte ja sowas von unrecht - das reichte nicht mal 1 Jahr... aber ok - wer wusste das damals schon besser...?

Irgendwann habe ich dann sogar eine 512kb Speichererweiterung zusammen mit einem kleine 8086er in meinen Amiga gebaut - dann war das Ding sogar ein PC (mit Dual-Boot)... cool... dann musste ich nicht immer meinen Vater verscheuchen, wenn ich was machen wollte.

Aber fürs Programmieren fand ich den PC erst mal recht unspannend - Soundausgabe war - bis auf den Pieps-Sound - nicht so einfach möglich. Auch Grafik Ausgabe gestaltete sich ungleich komplizierter als beim Amiga - zumindest von Assembler aus. Und die Addressierungsarten der x86 wurden dann mit dem 386er und dem "Protected Mode" ja ungleich komplizierter... oder überhaupt Speicher oberhalb von 640kb ansprechen, war damals gar nicht so einfach... (zumindest fand ich das damals total unnötig... und hab mich nicht weiter damit beschäftigt, deswegen kam es mir so kompliziert vor)

Lange zeit hat man sich dann am PC rumgetrieben... viele (gute) Spiele gab es anfangs ja nicht, aber später hat der PC echt aufgeholt. Vermutlich auch deswegen, weil Comodore dann (leider seufz) Pleite ging.

Selbst damals hat mich Windows schon genervt. Das war ja selbst in der Version 3.11 nicht zu gebrauchen und vorher eigentlich auch nicht. DOS war da wesentlich besser und sogar übersichtlicher und das gute alte MS Word 6.0  (im Textmodus!) war wirklich super! Im Vergleich zu den Dingen, die danach kamen...

Denn ob man es glaub oder nicht, es gab auch eine Zeit vor Windows. Da gab es so Oberflächen wir "GeoWorks" und Konsorten. Das war damals deutlich besser als Windows - wurde aber leider nur gesondert verkauft. Wir haben damit eine ganze Weile gearbeitet und ich weine dem ganzen immer noch eine kleine Träne nach seufz Microsoft hat gewonnen....

Aber ich hatte das Glück durch meinen Nebenjob während des Studiums günstig an immer aktuelle Hardware zu kommen. Das war wirklich cool und hat eine Menge Spass gemacht. Und wie es bei den Informatikern dann nun mal ist, wird man schnell "selbständig" - man richtet Computer gegen Geld ein. Und so konnte ich auch mit Hard- und Software rumspielen, die mir sonst viel zu kostspielig waren.

Mit Linux bin ich dann in Berührung gekommen, weil ich ein PC Unix gesucht habe - und das am besten passend für den schmalen Studentengeldbeutel. Die Installation war - gelinde gesagt - abenteuerlich - 32 Diskettenimages an der Uni runterladen und mit nach Hause tragen (Vergleich: DOS zwei Disketten, Windows derer 5 glaub ich). Und es war eigentlich immer so, dass eine der letzten Disketten (so um Disk 30 rum) kaputt war und noch mal bespielt werden musste....

Ich kannte Unix ja von den Sun Workstations, und so viel mir der Einstieg nicht soooo schwer. Auch wenn ich mit Netzwerk noch nicht viel gemacht habe... das war ca. 1993 -> Linux Version 0.99 oder so.

Später habe ich in unserem Wohnheim den dämlichen Win95-Server durch linux ersetzt - Windows ist einfach alle Nase lang abgeschmiert und war so einfach unbrauchbar. Ich hatte zum Glück schon etwas Erfahrung mit Linux gesammelt und konnte das da ausweiten.

Da ich aber die ganze Zeit programmiert hatte, wollte ich da auch nicht aufhören. Ich hab mir eine Studentenversion von Visual Studio besorgt ( ich glaub das hieß damals noch anders ,Visual C++ oder so) und versucht da durch zu steigen. C/C++ war mir ja schon bekannt, aber ich hab mich echt erschreckt, als ich ein wenig hinter die MFC (Microsoft Foundation Classes) geblickt hab... das war wirklich gruselig, dieser Mix aus c und c++ - und leider wenig fehlertolerant. Kleinste Fehler führten zu totalen Systemcrashes. Ein paar Experimente mit "verlorenen" Zeigern führten dazu, dass Quellcode als Dateiname auf der Platte landete - unlöschbar unter DOS/Windows... keine Chance!

Das war der Moment, als ich entschlossen habe, mich mehr auf Linux und OS/2 zu konzentrieren. Leider hatte IBM zwar das bessere Betriebssystem, aber Microsoft einen riesigen Vorsprung und vor allem das bessere Marketing. OS/2 starb recht schnell wieder... noch mal seufz

Mich hat es damals total genervt, dass man keine Software für alle Systeme machen konnte, zum Glück hat Sun dann Java frei gegeben - das war klasse, wenn auch anfangs noch etwas langsam. Hab mich seit dem mit Java beschäftigt und auch wenn der ursprüngliche Gedanke von "run everyhwere" nicht mehr wirklich im Vordergrund steht, hat Java und die technologie dahinter sicher noch seine Daseinsberechtigung...

Obwohl ich dann mehr und mehr Java programmiert hab, hab ich eigentlich zum Arbeiten nur Linux laufen lassen. Meine lieblingsdistribution war zu Letzt "Gentoo" - einfacher als LSF aber dennoch DAS Betriebssystem für Geeks...

Dank meiner Selbständigkeit konnte ich das auch alles bei Kunden implementieren, dabei viel lernen und echt viel Spass damit gehabt...

Natürlich hab ich auch immer wieder "über den Tellerrand" geblickt und  mir ein wenig C# angeguckt. Und ich muss sagen: Microsoft, good job! Sie haben zwar Java als Basis genommen und kopiert was geht, aber eben die Fehler, die Sun in java gemacht hat ausgemerzt. Nervig ist halt, dass sie um jeden Preis "anders" sein wollten. Die Welt schreibt Methoden klein - Mircosoft schreibt sie groß! Das ist zwar einfach nur dämlich und zeigt wieder von der Attitüde von Microsoft, selbst standards definieren zu wollen, auch wenn es schon welche gibt - und das oft um jeden Preis - aber dennoch: C# und .NET waren selbst in V1.0 wirklich nicht übel. Und wenn Microsoft die Laufzeitumgebung etwas offener gestaltet hätte, hätte es Java den Rang ablaufen können. Aber so... Der über-Lacher war ja, das Microsoft behauptet hat, .NET ist plattformunabhängig - es läuft auf Windows 2000, Windows 2000 SP3, Windows XP... lol

Aber das ist ein gaaanz anderes Kapitel ;-)

Linux war ne tolle bastelei, die Desktopumgebungen (selbst vor KDE und Gnome) hatten immer tolle neue Features (wie z.B. der enlightenment - der war seiner Zeit weit voraus... und jetzt ist er ein wenig hinterher, aber immerhin verfügbar) - aber es war immer ein gebastel! Man macht ein update, dann geht der GraKa-Treiber nicht mehr... super... man macht ein Update, die Settings gehen verloren oder der KDE verhält sich anders oder der Gnome spinnt oder oder oder

Wenn man Linux auf dem Desktop verwenden will, dann sollte man entweder sehr viel Spass am Basteln haben, oder aber einfach den Stand so lassen, wie er ist und am besten nie wieder dran ändern - auch wenn das Basteln einen Großteil des Spaßes an Linux ist / war.

Ich hab in Ermangelung von anderen OS mein Windows mit Cygwin getuned, dann war wenigstens die Shell zu gebrauchen. Natürlich, wenn ich länger gearbeitet habe, wurde immer die Linux-Partition gestartet... aber ich muss auch sagen, Windows XP war so schlecht gar nicht. Und wer Zocken wollte, der brauchte halt Windows. Alle spiele kamen für den PC und evtl. noch ne Playstation / XBox raus. Und am PC halt nur für Windows.

Ich brauchte also meine Windows-Partition genauso, wie ich mein Linux gebraucht habe. Dieses ewige hin und her geboote hat mich echt genervt, auch der Zugriff auf die Linux-Partition von Windows aus ging nur so einigermaßen und ich hab mir mehr als ein Mal damit meine Partitionen zerschossen. Aber ok....

Ich hatte in dieser Zeit auch schon Kontakt mit Mac OS - Damals noch die Version 9, glaub ich - das war die Hölle, das hatte was von DOS - nur grafisch. Ok, es war leicht zu bedienen, es stürzte nichts ab - was vermutlich an dem nicht vorhandenem Speichermanagment lag. Es kann ja wohl nicht angehen, dass ein OS Ende der Neuziger noch verlangt, dass man vor dem starten einer Anwendung festlegt, wie viel Speicher die wohl braucht. Und Multitasking war ein echtes Fremdwort... ich durfte mal was runterladen auf dem Mac, also dachte ich mir, schau ich mir in der Zwischenzeit den rest des OS an... bis ich gemerkt hab, dass alle Apps per Default im Hintergrund pausieren - auch der Download! ARG... da war ja Windows bessser...

Zum Glück hat Jobs dann Apple wieder "übernommen" und die Sache in die Hand genommen.... aber ich war immer noch von Apple vergrämt...

"Die Dinger sind Designer-Stuff, viel zu teuer und wenig nutzen" - "kauft euch den Schrott bloss nicht" - "Wie kann man nur so blöd sein, sich einen Apple Computer zu kaufen" usw

Das waren Sätze, die ich so, oder so ähnlich, zu Apple-Usern gesagt habe - und dummerweise auch so gemeint hab. Klar kam dann irgendwann "OSX ist aber echt gut" und so weiter - dennoch wollte es mir nicht in den Kopf gehen, dass ein Apple so viel teurer sein muss, als ein PC von der Stange (wobei ich es eigentlich hätte besser wissen müssen: ich hab Geld damit verdient, PCs zusammenzustellen, wo die Komponenten aufeinander abgestimmt sind - und Trotz wsentlich langsamerer Taktfrequenz konnten die immer mit den GHz (bzw. damals noch Hz)-Boliden von Mediamarkt & Co mithalten - leider waren die aber dann auch doppelt so teuer).

Zum Glück kam dann Vista. Ich hab's kurz Installiert, mich geärgert und wieder XP drauf gemacht. Das war eine Frechheit, nicht zu gebrauchen. XP lief bei mir super stabil ohne Probleme, aber Vista... Haben die das ding nicht getestet?! Aber im Nachhinein - Danke Microsoft!

Vista und der Ärger darüber war der Grund, dass ich meinen ersten Mac bestellt hab - ein iMac... ich hab mir sogar einen Tag urlaub genommen, um den iMac einzurichten und .... ich hab nur knapp 15 Minuten gebraucht und alles ging... Keine Treiberinstallation, kein runterlöschen dämlicher Default-Programme und Werbung, kein Virenscanner nötig... und und und. Das ding funktionierte einfach.

Das war schon eine Offenbarung. So wollte ich eigentlich immer, das Computer funktionieren - und auf dem Mac gibt es eine Kommandozeile, die wirklich brauchbar ist: Die Bash!!!!!  Super... ich war daheim. Ein Unix mit schöner Oberfläche, einfacher Bedienung aber allen Vorteilen von Linux / Unix...

Wenn ich heute diese Trolls sehe, die sich so über die Macs / Apple aufregen, fühle ich mich sehr an meine Anfangszeiten erinnert. Klar, Macs sind teuer, aber das spart man sich 100% und mehr ein. Das ist einfach nicht zu verachten. Ich bin jetzt seit 5 Jahren Apple-User und hatte in der ganzen Zeit vermutlich 3 oder 4 echte Systemcrashes - und da lag es an defektem RAM (was ich selbst eingebaut hab - als alter PC-Schrauber muss man das ja quasi ;-)). Das lässt sich einfach nicht widerlegen! Die Dinger funktionieren... Und die Verarbeitungsqualität sucht Ihresgleichen! Ich hab mir mal die Mühe gemacht, vor 2 oder 3 Jahren, die Preise zu vergleichen zw. Sony, Apple und IBM / Lenovo. Wenn man da ähnliche Ausstattung nimmt, sind Lenovo und Sony meist gleich teuer oder sogar teurer - nur sind diese Dinger meist Plastikbomber, wohingegen die MacBooks aus Alu sind und wesentlich stabiler. (steinigt mich, wenn ihr wollt - aber so war es)

Und Software: Es gibt alles, ich dachte zuerst ich installier mir Bootcamp und Windows - aber ehrlich gesagt, ich wüsste nicht, wofür! Ich brauche keine Windows only software. Klar, wenn jemand solche Software benötigt, kann man noch mal über einen Switch nachdenken. Aber es gibt sicherlich eine Alternative...

Ich hab den Switch nicht bereut, und jeder, der fachlich Ahnung hat und mit so dämlichen Aussagen kommt wie "die sind viel zu teuer" oder so - der ist entweder nicht vom Fach oder will einfach nicht! Das ist ja auch ok, wenn einem das OS nicht gefällt, oder man gerne öfters mal einen BlueScreen sieht. Aber ich bin vom Fach, hab mehr als 20 Jahre Erfahrung und kann euch nur sagen: Glaubt diesen Trolls nicht!

Aus irgend einem Grund sehen diese Jungs die Wahl des Betriebssystems als Religion an und nehmen es als persönliche Beleidigung, wenn man was anderes sagt.

Es lebe die Vielfalt - "Wähle das Werkzeug, welches dein Problem am besten löst - passe nicht das Problem an dein Werkzeug an". Und wenn ihr nun mal Windows braucht, dann ist das ok so! Für das was ich tue (Java-Coden, Server administirieren, Datenbanken checken und remote Zugriff auf verschiedene Netze) ist ein Mac die beste Lösung und ich muss keine Kompromisse eingehen! Bei jemand anderem ist das sicherlich anders.

 

(Noch mal: jeder soll das OS nutzen, dass er will - ist mir egal, solange man deswegen nicht gleich gesteinigt wird).

Wie ging es weiter... ich hab auch in der Arbeit versucht, Macs zu nutzen, notfalls meine eigenen. Das hat auch weitgehend funktioniert, weil ich damit aus dem "Support" der eigenen IT raus war... mir recht- pfuschten die mir nicht dazwischen.

Und natürlich find ich iOS recht spannend. Ich hab mich sogar mit Objective-C beschäftigt und zumindest für mich ein paar kleine Anwendungen für Iphone & Co oder den Mac gebaut. Das geht echt gut - ist wirklich einfacher, als zum Beispiel reines C++.. und die GUI-Designer von XCode sind wirklich ok. Damit kann man schon was hin bekommen...

Ja, und da sind wir nun... mal sehen, was sich in nächster Zeit hier im Blog noch alles tut...

so stay tuned...


Kategorie: Allgemeines

Serverumzug steht bevor

Mi, 13. 02. 2013 - Tags:

Hallo zusammen,veroxybd.com

das wird mal wieder spannend. Ich muss den Server hier mal langsam auf einen aktuelleren Stand heben und werde ihn deswegen umziehen müssen. D.h. in den nächsten Wochen könnte es zu einem Ausfall des blog kommen – aber keine Angst, kommt sicher bald in neuem Glanze zurück 😉

Ich werde dann hier auch mal erzählen, wie das mit dem upgrade so gelaufen ist, und auf was man alles achten muss… ist alles nicht so simpel.

Hier schon mal die Eckdaten:

Dieser Rechner hier ist ein dedicated Root server und in dieser Form einfach schon etwas in die Jahre gekommen und außerdem recht teuer und so nicht mehr wirtschaftlich. Es wird auf einen Virtualisierten Server bei 1und1 gewechselt (Leider haben die immer noch kein Ubuntu 12.04 LTS für ihre virtuellen Server im Angebot => es wird wohl irgendwann auch einen Migrationspost geben).

Es müssen dabei Webseiten, email accounts nebst daten und einige andere services migriert werden. Das alles für 5 Domains. Mal sehen, wie das wird…

Stay tuned…


Kategorie: Servicewüste Deutschland

EBay und die Voll-Honks - keine Weihnachtsgeschichte

So, 30. 12. 2012 - Tags: ebay

Ob Mann… Das muss ich einfach hier hin schreiben, die Geschichte glaubt mir sonst eh keiner mehr in ein paar Wochen. Außerdem muss ich ein wenig Dampf ablassen…

Ich habe versucht ein Telefon über eBay zu verkaufen, das war wohl der erste Fehler, den ich gemacht habe.

Mache ich so schnell nicht mehr wieder, ganz ehrlich. Ich hab zeitgleich noch versucht, zwei andere Dinge, die hier so rumgelegen sind, zu verscherbeln und bin dabei auch noch an einen Hacker geraten, der aus USA stammt (bzw der gehackte Account) und von mir verlangt, das Gerät nach Italien zu schicken, bevor er bezahlt hat…. Ebay hat das dann aufgeklärt… Aber dennoch: 3 Verkäufe, ein Hacker, ein Voll-Spast und einer hat erst bezahlt, nachdem Über eBay ein Fall eröffnet wurde… Aber immerhin 2 von 3 Geräten konnten verkauft werden – allerdings nicht besonders gut, und mit viel Aufwand!

Aber eins nach dem andren…

Man muss wissen, ich nutze den eBay Account seit einigen Jahren und ich habe auch schon recht lange einen Paypal Account. Irgendwann hab ich die Paypal-Adresse wohl mal bei eBay hinterlegt, mich dabei aber vertippt… Es gab einen Buchstabendreher, sowas wie „bolg“ anstelle von „Blog“ – jeder Idiot hätte das erkannt, aber offensichtlich nicht irgendwelche Pavianhirne, die bei eBay auf trendige Smartphones mitbieten.

Aber es fängt ja schon super an, der Idiot will nämlich als erstes mal nicht den vollen Preis zahlen, sondern fängt direkt nachdem er das Telefon für 312€ ersteigert hat, und ich ihm manuell Kontonummer und (den korrekten) Paypal-account mitgeteilt habe, an mit folgendem Vorschlag.

(die hier zitierten Emails sind genau so gesendet worden, ich ändere nur Namen etc, muss ja nicht jeder wissen, wer dieser Voll-Honk wirklich ist).

Guten Abend,
 ich habe den Handy ersteigert und wollte ihnen einen Vorschlag machen.<br />
Wenn ich das Geld an ihr Paypal Konto schicke würde zahlen sie ca. 30€ an  Paypal Gebühren und die eBay verkaufsprovision ist ca. 20€ also sie würden nur noch ca. 265€ Netto kriegen. So mein Vorschlag an sie ich Überweise ihnen 280€ auf Ihren Bankkonto so haben sie bisschen mehr Geld und ich würde auch bisscehn sparen. Wenn sie damit einverstanden sind machen wir den kauf bei eBay Rückgängig damit sie keine verkaufsprovisionen zahlen müssen.<br />
Bitte um ihre Antwort.
mfg

Super. Bin an einen geraten, der nur so was ähnliches, wie deutsch spricht/schreibt. Aber das ist ja noch nicht schlimm… man versteht ja immerhin so ungefähr, was er meint.
Die eBay Auktion beenden, mitbieten, es ersteigern und dann versuchen eBay zu betrügen. Hammer. Ich hab das natürlich nett, aber bestimmt abgelehnt.

Hallo,

ich habe immer gute Erfahrungen mit Paypal gemacht, weil wir da beide Seiten besser abgesichert sind. Gerne können Sie auch den vollen Betrag überweisen (Kontodaten habe ich schon geschickt), aber einen Rabatt kann ich nicht geben.

Danke und viele Grüße,

Ich dachte, damit wäre das erst mal vom Tisch. Leider hat sich dann herausgestellt, dass die bei eBay hinterlegte Papal-Adresse einen vertipper enthält und so nicht funktioniert. Ich habe das durch einen sehr netten Käufer herausgefunden, mit dem habe ich telefoniert und habe das so erst bemerkt. Ebay ZEIGT die PayPal-Emailadresse nicht mal vollständig an, sondern nur die hinteren Zeichen der Domain, und die waren korrekt… emoji people:frowning

Ich habe also eine Mail an den Käufer geschickt, doch bitte die Zahlung an die korrekte Emailadresse oder auf mein Konto zu machen.

Hallo,

haben sie die Überweisung per PayPal schon angewiesen? Wenn sie das nicht direkt, sondern über Ebay gemacht haben, könnte es sein, dass sie die fallsche Email-Adresse bekommen haben! Ebay hat da irgend eine ungültige Email-Adresse die auch nicht mit meinem PayPal-Konto verknüpft ist… keine Angst, diesen Account gibt es nicht. Die Zahlung also im Notfall wieder rückgängig machen und per Paypal direkt oder Überweisung bezahlen.
Sorry, wegen der Unannehmlichkeiten… möchte wissen was das verursacht hat…

Viele Grüße,

Ich war echt verwundert, denn wenn ich den link in eBay verwendet habe, hat alles funktioniert und ich bin bei paypal raus gekommen mit der korrekten Emailadresse vorausgefüllt. Die beiden Systeme sind doch nicht so eng verknüpft, wie es aussieht. Mittlerweile muss man sich auch in PayPal anmelden, wenn man einen Paypal Account in Ebay angibt.

Antwort war ja noch ok, nachvollziehbar und verständlich :

Hallo,

das Geld habe ich noch nicht angewiesen. Und wenn ich es schicken würde, würde ich auch natürlich und nur über die eBay machen, weil ich dann nämlich nur da die Sicherheit habe. Und außerdem die eBay erfindet nicht irgendeine Paypal Adresse wie sie schrieben. Jeder eBay Account ist mit dem richtigen Email-Paypal verknüpft also das ist überhaupt gar nicht richtig was sie da behaupten also ich habe jetzt wirklich angst. Da müssen sie sich was anderes überlegen.

Mit freundlichen Grüßen

naja… Da dachte ich noch, der hat wirklich Angst und hab ihm noch mal klar gemacht, wie ich die Info bekommen habe und dass ich vor habe das mit eBay zu klären.

Hallo,

das kann ich nur zu gut verstehen. Es ist einem anderen passiert, der gerade Geld für eine Auktion an mich überweisen wollte – leider hat das eben nicht geklappt und er hat mir einen Screenshot gesendet, auf dem klar eine falsche Email-Adresse von Ebay steht.

Also: ich möchte hier nur Probleme vermeiden… mir ist ganz sicher nichts daran gelegen, hier an Ebay „vorbei“ irgendwas zu machen.

Ich habe die Verknüpfung mit dem PayPal Account gerade noch mal vorgenommen, nach meinem dafürhalten MUSS alles stimmen. Es wundert mich selbst sehr, dass so was überhaupt passieren kann.

Wenn sie wollen, können sie auch gerne bis morgen warten, ich werde das mit PayPAl / Ebay klären und mich ggf. wieder melden…

Die Umstände tun mir wirklich Leid…

Viele Grüße,

ich habe am selben Abend noch mit eBay telefoniert. Die haben den falschen Papal Account drin gespeichert und das ganze funktioniert deswegen nicht, leider kann man nachträglich für eine beendete Auktion diese Emailadresse aber nicht ändern. Für den Käufer wäre es aber überhaupt kein Nachteil an die andere Adresse zu bezahlen, Käuferschutz hat man bei Paypal ja immer. Selbst wenn ich wollte, dass er an irgend eine Adresse in Russland bezahlt, sollte ihm der Käuferschutz erhalten bleiben.

Meine Mail geht also raus:

Hallo,

ich habe gerade mit Ebay telefoniert. Die können die fehlerhaft abgelegte Emailadresse/PayPal-Konto leider nicht ändern. Einziger Weg bleibt die Bezahlung direkt per Paypal an die Adresse KORREKTE EMAIL – Käuferschutz etc. bleibt davon nach Aussage von Ebay unangetastet – das kann man sich auch über deren Hotline bestätigen lassen.

Es tut mir wirklich leid, wegen den Umständen, aber ich kann es leider auch nicht korrigieren.

Mit freundlichen Grüßen,

ich war ein wenig verärgert was eBay betrifft, wunderte ich, dass man diesen dämlichen Fehler nicht korrigieren kann. Aber ich war nur kurz über eBay verärgert …

Hallo,

ja ich weiß nicht was ich ihnen sagen soll. Ja dann müssen wir den Kauf außer eBay machen. Da brauchen sie auch keine Verkaufs Provisionen zu bezahlen das sind ca. 30€ eBay Gebühren das weiß ich 100% und an Paypal ca. 10€ dass macht zusammen 40€. Somit habe ich 40€ weniger zuzahlen und sie haben behaupt kein Verlust daran, weil das Geld bekommt die eBay und Paypal nicht. So wäre ich damit einverstanden und ihnen schadet es auch nichts, weil sie werden ihr Geld kriegen. Und das macht 272,59€ würde ich ihnen direkt auf ihren Privat Konto überweisen. Wenn sie damit einverstanden sind, dann verlange ich einen Kaufbestätigung über den Kauf, dass ich von ihnen das (TELEFONBESCHREIBUNG ). Sehen sie mal ihnen bin ich sehr entgegen gekommen ohne sie zu schaden oder dass sie Verlust daran haben, dass haben sie auch gar nicht und werde ich auch nicht tun jemanden zu schaden. Das ist nur Sparen an Gebühren sonst ist nichts. Ich hoffe wir können uns einigen.

Mit freundlichen Grüßen

jetzt fängt er schon wider mit dieser Leier an… Ich war da schon ein wenig verärgert, das gehört sich nicht, so offensichtlich eBay betuppen zu wollen. Vor allem zieht er immer zu viel paypal Gebühren ab, so teuer ist das auch nicht. Ich dachte schon, das ist ne Art von Test… Ich bin aber immer noch nett und freundlich:

hallo,

Ich glaube da liegt ein grundsätzliches Missverständnis vor. die ebay Gebühren muss ich immer zahlen, unabhängig von der Zahlungsweise. Ich möchte Sie also bitten, den vollen Betrag zu überweisen oder per Paypal zu bezahlen.

Auch die Paypal Gebühren sind nicht so hoch, in etwa 5€.

Danke und viele Grüße!

Danach wird der Ton der Mails schon deutlicher, er will abbrechen und das ganze an eBay vorbei machen:

Hallo,

Warum Missverständnis? Sie Wissen genau was ich da meine.Wenn ich das sage außer eBay meine ich auch das wir bei eBay abbrechen.Und wenn wir da Abbrechen dann brauchen sie auch kein Gebühr zuzahlen.

Mit freundlichen Grüßen

Ganz ehrlich, auf die Idee wäre ich nie gekommen, diesen Prozess mit Transaktion abbrechen etc zu machen. Bin vielleicht zu gut für diese Welt… Scheint aber bei diesem vollpfosten des Öfteren zu funktionieren. Ich hatte da schon so langsam die Faxen dicke, dieses hin und her war mir einfach zu blöd.

Wenn ihnen das Telefon zu diesem Preis zu teuer ist, können wir den Kauf auch gerne annullieren und ich verkaufe es anderweitig.

Vg

Jetzt der Hammer:

Hallo,
Falls ihnen mein Angebot nicht Gefällt obwohl ihn nicht schadet und sie daran kein Verlust haben.Bitte ich ihnen das sie mit der eBay Kontakt auf zunehmen das ich das Geld NUR durch eBay Zahlen möchte und ich bestehe darauf.Das Handy möchte ich Natürlich immer noch haben anderweitig dürfen sie auch nicht verkaufen dann wäre es das gegen den Regel der eBay.

mfg

so, jetzt beginnt die Erpressung. Auf deutsch: ich bezahle dich nur, wenn wir das an eBay vorbei machen und dann nur weniger… Er weiß ja, dass es über eBay nicht geht und verlangt damit unmögliches.

Ich war es so leid mit diesem Idioten zu hin und her zu mailen, wollte einfach nur das alte Telefon verkaufen… Ich hab dann über eBay die Transaktion abgebrochen, mit dem Typen gibts danach eh nur noch Ärger. Hatte ich auch sowas von recht.

Hallo,

Was haben sie da gemacht,Das Handy möchte ich haben und wenn sie so weiter machen,werde ich das alles an die ebay weiter geben.Warum haben sie das veranlast? haben sie das Handy überhaupt da? oder was soll das alles.Was für ein spielchen machen sie es.Das Handy möchte ich haben und ihre bitte um abbruch werde ich ablehnen.

Mit freundlichen Grüßen

ER will alles an eBay weiter geben?! Bitte die erste Mail nicht vergessen….so ein Volltrottel. Leider ein echt nerviger…

Da ist mir dann auch der Kragen geplatzt und ich war etwas sauer, als ich diese Mail geschrieben habe:

Hallo,

ch finde es eine Frechheit, echt… sie verlangen von mir, die Ebay-Regeln zu umgehen und damit quasi eine Straftat zu begehen, belehren mich aber im selben Satz, dass ich das Telefon nicht anderweitig verkaufen kann/darf!

Ganz ehrlich – so geht’s nicht! Von Anfang an dieser Eiertanz… es gibt das Telefon auch noch bei zig anderen Anbietern, mal sehen, ob sie es da für 312€ kaufen können.

Ich trete vom kauf zurück, notfalls zahle ich die Ebay gebühr eben. Aber Ihnen verkaufe ich das Telefon nicht mehr, weil ich quasi sicher sein kann, dass als Nächstes irgend was anderes nicht stimmt, schief geht oder sonst was.

Noch mal: durch die Zahlung über PayPal hätten sie keinen Schaden, der Käuferschutz besteht weiterhin. Ich habe in der Auktion nicht zugesichert, dass sie über EBAY zahlen können, dort ist nur Überweisung oder Paypal drin. 

Und dann zu verlangen, dass ich die Ebay-Regeln umgehen soll ist wirklich dreist…

Seine Antwort stürzt sich auf meinen Hinweis, dass das Telefon recht günstig verkauft wurde. Aber ehrlich, ich fand den Preis noch im Rahmen, auch wenn ich gerne mehr gehabt hätte. Für mich wäre das schon ok gegangen mit dem Preis und das Telefon lag auch schon fertig verpackt auf meinem Schreibtisch und wartete nur darauf, weggeschickt zu werden.

Hallo,

Aha Sooo jetzt kommt alles raus.Also sie möchten das handy mir doch nicht mehr verkaufen weil sie angeblich für zuwenig Geld verkauft haben.Aber mein lieber funktioniert es nicht.

Vergessen sie auch nicht ich kan ihnen auch sehr schlecht positive schreiben.Also überlegen sie sich ganz genau was sie da unternehmen.<br />
mfg

Er wollte dann noch meine Telefonnummer haben, und ganz ehrlich, ich wollte nicht mit diesem Honk telefonieren, das wurde auch zu nix weiterem führen als zu dem wo wir jetzt sind.

Ich war zu dem Zeitpunkt auch der Meinung, ein Abbruch der Transaktion wurde auch den geschlossenen Kaufvertrag beenden. Leider ist das nicht zwingend so. Blöd….

Ich hab ihm geschrieben, dass ich keinen Wert auf telefonieren lege, er soll zahlen und er bekommt das telefon, mehr nicht.

Hallo,

Also mir hat es jetzt gezeigt wir sie wirklich sind Sie Sind Also ein Betrüger.Bieten sie einen Handy den sie überhaupt garnicht haben.

Eine Strafanzeige werde ich gegen sie erstelen.und das ist wegen Betrug.und alle ihre e-mail,s habe ich da und als nächstes werde ich sie NEGATIV Kaput schreiben damit die andern eBayer sehn können wir sie sind.

soso… Ich bin ein Betrüger. Nur noch mal kurz rekapitulieren für alle:

Jetzt war ich wirklich sauer und hab auch angefangen, an eBay Emails zu schreiben, die allesamt nur automatisch beantwortet wurden. Keine echte Hilfe.

Das ging dann ein paar mal hin und her….

Handy oder Anzeige

Zahlung oder kein Handy

geben sie mir ihre Paypal adresse

Ha? Wie jetzt. Plötzlich so einfach? Ich hatte ihm die Adresse mittlerweile schon 3x gegeben aber ok, halt noch ein 4. Mal. Bin ja nicht so.

Aber: jetzt will er eine gesonderte Bestätigung über den Kauf, einen Kaufvertrag. Ich hatte ihm das per Post zukommen lassen sollen. Ich hatte das irgendwie forciert weil ich geschrieben habe, er kann es ja per post schicken, dann unterschreiben und mir zurück senden. War natürlich nicht ernst gemeint, aber das hat er nicht kapiert.  Echt…

noch mal: die Email mit „sie haben diesen Artikel gekauft“ ist der Kaufvertrag! Der ist bindend, so lange nicht beide Parteien von dem Vertrag zurücktreten. Da sie nicht zurückgetreten sind bzw. Meinen Abbruch der Transaktion nicht angenommen haben besteht der Vertrag immer noch.<br />
Entschuldigung wegen der letzten Mail, das mit dem Vertrag war nicht wirklich ernst gemeint, weil es überhaupt keinen Sinn macht und nur noch weiter verzögert und kosten verursacht.

Es bleiben jetzt zwei Optionen: sie zahlen den Betrag (gerne per Paypal, da haben sie dann immer noch den Käuferschutz, wenn sie mir nicht Glauben, können sie bei eBay anrufen, sie wie ich es getan habe) und ich sende ihnen das Telefon dann schnellstmöglich zu, oder wir brechen das ganze ab.

Ich kann ja verstehen, dass sie vorsichtig sind. hier passiert ja so einiges. Der dämliche Fehler Wunder eBay-Paypal Verbindung hat nun diese Chaos verursacht.

Nochmal: egal was sie über Paypal Zahlen, sie sind abgesichert!

Ich zeige wieder mal Verständnis und Bereitschaft zum Entgegenkommen… ich bin ja kurz vorher auch von einem Hacker kontaktiert worden.

Ich hab ihm nach einigem hin und her eine Bestätigung per Email geschickt:

ich bestätige Ihnen hiermit nochmals dass sie das _Telefonbewchreibung hier_ in OVP via EBAY (Artikelnummer 65656565656) gekauft haben. Sobald die Zahlung bei mir eingegangen ist, werde ich das Telefon losschicken.

Ich betone nochmals, dass ich keine Garantie, Gewährleistung gebe oder Rücknahmen akzeptiere.

Mit freundlichen Grüßen,

Und er ging darauf ein:

Hallo,

ok danke diese Bestätigung reicht mir. Ich werde Geld auf mein Paypal schicken dann schicke ich ihnen den Betrag.
mfg

Wow… Nach dem hin und her, zeigt er ein einsehen???? Das wäre ja echt was.

Aber, leider nicht. Es kam am selben Tag noch mal eine Mail mit „ich werde ihnen heute den Betrag schicken“

In freudiger Erwartung blickte ich immer und immer wieder auf mein Paypal-Account…. Nix…es gingen noch einige Mails hin und her, in denen er mich unbedingt anrufen wollte… Ich verstehe nicht, was es da noch zu bereden gibt und hab abgelehnt. Dann wollte er auch nicht bezahlen und das Telefon gar nicht mehr,

dann lassen wir es lieber
Ok, damit kann ich leben, aber nicht damit in den Bewertungen als Betrüger dargestellt zu werden.. Also habe ich, zwei Tage später, eine bitte um Änderung an ihn geschickt.
Ich dachte die Bewertung für sie ist egal oder? und warum lügen sie auch bei die eBay.hier ihre Mitteilung.

Die schlechte Bewertung habe ich nur bekommen, weil ich mich geweigert habe, die Transaktion ohne ebay (ohne Gebühren) zu machen. Das ist eine Verleumdung, das Telefon ist hier und der Käufer hat sich unmöglich benommen…

So war es nicht sie wollten das ich Das Geld auf andre Paypal senden soll und habe natürlich abgelehnt weil da ich kein mehr recht habe.Sie wollten Unbediengt mich betrogen und hatt leider nicht geklappt das ärgert sie Nur und kein andres grund.

Überlegen sie sich was andres um ich die bewertung zu ändern ansonsten lehne ich es ab.
mfg

Abgelehnt? Wollte er nicht am Ende genau an diese Adresse zahlen? Und was soll ich mir „anderes“ überlegen??? Und ich habe gelogen, die Mails sprechen doch eine deutliche Sprache….

Meine Antwort:

Ja, die Bewertung ist mir egal, aber als Betrüger bezeichnet zu werden, wenn SIE versucht haben Ebay zu betrügen!!!! Das habe ich schriftlich..

Ich habe nicht gelogen, genau so war es!
Wir können uns noch oft hin und her streiten, das Telefon ist hier… Sie können ja gerne die negative Bewertung stehen lassen, ändern sie den Text.

und bei der PayPal-Email von Ebay war ein Tippfehler drin… mein Gott… und selbst wenn das Geld an eine andere PayPal-Adresse gegangen wäre, das kann ihnen doch egal sein. Bei der Bezahlung per PayPal haben sie IMMER den Käuferschutz, Herrgott noch mal…

ja, ich war Ein wenig genervt… Aber seine Sturheit bringt einen echt auf die Palme…

Hallo,

Nee Nee das stimmt nicht weil hab ich nähmlisch mit der Ebay telefonieret und die haben mir mitgeteilt das ich NUR direkt auf der angegebene Paypal zahlen soll.Sie sagen nicht die wahrheit.sie haben es versucht aber leider hatt es nicht geklappt.Und warum haben sie mir ihre Rufnummer nicht gegeben???? da habe ich mir Großen Gedanken gemacht.
mfg</p>

Oha… Da ist ein Hinweis, sollte eBay evtl das Problem verursacht haben, indem sie ihm was anderes gesagt haben, als mir??? Sind die in der Hotline so wenig geschult? Ich starte so noch einen Vermittlungsversuch.

Oh, das klingt als wären wir beide Opfer der Hotline. Mir hat man nämlich geraten, genau das zu machen, was ich getan habe. Was meinen sie?

statt einer Antwort gehen folgende Nachrichten hin und her:

Ich gebe ihnen jetzt den letzten Chance sie sich anders zu überlegen.Ansonsten bin ich gezwungen ihre bitte um ändern der Bewertung abzulehnen.
mfg

Meine Antwort:

was genau wollen sie denn von mir? Sie wollen nicht zahlen und bekommen deswegen auch das Handy nicht – ist das so seltsam?

Ich hab ihn wirklich nicht verstanden, alle Vermittlungen verliefen im Sande, jedes Entgegenkommen wurde im Keim erstickt. Das Telefon will er nicht, ja, was denn dann?

Hallo
Anscheinend verstehen sie mich nicht.Ich habe überhaupt gar kein intresse mehr an den Handy.selbst wenn sie mir für 200€ geben Nein danke an solche eBayer für sie habe ich kein vertrauen.Sie sollten sie sich mit ein Entschädigung an mich zur überlegen.
mfg

jetzt schlägst 13. Ich soll ihm eine Entschädigung zukommen lassen?!?!?!?!? Das ist ja mal wirklich dummdreist, kann man ja schon fast bewundern… Echt… gehts noch?!

Ich bin der jenige, der wegen ihrer Sturheit die Ebay-Gebühren zu tragen hat, ich bin derjenige, der das Telefon noch mal einstellen muss oder anderweitig verkaufen und ich bin auch derjenige der zu Unrecht als Betrüger öffentlich verleumdet wird.
Dass SIE eine Entschädigung verlangen ist eine Oberfrechheit und zeugt von ihrer Geisteshaltung!<

Ich werde überlegen, ob ich das ganze hier meinem Anwalt übergebe. Ihre Adresse habe ich ja.

Bis da hin,

noch eine schöne Zeit.

Und mit einem Kommentar wurde die bitte auf Bearbeitung abgelehnt….

Hallo
Ach und damit sind sie der arme.
UND JETZT lehne ich es ab

Ich habe den Fall genau wie hier eBay geschildert – die sind am Zug. Die Drohung mit dem Anwalt wahr zu machen überlege ich mir auch. Mal sehen, wie das weiter geht…

Ja, klar, es gab sicherlich das eine oder andere Missverständnis, ich bilde mir aber ein, wirklich lange de-eskalierend gewirkt zu haben und bin ihm wirklich entgegen gekommen. Dieses hick-Hack war einfach nervig…. Kostet Geld und Nerven und jetzt kann ich vergessen auf Ebay irgendwas zu verkaufen, solange ich als Betrüger bezichtigt werde. Mal abgesehen davon, dass ich mir das eh zwei mal überlege, bevor ich was in ebay reinstelle.

Klar, ich wollte eigentlich schon recht früh die Aktion abbrechen, wollte ihm das Telefon nicht mehr verkaufen. Aber immer, wenn ein wenig Einsicht von seiner Seite kam, hab ich mich ja auf ihn zu bewegt……

Und ja, ich habe mich strikt geweigert mit ihm zu telefonieren. Ich will nicht jedem dahergelaufenen Honk meine Telefonnummer geben.

Nein, das war sicher das letzte mal, dass ich was teureres bei ebay verkaufen wollte, für Dinge bis 10€ hat es ja bisher immer ganz gut geklappt. Aber so bald der Kaufpreis höher wird, steigt auch das Risiko des Verkäufers. emoji people:frowning

Mal sehen, wie das jetzt noch weiter geht und ob ich da noch was von höre. Ich musste mehrmals mit Ebay telefonieren, die Hotline ist auch nicht gerade billig und man ist jedes Mal mindestens 10-15 Minuten in der Warteschleife…

Von Ebay bin ich echt enttäuscht… die Hotline ist total überlastet, 10 Minuten dämliche Musik anhören ist nervig. Auf JEDE meiner Anfragen mit einer automatischen Antwort reagiert – bisher habe ich keine weiteren Infos von denen bekommen… ich bezweifle auch mittlerweile, dass da noch was passiert.

Als Verkäufer ist man bei Ebay echt auf sich allein gestellt…. wenn man dann an einen dämlichen Käufer kommt, darf man sich selbst rumärgern…


Kategorie: Apple --> Computer

Kundensupport bei Apple - zumindest im Applestore eher fragwürdig

Sa, 10. 11. 2012 - Tags:

Ja, ich weiß, der Apple Hype bringt jeden dazu, jetzt im Apple-Store den Leuten dort auf den Wecker zu gehen, aber so wie es heute gelaufen ist, geht's ja wirklich nicht...

Ich habe vor kurzem einen iMac besorgt und bei dem ist jetzt die Bluetooth Tastatur defekt - einige Tasten funktionieren nur zeitweise, und alle paar Tage braucht das Ding neue Batterien.

Also, dacht ich mir, gehen wir zum AppleStore und fragen mal nach, ob die was machen können. Wie üblich gehe ich zum Concierge und frage höflich, ob er mir helfen kann. hier das Gedächtnisprotokoll des Gesprächs mit dem Concierge vor ca. 60 Minuten:

Ich: "Hallo - evtl. können Sie mir helfen?" (das mit dem Duzen hab ich einfach nicht drauf) Er: "Was gibt’s?" Ich: "Ich hab hier die Bluetooth-Tastatur, die ist defekt. Da gehen von Zeit..." Er (unterbricht mich forsch): "Dann mach einen Termin und komm wieder" Ich: "ähm - hallo, die Tastatur ist defekt, die muss einfach nur ausgetauscht werden" Er: "Da müssen wir ja Seriennummern und so was eingeben, dafür haben wir keine Zeit. Ich hab heute 700 Termine" Ich: "Naja... können wir das online machen" Er: "Ist das online bestellt?" (ich nicke) "dann sind wir sowieso nicht zuständig - macht das online" und dreht sich um

Wieder mal ein Beispiel für die Servicewüste Deutschland - allerdings dachte ich nicht, dass das bei solchen Premium-Produkten auch so ist.

Also, ganz erhlich, ich versteh ja, dass die Leute gestresst sind. Ich verstehe auch, dass er keinen Bock hat, das zu machen - dann soll er noch mal zur Schule gehen, was vernünftiges lernen oder einfach seinen verdammten Job machen!

Wenn ich ein Premium Produkt kaufe, er warte ich auch Premium Service! Sowas ist eine Frechheit! So angepamt zu werden... ist mir noch nicht mal im MediaMarkt passiert - und das will was heißen.

Ich war richtig sauer, wollte dem Kerl schon irgendwas sagen, aber bin dann einfach aus dem Laden verschwunden - so schnell sehen die mich auch nicht wieder.

Ich hab beim Online-Support angerufen. Der Herr dort war super nett und freundlich und hat mir sofort helfen können. In ein paar Tagen kommt UPS vorbei und tauscht die Tastatur. Ich durfte ihm dann noch von meinem Erlebnis im Apple Store Rosenstraße in München berichten - er hat es sich notiert und wird es weiter geben. Ich glaub ja nicht, dass viel passiert, aber dieser pickelgesichtige Concierge hätte einen richtigen Einlauf verdient.

Der Telfonsupport war wirklich nett, zuvorkommend, höflich und freundlich. Fachlich hatte er auch was auf dem Kasten - so sollte, nein, so muss es sein! Eine kleine Oase in der Servicewüste... hoffentlich gibt’s davon bald mehr

Also, falls ihr was von Apple kauft oder schon habt - am besten online alles regeln, zumindest der Apple-Store München ist keine Reise wert!

Vor allem weil ich schon zum 2. Mal dort angepflaumt wurde - die erste Geschichte hab ich aber unter "wird schon wieder" abgehakt... offensichtlich ja nicht.


Kategorie: Allgemeines

Spam - registrations

Di, 23. 10. 2012 - Tags:

Blöd... leider haben es immer wieder irgendwelche Idioten geschafft, sich hier anzumelden um irgend einen Spam zu verschicken.... selbst mit Captcha bin ich davor nicht gefeit... also habe ich die Registrierung fürs erste deaktiviert... wer mag, kann mir ja ne email zukommen lassen, wenn er hier telnehmen möchte.

 


Kategorie: Servicewüste Deutschland

Kabel Medien Service - der Schlimmste Laden ever!

Do, 27. 09. 2012 - Tags: TV Kabel KMS Servicewüste

So was hab ich echt noch nicht erlebt... krass

Ja, wir ziehen wieder mal um und es ist wirklich etwas ländlicher da draußen - da gibt es kein Kabel Deutschland oder sonst einen der großen Kabelanbieter. Nur der "Kabel Medien Service" bietet dort TV an.

Ok, da wir neu in das Haus einziehen wollten, überlegten wir uns gerade, was wir wohl machen und waren dabei die Möglichkeiten (auch mit HD und so weiter) zu eruieren. Kabel Deutschland fiel ja leider aus, ähnliches galt für alle anderen Anbieter. Wir haben jedoch vom Hausbesitzer Unterlagen bekommen, dass es wohl einen "Kabelanschluss" von diesem "Kabel Medien Service" gibt. Die sitzen in der Nähe von München und betreiben dort wohl ein Kabelnetz.

So dachten wir zumindest. Die Wirklichkeit sah etwas anders aus. Selbst bei ausgiebiger Internetrecherche war mir nicht so richtig klar, was die jetzt genau anbieten. Senderlisten waren nur über Google zu finden und auch nicht wirklich sehr umfangreich... also, mal anrufen...

Als ich endlich zu jemandem durchgekommen bin, wollte ich was über meine Möglichkeiten wissen, insbesondere auch Internet (was sie wohl laut ihrer Internetseite auch anbieten - irgendwo). Die Dame am Telefon war ziemlich ungehalten, nachdem ich gute 15 Minuten in der Warteschleife ausgeharrt hatte. Ich hatte echt das Gefühl, ich hab grad beim Morgenkaffee gestört. Jedenfalls verlief das Gespräch in etwa so:

Sie: "Kabel Medien Service, Frau X spricht"

Ich: "Hallo - wir ziehen grad um nach X und ich wollte wissen, welchen Service wir da von Ihnen bekommen können - TV, Internet etc., offensichtlich gibt es dort schon einen Kabelanschluss von Ihnen. Ich wollte da mehr Informationen drüber haben und auch eine Senderliste bekommen."

Sie: "Wo genau?"  (klang ziemlich genervt - keine Ahnung warum)

Nachdem ich die Adresse genannt habe

Sie (patzig):"Mit TV kann ich Ihnen nicht helfen, da bin ich die Falsche. Und... ähm... also, Internet können sie da ja erst recht vergessen, da geht gar nix"

Super - das ist mal ein Verkaufsgespräch - die wollen mir also kein Internet verkaufen - auch gut

Ich: "Aha... und TV geht doch? Haben Sie da mehr Informationen? Ich habe hier auf dem Schreiben einen Herrn X stehen..."

Sie (unterbricht mich): "Der ist nicht da, ich verbinde Sie mal weiter"

Ich: "Danke" - da lief aber schon die Fahrstuhlmusik

Da habe ich dann wiederum ein paar Minuten gewartet - Handy auf laut, neben den Rechner und ein wenig gearbeitet... Irgendwann hatte ich dann doch jemanden am Telefon:

Er: "Kabel Medien Service, Herr X"

Ich hab dann noch mal mein Sprüchlein auf gesagt von wegen, dass ich umgezogen bin bla bla blub

Er: "Oh, da kann ich jetzt gar nichts sagen, da sind sie hier falsch... ich verbinde sie mal weiter"

Und schon hatte ich wieder dämliche Wartemusik im Ohr... irgendwann hatte ich die Tussie vom Anfang dran:

Sie: "Tut mir leid, der ist nicht erreichbar, könnten sie es später noch mal probieren. Die Durchwahl ist XXX"

Ich: "Ok, mache ich"

Da war ich schon etwas verstimmt - die Stimmung da war echt grausig, die wollten mir nichts verkaufen, haben mir mehrmals das Gefühl gegeben, dass ich einfach nur störe!

Irgendwann in der Mittagspause habe ich noch mal angerufen, hatte dann einen anderen Herrn am Telefon:

Ich habe meine Story nun mehr zum 3. Mal erzählt und auch schon eine Bemerkung gemacht, dass die Telefonate bisher nicht soo glücklich verlaufen sind.

Er:"Oh, das tut mir leid... also, in ihrem Fall ist evtl. so, dass der Bauherr einen exclusiven Vertrag mit uns geschlossen hat, der jeden dazu verpflichtet, den Service von uns zu nutzen."

Ich:"Eine Satschüssel darf man dann auch nicht aufs Dach machen?"

Er:"Nein, weil wir ja Exklusivrechte haben. Ich bin mir grad nicht ganz sicher, ich muss das noch mal nachprüfen, ob denn das so ist und was genau für Verträge bestehen."

Ich:"Oh, das ist mir neu -  könnten Sie das nachprüfen? Ich versuche das mit dem Hausbesitzer zu klären"

Er:"Ich sende Ihnen dann noch eine aktuelle Senderliste zu"

Ich:"Super, Danke und bis später"

Gesagt getan - Hausbesitzer angerufen. Nix da von Vertrag, das Haus hatte den Besitzer erst kürzlich gewechselt, von solchen Verträgen war nie die Rede. Ich solle doch eine Sat-Schüssel aufs Dach machen und diesen Unsinn von Kabelanschluss stornieren. Die Sache mit diesem Exklusiv-Vertrag hat mich dann doch etwas verunsichert - egal was der neue Hausbesitzer sagt, kann ja sein, dass der sich auch noch vertut, irgendwelche Rechnungen vom Kabel Medien Service bekommt und dann an uns weiter reicht... Nein, dass muss endgültig und für alle geklärt werden.

Es kam dann auch die Senderliste - war die gleiche, die ich auch mit Google gefunden habe. Also, nicht so berauschend...

Also, wieder angerufen. Ich hab sogar denselben Menschen ans Rohr bekommen, wie beim letzten Telefonat.

Ich habe meine Geschichte erzählt, da besteht kein Vertrag. Alles bezieht sich auf den vorherigen Hausbesitzer und ich wohne da drin und werde nicht für einen Kabelanschluss zahlen, den ich nicht haben will.

Es hat noch mehrere Telefonate gedauert, bis ich endlich eine mehr oder minder brauchbare Aussage bekommen habe. Er hat sich immer wieder auf diese angebliche exklusive Vertragsbindung rausgeredet, von der der Hausbesitzer ja nichts weiss. Es gibt dazu auch gar keine Unterlagen. Nur vom vorherigen Hausbesitzer sind Unterlagen vorhanden, alles bezieht sich auf ihn.

Am zweiten Tag der blöden Telefoniererei gab es folgendes Telefonat:

Er: "Also, so wie es aussieht ist diese vertragliche Bindung wirklich nicht gegeben. Allerdings muss dann ein Techniker wobei kommen, der die Anlage im Gebäude ausbaut und die Kabel aus der Wand holt..."

Ich:"Hä? Die Kabel? Naja... von mir aus..."

Die Kabel sind in Leerrohren verlegt und können einfach rausgezogen werden. Er wollte mir offensichtlich auf Grund des "Aufwandes" Angst machen... wenn ich nicht wüsste, wie einfach das geht, hätte mich das ja evtl. eingeschüchtert. Super Verkaufstaktik!

Er: "Ja, der ist gerade im Urlaub und kommt in 2 Wochen wieder"

Ich: "Kein Problem, wir ziehen eh erst in einem Monat um. Dann sollte das aber erledigt sein"

Er: "Ja, der Herr Y wird sich bei Ihnen melden in 2 Wochen"

Ich: "Danke"

Ok, ich dachte somit ist alles geklärt. Aufträge erteilt um Internet und Sat-TV zu bekommen, Handwerker angerufen, Angebote eingeholt, Besichtigungen vor Ort durchgeführt etc.

Nach besagten zwei Wochen bekomme ich einen Anruf...

Er:"Hallo hier ist Herr Y vom Kabel Medien Service, ich habe hier eine Nachricht auf meinem Schreibtisch, ich soll sie anrufen. Sie wollen eine neuen Kabelanschluss haben?"

Sorry, da bin ich echt sauer geworden. Die haben es echt nicht hin bekommen und da wusste die Rechte nicht, was die Linke tut? Und das ist doch der Hammer, jetzt von vorne?!?!?!

Ich: (nachdem ich die ganze Geschichte noch mal erzählt hab):"Ganz ehrlich, so geht’s nicht. Ich werde angepampt, keiner scheint auch nur ansatzweise Ahnung von seinem Job zu haben, und Informationen bekomme ich auch nur sporadisch. Ich habe zuletzt mit ihrem Kollegen telefoniert, der hat mir zugesichtert, dass wir keinen Vertrag haben und auch keinerlei Pflicht einen mit ihnen zu schließen!"

Er: "Das muss ich erst noch prüfen"

Ich: "Herrgott, wie kann denn das gehen? Diese Informationen zu bekommen, kann doch wirklich nicht so schwer sein. Ich habe ursprünglich angerufen um Informationen über Ihr Angebot zu erhalten, das war offensichtlich nicht möglich. Die Kanalliste hat mir ihr Kollege erst nach dem 2. oder 3. Telefonat zugesendet"

Er: "Das hat er nicht"

Hä? Was ist denn nun los - ich hab doch eine Mail von so einem Fuzzy von denen bekommen mit einem PDF und einer Kanalliste drin, ich bin doch nicht doof

Ich: "Und wie er hat! Ich habe eine Kanalliste bekommen, die ist identisch zu der im Internet"

Er:"Ach so, ja, die ist falsch"

Jetzt schlägts aber wirklich 13. - bekommen diese Idioten da eigentlich gar nix auf die Reihe?

Ich: "So langsam werde ich richtig sauer. Es kann doch echt nicht angehen, dass ich hier für doof verkauft werde und Ihnen dann auch noch Geld für einen Kabelanschluss zahlen soll, wenn ich nicht mal weiß, was ich da bekomme?? Wir haben jetzt beschlossen, eine SAT-Anlage aufs Dach zu machen, die Handwerker kommen jetzt die Tage"

Er :"Es geht doch nur um 16 € im Monat... das ist doch nicht so schlimm"

WAT? Hat er mir gerade ernsthaft vorgeschlagen, einfach mal den Kabelanschluss zu zahlen - ob ich ihn Nutze oder nicht?

Ich: "Ich habe so langsam wirklich keine Lust mehr auf diese Spiel, ich will eine belastbare Aussage und das heute noch, bis 19:00! Und selbst wenn sie der letzte Kabelbetreiber dieses Planeten wären - ich würde ihnen gar nix abkaufen!"

Er :"Ja, ich kann Sie verstehen, aber sie müssen auch bedenken, dass, wenn sie SAT verbauen, da Kabel gelegt werden müssen und das ist doch ein Aufwand..."

Ich: "Lassen sie das ruhig meine Sorge sein!"

Er: ".. ist bei ihnen vielleicht ja auch egal. Aber dann muss einer kommen und die Anlage und die Kabel abholen und aus der Wand bauen"

Ich (da musste ich lachen - schon wieder diese Taktik):"Ich hab die Kabel gesehen, die sind in Leerrohren verlegt, kann jederzeit abgeholt werden. Und der dämliche Kasten unten im Keller kann auch gerne weg - aber bald! Wir ziehen um... Bitte prüfen sie noch mal die Vertragssituation und geben mir heute noch Bescheid!"

Er:  "Ja, das mache ich...ich sende Ihnen auch noch eine korrekte Senderliste, falls sie es sich doch noch überlegen wollen"

Ich hab ja nicht geglaubt, dass da noch was kommt am selben Tag... aber es kam! Ein paar Stunden später auf dem Heimweg hat er mir eine Mail geschickt (Kleiner Hinweis: alle Mails hier wurden komplett so an mich gesendet, der Text ist genau so, wie hier angezeigt. Ich habe nur Hinweise auf die Identität des Schreibers entfernt):

danke für das geführte Telefonat. Beiliegend die aktuelle Programmübersicht.
 
Nach dem Vertrag mit dem Bauträger/Vertragspartner wird dieser verpflichtet dass die Eigentümer die Rechte und Pflichten des Basisvertrages übernehmen. Anscheinend ist diese Klausel nicht in den aktuellen Kaufvertrag aufgenommen. Ich habe den Vertrag gerade durchgearbeitet.

Sie sollten auch bedenken, dass aktuell 4 Anschlussdosen mit Leitungen durch uns im Anwesen installiert sind und in unserem Eigentum stehen. Sie haben jetzt schon4 Anschüsse, was ja erstmal sehr komfortabel ist.

Vielleicht überlegen Sie Ihren Entschluss nochmals.

Mit freundlichen Grüßen

LOL - schon wieder die Geschichte mit den Anschlussdosen und dass er die Kabel holen will... Dieser Aufwand für Kabel, die man nicht mehr nutzen kann und einen Wert von ca. 50 Cent haben? Ich bin dann rechts ran gefahren und hab ihn direkt angerufen. Dazu muss man erwähnen, dass es sich bei Herrn Y wohl um einen Abteilungsleiter handelt, und dass er mit Nichten ein Techniker ist, der vorbei kommt, um die Kabel zu ziehen. Der Kollege hat das allerdings mir gegenüber so beteuert... Grrr...

Ach ja, in der Anlage werden nicht mal alle Programme angeboten, sondern nur ein Bruchteil dessen, was man im Internet findet. Danke, dafür soll ich >16€ im Monat zahlen. Nicht wirklich....

Ich hab also angerufen, das Gespräch verlief in etwa so:

Ich:"Hallo Herr Y, ich habe ihre Mail bekommen"

Er:"Oh, sie sind aber schnell. So schnell hat noch niemand auf meine Emails reagiert"

Was soll uns das wohl sagen?!?!?!

Ich: "Ja, es freut mich wirklich, dass das mit den Verträgen geklärt ist. Ich möchte, wie ich ja schon deutlich gemacht habe, keinen neuen Vertrag abschließen. Es ist also nötig, dass ein Techniker kommt, und die Kabel abholt..."

Er: "Ja, das ist so. Sie müssen aber auch bedenken, dass wir da einen erheblichen Investitionsaufwand hatten und diese Kosten müssen ja irgendwie wieder rein kommen..."

Hä? Was hab ich denn damit zu tun?!?!?!? Ist doch deren Problem, nicht meins, wenn die weder guten Service, noch gute Mitarbeiter noch ne brauchbare Anzahl aller Programme haben

Ich: "Nein, mein Entschluss steht fest... wir werden keine Verträge machen"

Er: "Oh, das tut mir Leid"

Er wurde dann am Telefon etwas kleinlauter - keine Ahnung, ob er wirklich geknickt war oder ob er nur sauer war oder was. Jedenfalls wurde er dann sehr wortkarg.

Ich: "Da muss dann ein Techniker vorbei kommen. Regeln Sie das?"

Er: "Ja"

Ich: "Ok, und das sollte vor unserem Umzug stattfinden. Es wäre nett, wenn sie oder der Techniker sich zweckst Termin mit mir in Verbindung setzten"

Er: "Ja"

Ich: "Danke. Außerdem möchte ich gerne eine Bestätigung, dass da keine vertraglichen Pflichten mehr auf uns zu kommen, dass das Verhältnis 100% aufgekündigt ist und wir damit fertig sind"

Er :"Ja"

Das Gespräch war dann noch sehr einseitig und verlief entsprechend. Ich habe noch eine Email gesendet, und um eine Bestätigung gebeten:

Hallo Herr Y,

Danke noch mal für das nette Telefonat von heute Abend.
Bitte bestätigen Sie mit doch kurz, dass das Thema mit dem Abbau der Leitungen bzw des Anschlusses erledigt ist und wir somit keinerlei Verträge oder Verpflichtungen mit ihnen haben.
Es wäre auch wichtig, dass der Techniker, der den Anschluss verplombt und die Kabel abholt (oder welche arbeiten da genau anstehen), dies vor dem [Datuum des Umzugs] erledigt. Zeitlich sind wir bis da hin recht flexibel, danach wird es schwer.

Danke!

Mit freundlichen Grüßen,

Stephan Bösebeck

Ich habe besagte Bestätigung bisher noch nicht bekommen, die Kabel sind auch noch in der Wand und der Techniker war auch noch nicht da.... Viel Zeit haben sie nicht mehr!!!!

Also, liebe Mitarbeiter des Kabel Medien Service. Das war wohl das schlimmste Service-Erlebnis, dass ich seit Ebay und EON erlebt habe. Wenn ihr nicht wollt, dass man euch was abkauft, dann lasst es einfach... macht Platz für ne Satschüssel und lasst es bleiben.

Wenn ihr wollt, dass man euch was abkauft, dann müssen folgende Dinge dringend geändert werden:

  • seid freundlich am Telefon und versucht zu helfen, da kommt jemand, der will was von euch, der bezahlt quasi euer Gehalt
  • Verkaufen über die Angst von wegen Umbauten ist nicht nett, das grenzt ja schon an Nötigung!
  • gebt die Informationen weiter, und zwar so viele davon, dass der Kollege auch genug weiß, um mit dem Fall umzugehen
  • Und wenn ihr keinen Bock auf Telefonieren habt, dann ist das ok. Geht halt nicht ans Telefon oder lasst es den Anrufer zumindest nicht so spüren, dass er euch am Arsch vorbei geht.
  • eine Webseite, auf der die wichtigsten Informationen zu finden sind (Senderliste, Preise, Pakete und Verfügbarkeiten) wäre hilfreich

Ich kann diesen Saftladen also wirklich keinem empfehlen - aber wer weiß, vielleicht hatte ich ja nur Pech und habe zufällig mit den einzigen 4 unfähigen und unmotivierten Mitarbeitern in der Firma gesprochen....

 

UPDATE: Ich habe, da ich eine Woche lang keine Antwort auf meine Bitte bekommen habe, dass man mir eine Bestätitung zukommen lassen soll, eine Email an Herrn Y gesendet mit folgendem Text:

Hallo Herr Y,

evtl. erinnern Sie sich ja noch an unser Telefonat, es wäre schön, wenn sie mir noch die unten stehende Bestätigung zukommen lassen würden, damit ich auch etwas in der Hand habe.
Wann kann der Techniker vorbei kommen und die Ausbauarbeiten erledigen? Müssen wir dafür etwas vorbereiten?

Mit freundlichen Grüßen,

Stephan Bösebeck

Ich habe dann heute folgende Antwort erhalten:

Sehr geehrter Herr Bösebeck,
den Abklemmauftrag gebe ich den Techniker weiter. Gggfs wird er sich bei
Ihnen melden. Das muss Ihnen bitte genügen.

Mit freundlichen Grüßen

Herr Y
Leitung Abteilung X

So so, dass muss mir also genügen??? Was soll ich denn mit dieser patzigen Mail? Aber das ist doch wohl der Hammer...

Ich konnte dann leider nicht anders, und hab in etwa gleichem Tonfall geantwortet:

Hallo Herr Y,

was genau meinen Sie denn mit "gegebenenfalls"? Die Sache ist doch geklärt? Und warum ist es nicht möglich, auf meine freundliche und verständliche Bitte nach Bestätigung in schriftlicher Form sinnvoll zu Antworten?

Und warum wurde dieser "Abklemmauftrag" nicht bereits letzte Woche nach unserem Telefonat weiter gegeben - wir haben wirklich alles telefonisch geklärt!

Es sind jetzt noch genau zwei Wochen, bis zu unserem Umzug - in dieser Zeit kann der Techniker seine Arbeiten erledigen - das muss Ihnen bitte genügen.

Mit freundlichen Grüßen,

Stephan Bösebeck

Stay tuned....

Update 06.06.2017: Das ganze ist nun fast 5 Jahre her und ich habe immer noch niemanden hier getroffen, der irgendwelche Kabel oder sonst was hätte abholen wollen. Das ist alles noch in der Wand. Scheint mir als war das alles wirklich nur getue bzw seltsame Verkaufstaktik.


Kategorie: Servicewüste Deutschland

EON - unendliche Geschichte

Do, 27. 09. 2012 - Tags:

Eigentlich was ganz Einfaches - wir ziehen (mal wieder) um und wollten nur den Stromzähler dort auf unseren Namen anmelden.... so weit so gut.

Also: Der Hausbesitzer hat mir netterweise seinen letzten EON Brief hinterlassen, so dass wir das ummelden können. Auf dem Brief steht eine Telefonnummer (0180x) und wenn man die anruft, sagt einem eine nette Stimme, man solle doch eine Festnetznummer anrufen - die wird dann zwar 2x wiederholt, aber bis ich was zu schreiben hatte, war es zu spät und ich musste noch mal anrufen.

Naja... eigene Dummheit. Also, irgendwann habe ich es geschafft, die richtige Nummer zu notieren und auch anzurufen. Bei dem Telefonat war ein sehr hilfsbereiter Herr dran, der sogleich gemeint hat, er klärt das.

Sinngemäß wollte ich "Vertrag X mit der Nummer 1234 für Zähler 4567 ummelden auf meinen Namen"

Eigentlich eine einfache Sache, sollte man meinen.... Von wegen. Ein paar Tage später bekommen nicht wir Post, sondern der Hausbesitzer - in sein Haus! Es war wohl so, dass sie (EON) seinen Vertrag in seinem Haus gekündigt und mich DORT angemeldet hatten. Ich habe die Zählernummer dort aber gar nicht gewusst, keine Ahnung, wie das gehen kann.

Natürlich waren wir etwas konsterniert, also, noch mal angerufen. Lustigerweise war auf den ganz neuen Briefen auch wieder die falsch 0180X-Nummer drauf... Grml... also wieder Zettel und Stift und so weiter.

Also, das Gespräch war diesmal etwas weniger freundlich, da ich wirklich blöd angemacht wurde von der Dame am Telefon. Ich habe ihr erklärt, dass da die Verträge vertauscht wurden und sie evtl. auch die Zähler durcheinander gebracht haben. Wir sollten das bitte klären, denn so sind die Verträge genau falsch rum.

Nach langem Hin und Her hieß es, sie kümmert sich drum und ich solle doch beim nächsten Mal die richtige Zählernummer nennen. Ich hab da schon geglaubt, es hackt, echt! Die machen einen Fehler und wälzen den auf den Kunden ab. Aber ok... Ärger runter geschluckt, kann man ja eh nix machen.

Der Hammer kommt noch: sie rufen beim Hausbesitzer an und meinen "Da wurde uns die falsche Zählernummer genannt" so in etwa, dass ich zu blöd war, die richtige Nummer zu nennen.

Nur fürs Protokoll: ich kannte weder die andere Vertragsnummer, noch die andere Zählernummer - wie auch, hab die ja nie gesehen!

Ok, denkt man sich, dann regelt sich das jetzt... Aber nein, EON fällt noch was Schönes ein: sie haben tatsächlich jetzt meine Adresse vertauscht - ich wohnte für EON jetzt im andern Haus! Die Verbrauchsstelle stimmt jetzt aber...  Die Adresse habe ich nie genannt?!?!?!? Ich werde wahnsinnig...

Also noch mal anrufen - auch auf diesem Brief steht die falsche Telefonnummer... grml ok, nach langem Hin und Her wurde meine Adresse dort korrigiert, aber der Hausbesizter hat jetzt noch keinen neuen Vertrag bzw. die Vertragsunterlagen sind noch falsch, da muss eigentlich noch was kommen - hoffen wir es.

Also wirklich - wie schwer kann es sein, die Aufgabe "Vertrag A auf jemanden ändern" sein? Und vor allem, dann zu behaupten, der Fehler läge beim Anrufer...

Ich bin ja nicht so überheblich zu glauben, dass ich keine Fehler mache... aber meine Frau war dabei und hat mitgehört, bei jedem der Telefonate... das geht so nicht!

Und das schlimmste ist, dass ich wegen deren Fehler zusammengezählt über eine Stunde in der Warteschleife hing und dafür auch noch Geld vertelefoniert hab...

Wenn die es jetzt nicht hin bekommen, bin ich wieder bei den Stadtwerken - die haben beim letzten Mal nur verpennt, mir eine Rechnung zu schicken ;-)

 

 


Kategorie: iPhone und iPad --> Computer

PushMail von Linux -> Iphone IOS6

Di, 25. 09. 2012 - Tags:

So, das hat ein wenig gedauert...

Also, das Problem kennt jeder, der einen eigenen Root-Server hat und mit dem iPhone von dort auch kerne PushMails bekommen würde - und das am besten kostenlos (ohne Exchange und Co.) und ohne viel "Drum Rum".

Lange Zeit ging das gar nicht, man musste auf externe Dienstleister setzen und seinen Account z.B. zu google syncen oder sowas wie die PushMail App verwenden (dazu müssen aber alle Mails an einen fremden Server gesendet werden, der dann wiederum das "Pushen" übernimmt). Alles nicht so der Brüller...

Zum Glück fand ich kürzlich Z-Push, ein kleines Open-Source Projekt, welches versucht, dieses Problem zu lösen. Ist eigentlich Teil einer größeren Groupware-Lösung (Zarafa) aber da es unter GPL läuft, darf man es ja gerne verwenden.

Die Installation ist eigentlich denkbar einfach und kann an vielen Stellen nachgelesen werden, aber hier ein paar Tipps, damit es auch bei euch klappt (Beispiele beziehen sich auf ein Ubuntu System):

  1. Ihr braucht einen am besten schon fertig konfigurierten Apache, hier wäre es auch sinnvoll wenn HTTPS schon funktionieren würde (zwingend nötig).
  2. PHP5 sollte installiert sein und so konfiguriert, dass es für besagten Server läuft
  3. ihr solltet auf dem Server schon einen IMAP-Server laufen haben, ich nutze dafür Dovecot
  4. einige PHP-Module werden benötigt, darunter: php-mail und php-pear (mit apt-get installieren)
  5. dann die aktuelle Version runter laden (z.B. von hier ) und irgendwo auspacken. bei mir liegt das alles in /var/www
  6. ich hab dann einen link angelegt ln -s z-push-2.0.3-1476 z-push damit fällt ein upgrade leichter
  7. Dann noch den apache richtig configurieren. Dazu müssen einige Zeilen in die conf für diesen Server gepackt werden - bei mir liegt das in /etc/apache2/sites-available/server-ssl.conf
Alias /Microsoft-Server-ActiveSync /var/www/z-push/index.php
 <directory /var/www/z-push>
 Options -Indexes
 AllowOverride none
 Order allow,deny
 allow from all
 php_flag magic_quotes_gpc off
 php_flag register_globals off
 php_flag magic_quotes_runtime off
 php_flag short_open_tag on
 </directory>
 ErrorLog /var/log/apache2/zpush.example.com-error.log
 LogLevel warn
 CustomLog /var/log/apache2/zpush.example.com-access.log combined
 ServerSignature Off
Das mit dem Alias MUSS sein, sonst klemmt es... Apache neu starten nicht vergessen!

Ihr solltet jetzt noch die conifg.php anpassen. Dort sind insbesondere folgende Einträge wichtig:

BACKEND_PROVIDER = "BackendImap";
 define('IMAP_SERVER', 'localhost');
 define('IMAP_PORT', 143);
 define('IMAP_OPTIONS', '/notls/norsh');
 define('IMAP_DEFAULTFROM', '');

 define('IMAP_SENTFOLDER', 'Sent');
 define('IMAP_DELETEDITEMSFOLDER', 'Trash');
 define('IMAP_DRAFTSFOLDER', 'Draft');
 define('IMAP_INLINE_FORWARD', true);
 define('IMAP_USE_IMAPMAIL', true);
 define('IMAP_USE_FETCHHEADER', true);

ich hab die Kommentare dazwischen aus dem Beispielfile mal weggelöscht, wegen der Übersicht. Die Optionen sollten sich eigentlich von selbst erklären. Einige davon sind defaultmäßig schon gesetzt, andere leider nicht. Da müsst ihr vermutlich auch ein wenig rum-experimentieren, bis ihr die richtigen Settings habt.

So funktioniert es aber ganz gut, wenn ihr nun auf https://SERVER/Microsoft-Server-ActiveSync mit dem Browser geht, sollte so was wie "GET NOT SUPPORTED" als Fehlermeldung kommen. Evtl. kommen da auch noch mehr Fehlermeldungen, die meistens bedeuten, dass irgendein PHP-Modul fehlt.

Per Default ist z-Push auf MAPI configuriert, ihr solltet also, falls ihr das nicht nutzen wollt, die entsprechende Backend-Zeile auskommentieren oder löschen, sonst kommt es beim Sync zu Fehlern.

Wenn ihr so weit gekommen seit, solltet ihr eigentlich schon in der Lage sein, Pushmails zu bekommen (z-push kann noch weit mehr, also auch Termine und kontakte, todos etc syncen, aber das hab ich bisher nicht genutzt - dafür gibt’s ja die cloud).

Dazu müsst ihr in eurem IOS-Device (z.B. iphone) ein neues Exchange-Konto anlegen. Wichtig: Das Feld "Domain" leer lassen, die Zugangsdaten wie gewohnt eingeben.

Voila... das sollte klappen... es dauert ein wenig, bis alles syncrhonisiert ist, aber dann habt ihr PushMail...

Oder?

Naja... Fast... HTML-Mails gehen nicht. Das findet man ziemlich schnell raus, denn es wird immer nur der Plaintext anteil einer MultipartMail angezeigt - da fällt einem mal wieder auf, wie viel HTML-Mails man eigentlich bekommt.

Da gibt es momentan noch keine offizielle Lösung dafür (in dem Code wird HTML sogar explizit entfernt), aber wenn ihr euch den Branch as12.1 zieht, damit funktioniert es.

Um diesen Entwickler-Stand zu installieren, müsst ihr einfach nur svn auf eurem Server installiert haben und folgende Zeile eingeben:

svn checkout http://svn.berlios.de/svnroot/repos/z-push/branches/as12.1/

Das ganze hab ich in /var/www ausgeführt, da liegt ja auch schon das finale z-push. Jetzt nur noch den Link von as12.1 auf z-push anlegen und die config.php erneut anpassen (siehe oben).

Das Config-File bitte nicht kopieren, da in diesem noch eine Menge zusätzliche Informationen sind, die sonst fehlen. Ich habe folgende Änderungen (mal abgesehen von den oben schon erwähnten) vorgenommen

define('SYNC_CONFLICT_DEFAULT', SYNC_CONFLICT_OVERWRITE_SERVER);
define('BACKEND_CHARSET','UTF-8');
define('SINK_FORCERECHECK', 300);
define('PING_INTERVAL', 60);

Schaut euch die Kommentare in den beiden config-Files an, dann sollte es klar sein, was diese Optionen genau setzen.

Vergesst aber nicht, MAPI zu deaktivieren. Dazu solltet ihr am Ende des Config-File in dem dort definierten "BACKENDCOMBINED" alles außer IMAP deaktivieren:

define('BACKENDCOMBINED_CONFIG', serialize(array(
            'backends' => array(
                     'i' => array(
                          'name' => 'BackendIMAP',
                      ),
                 // 'v' => array(
                       // 'name' => 'BackendiConDir',
                 // ),
                 // 'c' => array(
                       // 'name' => 'BackendiCalDir',
                 // ),
    ),
    'delimiter' => '/',
     //creating a new folder in the root folder should create a folder in one backend
     'rootcreatefolderbackend' => 'i', 
   ))
 );

So, damit habe ich Push-HTML-Emails! Voila...

ACHTUNG: dieser Entwicklerstand wird natürlich von niemandem supportet und kann sich jederzeit ändern. Ich hab damit keine Probleme, das heißt aber nicht, dass da keine sind. Nutzung auf eigene Gefahr ;-)

 

Ein kleines Problem bleibt da aber immer noch: in IOS  kann man bei Exchange-Konten keine mehreren Absenderadressen angeben. Bei "einfachen" IMap-Accounts ist es möglich, einfach kommagetrennt mehrere Emailaddressen anzugeben (wobei man dazu den Umweg über die Notizen-App wählen muss, da man bei der Eingabe in den Settings kein "Komma" zur Verfügung hat). Bei Exchange funktioniert das leider nicht.

Ich habe momentan keine andere Lösung gefunden, als ein "Dummy" Account. Das legt man mit einem ungültigen IMAP oder Pop3-Account an, und als Postausgangsserver wird dann z.B. der von uns gerade Konfigurierte verwendet. Das ist unschön und umständlich, aber ich finde keine bessere Lösung. Vorschläge sind jederzeit willkommen!


Kategorie: Apple --> Computer

Upgrade auf Mountain Lion

Mi, 25. 07. 2012 - Tags:

Gleich vorweg - es ist nicht 100% unproblematisch... aber hier die Erfahrungen, die ich heute (gerade) mit dem Upgrade gemacht habe.

Der Download hat erwartungsgemäß etwas gedauert, war wohl nicht der einzige, der das runter geladen hat ;-) Nach dem Download (von ca. 4,5 GB) wird die Installation gestartet. Der erste Schritt bis zum Reboot geht recht flott, ca. 1-2 Minuten - aber dann dauert es - je nach Rechner - zwischen 30 Minuten und 2 Stunden. Danach startet der Rechner neu, und die Einstellungen etc werden unproblematisch übernommen. Auch der VNC zugriff funktionierte wieder problemlos - ich konnte so ein Mountain-Lion update so remote machen.

Nach dem Start bekommt man gleich die Meldung, welche Apps nicht mehr funktionierten: dazu zählen die OmniBar im Safari und die Lion-Server Erweiterungen. Beides nicht schlimm, denn OmniBar ist im neuen Safari integriert und die Server-Erweiterungen waren eh nicht sooo sinnvoll bei mir. Allerdings: wenn ihr OSX Server-Funktionen braucht: Finger weg von Mountain Lion für den Moment!

Dann ist noch ein Update nötig, da werden neue Versionen von IWork installiert und FinalCut etc.

Mit dem Upgrade wird auch XCode 4.4 installiert - wird nachher noch wichtig.

Ich nutze den Mac ja als Entwicklungsrechner und benötige zwingend Java als system. Hier zusammengefasst was passiert ist:

  • Nach der Installation von Moutain lion ist das Oracle JDK 1.7 NICHT mehr verfügbar, wird in der Kommandozeile nicht gefunden: Lösung: ich habe Java von Sun noch mal runter geladen und installiert - lief aber noch nicht. Auch die Java-Einstellungen haben nicht geholfen. Wichtig: Falls ihr die Umgebungsvariable JAVA_HOME gesetzt hat, funktioniert das irgendwie nicht in der Konsole. Nach dem löschen der JAVA_HOME Variable bzw. dem Setzen auf den korrekten Pfad lief alles wie gewünscht (/Library/Java/JavaVirtualMachines/1.7.0.jdk/Contents/Home/)
  • GIT funktioniert nicht mehr - executable ist weg! Das ist natürlich nervig und sollte eigentlich Unproblematisch über die Downloads in den Einstellungen von XCode nachinstalliert werden können (Command-Line tools). Leider kann ich bei mir die tools nicht runterlasen - meine AppleID ist nicht gültig dafür, warum auch immer?!?? Ein wenig googeln und man findet einen Download link, der funktioniert - jetzt geht auch GIT Nachtrag: jetzt funktioniert auch der Download der command-Line Tools in XCode. Wer allerdings XCode nicht installieren will bzw. keine Developer ID hat, kann es sich gesondert runterladen.
  • IntelliJ funktioniert bis auf die oben genannten Probleme nach deren Behebung problemlos
  • mongoD funktioniert ohne Probleme
  • Google Mail wird jetzt besser unterstützt aber aus irgend einem Grund gibt es immer wieder Probleme bei der Kenwortüberprüfung - seltsamerweise nur beim Kalender, nicht in Mail?!?!?
  • Hyperdock zeigt keine Full-Screen Apps mehr in der small Preview an...Nachtrag:  von Hyperdock gibt's ein Update, jetzt funktioniert es wieder und bringt noch ein paar neue Features mit!
  • VMWare Fusion läuft nicht mehr - ich hoffe, da gibt’s bald ein update - Nachtrag: VMware Fusion läuft, aber Parallels Desktop 6 nicht mehr - Ok - ich bin eh auf VMWare umgestiegen, also kein Problem bei mir.
  • Tunnelblick geht nicht mehr - OpenVPN-Connect lief auch erst, nachdem ich es neu installiert hatte (irgendwo verständlich, wenn man mal drüber nachdenkt) - Nachtrag: Tunnelblick funktioniert besser mit der aktuellen Beta (3.3 Beta 12) - da meckert GateKeeper auch nicht - Leider funktioniert die "originale" OpenVPN-Software (openvpnconnect 1.8.3) nicht wirklich stabil in Mountain Lion. Ich hab sie deinstalliert und nutze nur noch Tunnelblick (ist eh hübscher)
  • Die Webfreigabe ist nicht mehr unter den Settings zu finden. Den Apache muss man jetzt manuell im Terminal starten sudo apachectl start/stop/restart oder so. Es fehlt auch die benutzerspezifische Config /etc/apache/users/XXX.conf. Das darf man alles neu configurieren. Stört aber nicht wirklich... außer man ist Mausschubser ;-)
  • Google Docs funktioniert nicht mehr ganz in Safari 6 (Spreadsheet klemmt) und im Chrome(!) geht nicht mal mehr die Startseite! Muss deswegen Firefox nutzen
Falls mir noch was auffällt, werde ich das hier posten - Viel spass mit Mountain Lion!

Ach ja - software-Update startet jetzt den App-Store!

 

 


Kategorie: Computer --> Test of Tools

Test of Tools: Postbox Mac

Do, 12. 07. 2012 - Tags: test of tools

Ich hab mir gedacht, ich schreib hier mal was zum Thema Mac-Tools, die ich so getestet habe. Heute mal Postbox (Version 3), DER Email-Client (angeblich). (zu finden unter http://www.postbox-inc.com)

Eigentlich ist das Ding echt nicht übel, basiert auf Mozilla Thunderbird (und der wird ja bekanntlich momentan eher stiefmütterlich behandelt) und hat 100e nette features.

Jeder kennt das ja, man hat mehrere Mailaccounts, teilweise IMAP teilweise POP3, man braucht personalisierte Signaturen etc. Das alles bietet Postbox und das gleich noch ne ecke besser als andere Mail Clients, auch wenn Postbox $9,95 kostet, ist er eine Überlegung wert.

Eine große Stärke von PostBox ist das Suchen: Ordner oder EmailAccounts werden indiziert (dauert eine Weile und muss manuell angestossen werden), dann kann man aber echt komplexe Anfragen stellen. Sowas wie "alle emails vom letzten Jahr, welche ein Attachment haben und wo in dem Betreff ein 'E' vorkommt und der Autor Steve Jobs ist" ist dann möglich. Da können sich einige andere Email Clients noch ne Scheibe von Abschneiden.

Auch das Tagen der Emails mit bestimmten Schlagworten ist ein Feature, was ich schmerzlich bei Apple-Mail vermisse, insbesondere weil das einfach mit den Tasten 1-9 funktioniert! Super! Zudem kann man mails auch noch "Flaggen" (also wie in Apple Mail "markieren") was Postbox in sowas wie "noch zu erledigen" übersetzt. Allerdings gibt es dafür kein Tastenkommando (zumindest hab ich es die letzten Tage nicht gefunden) und es wird ein wenig unübersichtlich, weil die verschiedenen Markierungswerkzeuge (also das Taggen z.B. als "wichtig", das Markieren als "noch zu erledigen" und das Markieren als sagen wir ungelesen) völlig unterschiedlich funktioniert. Da wünschte ich mir, das wäre etwas übersichtlicher. Aber: "Unter den Blinden ist der Einäugige König" - die anderen Mailclients (abgesehen von Thunderbird) bieten diese Funktion ja nur in einfacherer Form an, wen überhaupt - insofern kann man damit leben.

Ein weiteres tolls feature ist die Anbindung an Facebook und Co. Damit kann man Daten über Email-Absender aus den Sozialen Netzwerken laden - echt eine tolle Idee für Facebook User.

Für alle DropBox-User gibt es noch ein tolles Feature: man hat die Möglichkeit, Anstelle von Dateien, automatisch DropBox-Links zu versenden. super, wenn man viele oder große Dateien versenden will.

Toll ist auch, dass man sich alle Attachments in einem Ordner direkt anzeigen lassen kann - wirklich cooles feature!

Das alles fände ich ja super, und das könnt ihr bei allen möglichen anderen tests auch nachlesen. Aber was mich tierisch nervt sind folgende Dinge:

  • Stabilität: Postbox ist mir in meinem Falle mehrmals abgeschmiert nur weil ich ne Email versenden will oder weil ich eine Email lösche
  • Emoji / Sonderzeichen: Der Editor/Texview unterstützt die Emoji-Icons nicht, die seit leopard ja einfach in emails eingefügt werden können. Stattdessen kommt einfach ein weißes Icon auf weißem Hintergrund (nix genau genommen). Das kann den Sinn einer empfangenen Email wirklich deutlich verändern
  • Benutzerführung: Gerade beim Taggen und beim handling mit den getaggten oder ge-flaggten emails ist das etwas verwirrend. So ändert sich z.B. das Tastenkürzel für bestehende Tags wenn man ein neues hinzufügt...
  • Fehlerhandling: Das ist wirklich der Schwachpunkt. Versendet man eine Email, bekommt man gar keine Rückmeldung in der Oberfläche, das der Sendeprozess noch im Gange ist (kein Doodle oder so)... in meinem Fall gab es beim Import der Einstellungen von Apple-Mail einen Fehler und das Versenden klappte nicht. Man bekommt keinerlei Hinweis, wenn es nicht geklappt hat, warum es nicht geklappt hat. Man sieht nur irgendwann, dass die Mail noch im Ausgangsordner steckt und nicht versendet wird. Da muss dringend Nachgebessert werden. Außerdem ist mir dabei Postbox mehrmals abgeschmiert
  • Überhaupt wirkt die Oberfläche wenig durchdacht und macht den Eindruck als hätte man einfach thunderbird auf die "schnelle" aufgebohrt (was vermutlich bis auf "schnell" stimmt). Leider macht es die Bedienung dadurch etwas schwieriger und umständlicher. die Tollen neuen Features sind teilweise schwer zu erreichen oder nur umständlich zu benutzten.
  • Beim arbeiten insbesondere mit GoogleMail habe ich immer wieder den "Password falsch"-Dialog. Nach einem Klick auf "retry" geht wieder alles, aber das ist einfach unnötig. Keine Ahnung, warum die anderen MailClients da keine Probleme haben.
  • Binary-Fehler: Wenn man attachments in seinen Emails hat passiert es mir wirklich häufig, dass diese mitten drin einfach nicht weiter geladen werden. Das resultiert dann in halb geladene Bilder oder zip-Files, die sich nicht auspacken lassen. Ich habe auch keinen Weg gefunden, Posetbox zum neu Laden zu bewegen. Dummerweise speicher Postbox seine Attachments wohl lokal mit dem Effekt, dass wenn man die Attachments speichert, diese teilweise verkrüppelt ankommen.
Fazit:

Ich find postbox eigentlich wirklich nett und wäre gerne bereit die knapp $10 auszugeben, wenn da nicht die kleinen Unzulänglichkeiten wären. Vor allem das fehlerhafte Handling von binary-Attachments ist ärgerlich.

Ich kann mir nicht genau erklären, wo die benannten Fehler alle her kommen, evtl. ist es ein Seiteneffekt mit irgendwelchen anderen Programmen, aber ärgerlich ist's allemal. Insbesondere weil ich im Internet keine dies bezüglichen Aussagen gefunden habe.

Ich find es schade, dass Postbox bei mir nicht wirklich gut funktioniert. Mal sehen, wann ich es noch mal ausprobiere. gerade die Suchfeatures finde ich wirklich klasse und die verschiedenen Ansichten sind auch awesome... Wenn die kleinen Fehlerchen noch behoben sind, dann werde ich sicherlich zuschlagen. Wenn diese Fehler bei euch nicht auftreten oder ihr damit leben könnt (wie z.B. mit dem fehlenden Emoji-Support) kann ich euch Postbox nur wärmstens ans Herz legen.

Von mir gibt es Overall 5 von 10 Punkten (wg. den Fehlern)


Kategorie: Allgemeines

Auswirkung einer Schalt-Sekunde

Mo, 02. 07. 2012 - Tags:

Das Wochenende war mal wieder spannender, als man es sich wünschen würde... Es gab wohl eine Schaltsekunde, in der Nacht auf den 1.7. um 2:00 früh wurden alle Uhren um eine Sekunde angehalten. Kaum zu glauben, aber das hatte erstaunliche Auswirkungen:

[caption id="attachment_196" align="aligncenter" width="300" caption="Sysload im Zeitlichen verlauf"]Sysload aller Rechner[/caption]

Was mir nicht ganz klar ist: die Systemlast ist ums zig-Fache gestiegen, als diese Sekunde hinzugefügt wurde. Allerdings sind nur die Java-Prozesse Amok gelaufen, alles andere war ok. Auch die Response-Zeiten waren ok - sogar SSH auf eine Maschine mit einer Load von über 30 ging problemlos und ohne merklichen lag. Scheint wirklich so, als wäre da das measurement von Linux durcheinander geraten (wenn auch nur bzgl. der Java-Prozesse).

Bei uns war es also noch recht glimpflich, andere (4square und co) hatten da nicht so viel Glück. Nachdem wir alle Rechner durchgestartet hatten (wohl gemerkt, das System! nicht nur den Java-Prozess neu starten, das hat nämlich nix gebracht), lief wieder alles.

Anyway... Erstaundlich, was so eine Schaltsekunde auslösen kann.

Wunder der modernen Technik!


Kategorie: Tweet --> Allgemeines

Noch ein Wettertipp: bei diese...

Mi, 20. 06. 2012 - Tags: tweet

Noch ein Wettertipp: bei diesen Wetterverhältnissen sollte man in oberirdischen öffentlichen Verkehrsmitteln Sitzplätze bei den Türen meiden


Kategorie: Tweet --> Allgemeines

Tipp: ab einem gewissen Durchn...

Mi, 20. 06. 2012 - Tags: tweet

Tipp: ab einem gewissen Durchnässungsgrad der Kleidung fällt einem der Regen nicht mehr auf.


Kategorie: Tweet --> Allgemeines

Wetter App. Auf iOS #fail

Mi, 30. 05. 2012 - Tags: tweet

Wetter App. Auf iOS #fail


Kategorie: Tweet --> Allgemeines

Stoppt die Vorratsdatenspeiche...

Mi, 23. 05. 2012 - Tags: tweet

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung | Verdachtsfrei - Anlasslos - Nutzlos Video http://t.co/hqFqXiPa


Kategorie: Tweet --> Allgemeines

find ich gut, dass sich da mal...

Mi, 16. 05. 2012 - Tags: tweet

find ich gut, dass sich da mal jemand vernünftig zum Thema Security am Mac äußert: http://t.co/KQ4hLAwA


Kategorie: Tweet --> Allgemeines

Interessant - so funktioniert ...

Mo, 23. 04. 2012 - Tags: tweet

Interessant - so funktioniert der Flashback: “@heiseonline: Mac-Trojaner Flashback analysiert http://t.co/i5SeQSHM” - Gefahr gebannt?


Kategorie: Tweet --> Allgemeines

Und noch ein Trojaner: “Appl...

Di, 17. 04. 2012 - Tags: tweet

Und noch ein Trojaner: “Apple-Schädling: Neuer Mac-Trojaner nutzt alte Schwachstelle... http://t.co/TgBKnFi6” - jetzt geht’s rund am Mac ;-)


Kategorie: Tweet --> Allgemeines

Microsoft oder Apple - wer ist...

Mo, 16. 04. 2012 - Tags: tweet

Microsoft oder Apple - wer ist schuld? ;-)“@cultofmac: Microsoft Office Vulnerability Brings Another Trojan To The Mac http://t.co/uc0EdlbT”


Kategorie: Tweet --> Allgemeines

“@heisec: HP ProCurve Switch...

Do, 12. 04. 2012 - Tags: tweet

“@heisec: HP ProCurve Switches mit Virus ausgeliefert http://t.co/z3ncTAt6” - sowas macht einen doch nachdenklich!

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