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Datum: 04. 08. 2022 um 19:54:49
Schlagworte: Firmenwagen Tesla E-Mobilität
Kategorie: E-Mobilität
Ursprünglich veröffentlicht auf: boesebeck.biz
erstellt von Stephan Bösebeck
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ADMIN
Situation
Leasing des Model3 läuft aus, die aktuelle Leasingfirma würde die Leasingrate fast verdoppeln, wenn ich das gleiche Fahrzeug noch mal nähme. Das bringt einen doch zum Nachdenken und deswegen und wegen der Erfahrunge mit Tesla und der Elektrofahrerei ist das ein guter Moment, sich auch mal was anderes ansehen.
Erfahrung mit Tesla
Ja, ich war und bin mit dem Model 3 eigentlich ganz zufrieden. Ich hatte leider auch einige nicht ganz so schöne Erlebnisse mit Tesla. Gerade was den Service betrifft, ist es echt etwas schwierig. Da wurde viel bei Tesla umgebaut und verändert, umstrukturiert und auch einige Dinge verbessert. Aber alle diese Änderungen haben natürlich einige Zeit gebraucht, bis sie gewirkt haben, haben zu "Kinderkrankheiten" und "Geburtswehen" geführt - leider so gut wie alle zum Nachteil der Tesla-Fahrer.
Alles in Allem ist das mit Tesla ok, weil man normalerweise übherhaupt keinen Service oder so was benötigt. Laut Tesla wäre es ok, nach 4 Jahren mal einen Service zu machen, nötig ists aber nicht. Also im Gengensatz zu den anderen Herstellern, die einen mindestens ein mal im Jahr in die Werkstatt zwingen.
Dennoch gibt einem das Ganze ein "komisches" Gefühl. Aber ich wollte auch diesen Punkt in die Rechnung mit aufnehmen und wollte mit diesem Post mal versuchen, meine Entscheidungsfindung ein wenig zu dokumentieren und meine einschätzung der verschiedenen Kriterien zusammenzutragen.
Kandidaten
Da das Leasing ja doch deutlich teurer wurde und auch noch ein paar Probleme beim Tesla-Service existieren, wolle ich auch mal andere Fahrzeuge ansehen - zum Glück gibt es ja jetzt schon ein wenig Auswahl in dem Segment der Elektrofahrzeuge. Und ja, ich wollte bei Elektro bleiben. Zum einen, weil ich meiner Meinung nach mehr auto fürs Geld bekomme und weil es auch schön ist, keine Abgase dort zu hinterlassen, wo man langfährt. Dass man Tankstellen nur noch zum Waschen besucht, ist meiner Meinung nach auch ein Vorteil.
Die Kandidaten, welche als Nachfolger in Frage kommen könnten, sollten natürlich "ähnlich" zum Model3 sein. Besonderes Augenmerk auf Fahrspass, Reisetauglichkeit und die Fahrassistenzsysteme / die Software, deswegen scheiden Kandidaten wie Renault Zoe oder auch ein Mini E erst mal aus... Auch der Preis ist natürlich ein wichtiger Faktor, der mit in die Entscheidung einfließt. Um mit dem Model3 vergleichbar zu sein, musste bei fast allen Fahrzeugen die "große" Austattungsvariante zum Vergleich heran gezogen werden. Sehr häufig gibt es auch noch günstigere Optionen, es sollte aber ähnlich von Reichweite, Leistung etc sein.
Lieferzeit war auch ein Problem, das Leasing läuft 2023 im Juni aus und dann sollte auch wieder ein Fahrzeug da sein. Das ist erstaunlicherweise jetzt im August 2022 allen Ernstes ein Faktor - einige Fahrzeuge scheiden wegen Lieferproblemen aus (Volvo z.B.).
Ich habe hier mal ein paar sehr subjektive Bewertungen angegeben. Das ist meine persönliche Meinung zu dem Thema und jeder kann zu einem anderen Ergebnis kommen. Insbesondere die Gewichtung der einzelnen Kategorien wird bei dem ein oder anderen abweichen.
Bewertung
Die Bewertung ist - wie schon erwähnt - sehr subjektiv und vor allem vergleichend. D.h. hat ein Fahrzeug in einer bestimmten Kategorie mehr Punkte als ein anderes, bedeutet das nur, dass es hier in diesem Vergleich subjektiv besser war. Das ist keine absolute Aussage! Bitte behaltet das im Auge, wenn ihr euch die Bewertungen anseht.
Ich vergebe 0-100 Punkte in jeder Kategorie, wobei das wirklich nur eine subjektive Einschätzung ist.
Die einzelnen Kategorien haben bei mir verschiedene Gewichtung. Da ich mehr Wert auf Fahrspass als auf z.B. den Service lege, werden diese Punkte auch doppelt gezählt.
Wenn ich das also so zusammentrage, komme ich für mich auf folgende Gewichtungen:
| Kategorie | Gewichtung | Bemerkung |
|---|---|---|
| Fahrspass | 2 | Beschleunigung, Sportlichkeit |
| Service | 1 | Werkstatt, Wartung etc |
| Reichweite / Laden | 2 | Ladeleistung und Dauer auf Roadtrip |
| Fahrassistenz | 3 | Spurhalteassistent / Tempomat etc |
| Software | 2 | Over The Air Updates, Navigation, Infotainment |
| Platzangebot | 2 | Wie viel Platz im Wagen selbt, Kofferraum, Frunk |
| Optik | 2 | Das Aussehen, persönlicher Geschmack |
Roadtrip Berechnung
Bei den hier besprochenen Fahrzeugen berechne ich auch einen (theoretischen) Wert für die Zeit, die man vermutlich für das Laden auf einem 900km Trip benötigen würde.
ich gehe davon aus, dass die reale Reichweite bei 100% beim Laden während des Trips nicht wirklich erreicht wird, aber man mit 100%. Dann jeweils von 10-80% lädt und entsprechend weiter kommt.
Beispiel: bei einer theoretischen Reichweite von 500km würde man vermutlich ziemlich genau 450km weit kommen, bis der Akku nur noch 10% hat.
Dann müsste man laden, auf 80%. Gehen wir davon aus, dass das 30min dauert. Dann würde man versuchen weiter zu fahren, da man nur auf 80% geladen hat, hat man aber nur eine Reichweite von ca. 350km (man fährt ja nicht auf 0, sondern auf 10%).
Es fehlen dann noch 100km, die man noch ein Mal durch laden erreichen könnte - in diesem Fall müsste man für die 100km Rest noch mal ca. 10min laden. Dann würde man aber mit vermutlich 0% SOC ankommen, was normalerweise nicht gewollt ist. D.h. um am Ende mit mind. 10% anzukommen, müsste man insgesamt vermutlich ca. 42min laden auf einem 900km Trip.
Das geht natürlich davon aus, dass es keine Verbrauchsschwankungen (Höhenunterschiede) oder ähnliche Faktoren gibt, das ist ein rein rechnerischer Wert, der in der Realität so vermutlich nicht erreich werden kann. Verdeutlicht aber ein wenig, wie die Ladegeschwindigkeit und die Reichweite (und damit auch der Verbrauch) in Kombination so einen Trip beeinflussen.
Reichweite / Laden
Weil die WLTP-Reichweite an sich nur wenig aussagt und auch die Gesamtladedauer bei unserem oben beschriebenen Roadtrip evtl. etwas irreführend ist, generiere ich bei diesem Punkt "Reichweite / Laden" eine Punktzal aus dem normalisierten Produkt von Ladedauer auf dem RoadTrip und maximaler Ladeleistung (weil letzteres für mich ein Indikator für gute Ladeelektronik ist).
Als Reichweite wird die auf ElektroautoVergleich aufgelistete Reale Reichweite und die dort aufgeführte durchschnittliche Ladedauer für 10-80% und die durchschnittliche Ladeleistung von 10-80% herangezogen.
Diese Werte zusammengenommen, ergeben dann die Bewertung für Reichweite / Laden.
Fahrzeuge
Polestar 2
Ich hatte mich sehr auf den Polestar 2 gefreut. Das Auto sieht toll aus und ich finde es wirklich schön anzusehen. Der Platz im Kofferraum ist gut, zumindest größer als beim Model 3. Aber natürlich gibt es ein "Aber": ich fand es super "gedrungen" in dem Fahrzeug. Gerade die sehr breite Mittelkonsole (laut Polestar liegt das nur an der Verbrennerbasis) war echt störend. Für mich war es als Fahrer zu eng und zu unbequem. Die hinteren Sitze sind recht geräumig und so weit ok.
Der Polestar 2 ist aber wirklich super sportlich zu fahren, er hat gut Leistung und ist auch gut um Kurven zu zirkeln.
Die Software ist etwas "seltsam" - ich empfand Android Auto (was da als Betriebssystem genutzt wird) erstaunlich unintuitiv und ich hab mich in den Menüs "verlaufen". Zwischenzeitlich hatten wir 2 Navigationssysteme laufen, A Better Routeplanner war bei unserem Vorführwagen installiert und lief im Hintergrund, zusammen mit der eigenen Google Navigation. Das wäre ja so weit ok, aber die beiden hatten verschiedene Ziele - und wir haben es eine ganze Weile lang nicht geschafft, eines der beiden abzuschalten.
Die Fahrassistenz ist so weit ok, allerdings hat der Spurhalteassistenz ein Problem die "Mitte" zu finden. Teilweise fuhr er zu weit rechts, mal wieder zu weit links... dann wollte er mal Abbiegen auf der Autobahn. Ich hatte kein echtes Vertrauen in das Ding.
Der "Smarte" Tempomat war so weit ok, wobei es sehr komisch ist, dass der Polestar die Geschwindigkeitsbegrenzung zwar erkennt, aber den Tempomat nicht automatisch einstellt!
Bei der Ladetechnik kann der Polestar auch nicht wirklich punkten, denn 1. ist sein Verbrauch zu hoch bei dennoch guter Reichweite (486 WLTP und real ca. 395km) und 2. lädt er im Schnitt zu langsam. Auf der Seite ElektroautoVergleich wurde eine durchschnittliche Ladeleistung von knapp über 100kw gemessen - das ist etwas wenig. Aber das Laden von 10 auf 80% ist dann doch in knapp über einer halben Stunde mit 32min erledigt. Dennoch kommt der Polestar (rein rechnerisch) bei einem 900km Trip auf eine reine Ladezeit von mind. 74min.
Der Preis ist dabei erwähnenswert, in der Model3-vergleichbaren Ausstattung liegen wir bei ca. 71000,-€. Das Leasing ist allerdings ein Problem. Polestar konnte kein Angebot für ein Firmenleasing ohne Anzahlung geben, ich hab mit zig Leuten telefoniert, den Vertriebler in der Niederlassung gelöchert. Alle meinten, das geht nicht. Ein Supporter hat mir dann irgendwann eine Email geschrieben, in der stand, ich muss einen "antrag stellen". Das war das Erstaunliche: es geht entgegen der Aussage von den Verkaufsmitarbeitern in der Polestar Niederlassung eben doch, jedoch erst als letzten Schritt in der Beantragung des Leasings für das Fahrzeug, was ähnlich wie bei Tesla 100% online funktioniert! Da war der Service mal wieder das eigentliche Problem.
Also ich muss dem Polestar leider schlechtere Noten geben:
| Kategorie | Punkte |
|---|---|
| Fahrspass | 85/100 Pkt |
| Service | 50/100 Pkt |
| Reichweite / Laden | 50/100 Pkt |
| Fahrassistenz | 60/100 Pkt |
| Software | 85/100 Pkt |
| Platzangebot | 85/100 Pkt |
| Optik | 88/100 Pkt |
| Gesamt | 73/100 Pkt |
Volvo C40
Den müsste man im Vergleich mit dem Polestar sehen, da beide auf der selben Basis gebaut werden. Größere Unterschiede gibt es eigentlich nur beim verbauten Infotainmentsystem, was - nach dem, was ich so gesehen habe - noch ein wenig unübersichtlicher ist, als das vom Polestar. Ich konnte das Auto leider nicht fahren, und leider war es für mich auf Grund der Lieferprobleme auch keine echte Alternative. Der Volvo hat eine etwas geringere Reichweite als der Polestar (448km WLTP / 350km real), aber vermutlich die gleiche Ladetechnik. Rein rechnerisch ist man bei dem Auto auf einem 900km Roadtrip ca. 92min mit laden beschäftigt - das ist erstaunlich schlecht, nur der Mach E ist noch langsamer.
| Kategorie | Punkte |
|---|---|
| Fahrspass | 89/100 Pkt |
| Service | 90/100 Pkt |
| Reichweite / Laden | 42/100 Pkt |
| Fahrassistenz | 80/100 Pkt |
| Software | 80/100 Pkt |
| Platzangebot | 80/100 Pkt |
| Optik | 88/100 Pkt |
| Gesamt | 78/100 Pkt |
Hyunday Ioniq 5
Der Ioniq war auch einer meiner Favoriten, sieht wirklich futuristisch aus, bietet viel Platz und bei Hyundai sollte man eigentlich meinen, dass die Elektroautos können. Können sie auch, der Ioniq ist gerade was die Ladeleistung betrifft, super aufgestellt.
Leider hatte ich in meinen Tests ein paar Probleme festgestellt - gerade die Fahrassistenzsysteme waren in meinem Fall eher gefährlich als hilfreich. Abgesehen davon, dass der Spurhalteassistent Schwierigkeiten hatte, die Spur zu halten, schaltet sich dieser einfach ohne eine Akustische oder irgendwie gut sichtbare Warnung ab! Der Tempomat bleibt aber aktiviert, d.h. man merkt überhaupt nicht, dass das Fahrzeug jetzt einfach nur geradeaus fährt. Im Display vor dem Lenkrad (ein Vorteil) gibt es ein Icon, dass anzeigt, ob die Fahrassistenz an oder aus ist. Wenn es aus ist, ist das Icon grau, ist die Fahrassistenz aktiv, wird das Icon hell grün. Bei wechselnden Lichtverhältnissen ist das kaum zu unterscheiden! Ich bin nicht der einzige, dem das aufgefallen ist. Auf youtube gibt es da auch so einige Videos zu. Leider... Wenn so ein Assistenzsystem verbaut ist, dann muss das sicher sein! Die Ausrede: Das ist halt ein "normales" Auto, gilt nicht.
Was auch ein echtes Problem ist: die Navigation hat keine Ladeplanung integriert. Wenn man das Fahrzeug auch für weitere Strecken nutzen will, ist das wirklich eher unpraktisch. Das sollte im Jahr 2022 eigentlich Standard sein.
Dafür unterstützt das verbaute Entertainmentsystem Apple Carplay und Android Auto, damit kann man einige Problemchen wieder wett machen (komischerweise gibts die Schnurlose Variante nur in den "kleineren" Modellvarianten).
Ich fand auch die Mittelconsole ein wenig "störend", die lässt sich verschieben und das ist mir immer wieder versehentlich passiert. Was mich auch ein wenig "gestört" hat, ist dass der Hyndai zwar elektirsche Sitze mit Memoryfunktion hat - aber die Spiegel stellen sich nicht ein, und das Lenkrad lässt sich nur manuell einstellen.
Die Ladeleistung ist echt das, wo der Ioniq glänzen kann. Super schnelle 190kw werden im Durchschnitt von 10-80% geladen, das ist der schnellste in dieser Klasse! Aber leider ist die Reichweite etwas geringer, wird mit 481km WLTP angegeben, real dürfte das in etwa eher bei ca. 390km liegen. Auf einem 900km Roadtrip müsste man rein rechnerisch mit dem Auto nur ca. 40min mit Laden verbringen. Das ist dennoch ungeschlagen! Allerdings habe ich so einige Erfahrungsberichte gelesen habe, dass die Reichweite dann doch nur bei knapp 250km liegen würde (bei reiner Autobahnfahrt, gestartet mit 100%). Wenn man das zugrunde legt, benötigt man 4 ladestopps und dann doch 75min insgesamt und das bedeutet, dass der ioniq nicht wirklich top of the notch ist. Schade, ich fand das Auto wirklich enttäuschend im Vergleich zu dem, was vorher in den Medien zu lesen war. Schade...
Und in dieser Klasse ist der Ioniq das günstigste Fahrzeug mit knapp über 66.000€
| Kategorie | Punkte |
|---|---|
| Fahrspass | 85/100 Pkt |
| Service | 80/100 Pkt |
| Reichweite / Laden | 94/100 Pkt |
| Fahrassistenz | 50/100 Pkt |
| Software | 92/100 Pkt |
| Platzangebot | 95/100 Pkt |
| Optik | 85/100 Pkt |
| Gesamt | 81/100 Pkt |
Genesis GV60
Genesis ist die "Luxusmarke" von Hyundai, demzufolge ist der GV60 am ehesten mit dem Ioniq 5 zu vergleichen. Die Ladetechnik ist identisch, aber das Fahrzeug ist etwas sportlicher und etwas kleiner! Daher hier weniger Platzangebot. Das Infotainmentsystem ist aber anders aufgebaut. Auch hier gibt es viele Spielereien. Der Genesis hat auch insbesondere in der sportlicheren Ausstattunsgvariante sehr viel Leistung und kann sogar driften! Vom Spass her vermutlich in diesem Preissegment ungeschlagen, aber leider 1. nicht lieferbar und 2.mit 78.000€ (für die Sport-Variante) relativ teuer. Im Leasing leider nicht so interessant, weil der Restwert relativ niedrig angesetzt wird.
Was ich erstaunlich fand, dass auch hier die maximale Leistung nicht einfach so verfügbar ist, sondern man einen dämlichen Knopf drücken muss und dann liegt die Leistung für 10sek an oder so. Fühlt sich nicht nur im Jahr 2022 irgendwie nach Krücke an.
| Kategorie | Punkte |
|---|---|
| Fahrspass | 85/100 Pkt |
| Service | 80/100 Pkt |
| Reichweite / Laden | 91/100 Pkt |
| Fahrassistenz | 80/100 Pkt |
| Software | 70/100 Pkt |
| Platzangebot | 85/100 Pkt |
| Optik | 80/100 Pkt |
| Gesamt | 82/100 Pkt |
Ford Mustang Mach E
Einer der teuersten hier in dem Ranking. Wenn man die Konfiguration mit der großen Batterie, Allrad nimmt, beläuft sich der Preis auf in etwa 74000,- €.
Der Mustang Mach E macht echt Spass, ist ein wirklich gutes Elektroauto. Das Infotainmentsystem unterstützt Apple CarPlay und Android Auto und umschifft damit die Ioniq-Bindung im Navigationsystem. Eine Akku-Vorkonditionierung wird eh nicht unterstützt, weshalb es wirklich nicht nötig ist, dass das Auto selbst die Route kennt, die man gerade fährt.
Die Software ist wirklich gut im Vergleich zu dem, was einem sonst so angeboten wird. Wer mag, kann sich in den Einstellungsmenüs verlieren und jede wichtige und unwichtige Kleinigkeit an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Das ist wirklich schön und man hat immer was zu "Spielen". Selbst an eine kleine App um die Ladeweile zu vertreiben wurde gedacht - eine Sketch-App mit der man kleine Bildchen malen kann (Tesla lässt grüßen).
Das Navigationssystem ist auch wirklich gut, zeigt alles an, wass man so braucht insbesondere die Ladestops und wie lange man wo laden muss und mit wie viel SOC man ankommt. Leider ist man da an Ionity ladesäulen gebunden, was ein problem ist. Denn nach einem Jahr verliert man den kostenlosen Kundenstatus bei Ionity und muss sich für 12€ im Monat dort anmelden, um nicht 79ct/kwh zu zahlen. Das ist ein No-Go. Wie aber schon erwähnt, umschifft man das ganz gut mit der Einbindung von AppleCarPlay.
Leider gibt es auch keine Wärmepumpe, was die Reichweite gerade im Winter drückt. Was das betrifft, ist der Mustang aber recht gut mit dabei mit WLTP 540km (real eher um die 430km). Leider ist die durchschnittliche Ladeleistung eher langsam mit 86kw zw. 10-80% ist er in diesem Vergleich mit Abstand der schlechteste. Vor allem kommt noch hinzu, dass die Ladekurve bei dem Mustang ab 80% sehr stark einbricht - auf teilweise unter 22kw!
Rein rechnerisch müsste man bei einem 900km Roadtrip mind. 93 min Ladezeiten einplanen! Das ist wirklich viel und hier im Vergleich mit der langsamste.
Die Fahrassistenzsysteme sind allerdings wirklich ok, der Spurhalteassistent war wirklich gut und hat die Spur gut gehalten, der Tempomat funktioniert gut, bremst nicht zu ruppig und fährt auch nicht zu dicht auf. Das einzige Fahrzeug, das ich getestet hatte, bei dem ich ein ähnliches Vertrauen zu dem Fahrassistenzsystemen aufbauen konnte, wie bei Tesla!
Besonderes Augenmerk beim Mach E sind die ganzen "Gimmicks" - so kann man einstellen, dass im Innenraum ein Motorengeräusch zu hören ist, wenn man beschleunigt (das klingt ein wenig wie ein V8 - aber wirklich nur ein wenig). Auch leuchtet der Mustang einen an, wenn man im Dunkeln mit Schlüssel auf ihn zu geht. Und auf die Straße wird ein Mustang-Logo projeziert! Wirklich nette Spielereien - ob das den Mehrpreis rechtfertigt, muss jeder selbst entscheiden. Für mich eher nicht.
Das Platzangebot im Mustang ist relativ gut, wenn auch im Vergleich nicht wirklich herausragend. Obwohl der Mustang nicht auf einer Verbrennerbasis gebaut wird, hat man innen doch recht wenig Platz. Der "Boden" des Fahrzeugs ist relativ "dick", was dem ganzen die Tiefe nimmt, auch im Kofferraum ist das zu spüren. Im vergleich einer der kleineren Kofferräume.
Der Frunk hat allerdings ne recht nette Eigenschaft: da ist ein Loch, über das Wasser abfließen kann. Das ist insofern gut, da man den Frunk einfach auswaschen kann. Ford bringt da das Beispiel, dass man doch Eis vorne einlagern kann, damit Getränke gehkült werden. Nettes Gimmick, wirklich.
Ford bietet auch eine App mit der man sein Fahrzeug verbinden kann. Wenn man das eingerichtet hat, kann man - ähnlich wie bei Tesla - das Handy als Fahrzeugschlüssel verwenden. Aber im Gegensatz zu Tesla funktioniert das bei Ford wohl nicht wirklich reibungslos und immer ohne Fehler. Deswegen ist man in Punkto software etwas schlechter aufgestellt, als z.B. Tesla. Denn da funktioniert die App wirklich tadellos, schnell und ohne Probleme!
Der Mustang hat auch recht gute Leistung, auch wenn er bei Weitem nicht an das Model 3 heran kommt. Dennoch hatte ich beim Fahren mit dem Mustang wirklich viel Freude und ich kann gut verstehen, wenn man sich den Mustang zulegt!
| Kategorie | Punkte |
|---|---|
| Fahrspass | 85/100 Pkt |
| Service | 90/100 Pkt |
| Reichweite / Laden | 44/100 Pkt |
| Fahrassistenz | 80/100 Pkt |
| Software | 85/100 Pkt |
| Platzangebot | 90/100 Pkt |
| Optik | 90/100 Pkt |
| Gesamt | 80/100 Pkt |
Tesla Model Y
Wenn man Tesla Fahrer ist und sich mit dem System einigermaßen auskennt, dann gibt es beim Model Y keine Überraschungen. Der Tesla ist relativ günstig im Vergleich (67.370,00 €), ist hier im Leasing auch mit am günstigsten angesiedelt, weil der Restwert auch relativ hoch angesetzt werden kann (wer schon mal versucht hat, einen gebrauchten Tesla zu finden, weiß was ich meine).
Die Besonderheit beim Model Y ist die - meiner Meinung nach - bessere Optik und das deutlich bessere Platzangebot. Laut Herstellerangaben ist der Kofferraum mit mehr als 900l Volumen (wenn die Rückbank nicht umgeklappt ist) doppelt so groß, wie z.B. vom Ford Mustang (klar, die Zahlen sind amerikanisch-typisch geschönt, aber bei Ford auch!).
Die Sitzposition ist mir beim Model Y sehr angenehm aufgefallen. Man sitzt nicht so sportlich tief wie beim Model 3 und dennoch hat man immer noch das GoKart-Gefühl. Das mir die höhere Sitzposition gut tut mag auch am vortgeschrittenen Alter liegen 😉 . Das Fahrwerk ist dennoch wirklich besser geworden und gerade im Vergleich zu meinem Model 3 aus 2019 fühlt sich das Model Y (selbst die Perfomance Variante) sehr viel komfortabler an. Überhaupt ist es in dem Auto viel leiser geworden. Gerade auf der Autobahn waren im Model 3 sehr deutlich die Windgeräusche zu hören. Weshalb man auch nicht so schnell fahren wollte 😉 . Aber beim Model Y ist das viel leiser, kaum was zu hören. Und im Vergleich mit den anderen Fahrzeugen, die ich ausprobiert habe, wirklich kaum ein Unterschied.
Was mir im Vergleich zu den anderen wirklich gut am Tesla gefällt, ist die "Gesamtheit" der Software. So Kleinigkeiten, wie dass man eine Memoryfunktion eben nicht nur für die Sitze hat, sondern dass da auch die Position des Lenkrads, der Spiegel, Einstellungen für Autopilot, Lenkung und Beschleunigung etc. Das ist nur ein kleines Beispiel.
Wenn man jezt mal die Zahlen genauer untersucht, ist das Model Y der zweitschnellste "Lader" in dieser Aufstellung (teilt sich den Platz mit den anderen Teslas 😉 ). Das Laden von 10 auf 80% dauert mit 27min knapp eine halbe Stunde, ein wirklich guter Wert. Zusammen mit der Reichweite von reell ca. 435km kommen wir auf eine Ladedauer von insgesamt 53min bei einem 900km Roadtrip!
Die Software ist bei Tesla am ausgereiftesten und am besten zu nutzen. Es gibt keine Probleme mit der Navigation, es gibt keine Probleme mit den Einstellungen oder sonstigem Ja, man könnte sagen der Tesla ist ein "Computer auf Rädern" - das muss ja kein Nachteil sein. Gerade da das Fahrerlebnis zum Großen Teil auch an dem Infotainmentsystem und dessen Anmutung liegt.
Man könnte die Bindung der Navigation an das Tesla eigene Superchargernetzwerk als Nachteil verstehen. Aber dem ist nicht wirklich so, da Tesla mehr Ladesäulen in Europa hat, als die anderen zusammengenommen. D.h. ich habe nicht die Notwendigkeit woanders zu laden. Und gerade beim Preis ist das auch eine Sache: Ionity verlangt für "Nicht-Mitglieder" 79ct / kwh - wenn man das nicht zahlen will, muss man 12€ pro Monat Gebühr zahlen. Das ist wirklich eine dämliche Art, Kunden zu binden. Außerdem kann man in der App sehr wohl auch andere Ladesäulen finden, die werden allerdings nicht in die Routenplanung mit aufgenommen - es sei denn, man fügt sie von Hand hinzu.
Bei Ford ist die Bindung an Ionity eher ein Nachteil, denn die haben zwar viele Ladesäulen, abere eben nicht so viele, wie in einigen Gegenden nötig wäre. Das Ladenetz ist bei Tesla eindeutig ein sehr großer Pluspunkt, den man in der Bewertung unter Reichweite / Laden sieht - da werden mal 10 Punkte für das super einfach zu nutzende Ladenetz hinzugefügt.
Und das ist eben genau der Vorteil von Tesla gegenüber allen anderen hier: Ich kann jederzeit, mit jedem Ladestand in mein Auto steigen, dem Computer sagen, er soll mich bitte nach XYZ navigieren und ich muss weiter nix tun. Bei den anderen Fahrzeugen, egal welche, habe ich immer das problem, dass ich Berechtigungen, Karten, Roaming etc für die Ladesäulen auf dem Weg benötige. Das ist wirklich unnötig kompliziert.
Und ja, dieser Vorteil schwindet, da Tesla das Ladenetz für andere Nicht-Tesla-Fahrzeuge öffnen will / muss. Aber dann sind diese sicher nicht in den Navigationssystemen eingespeichert und die Nutzung ist genauso dämlich, wie mit den anderen Anbietern: App Runterladen, Zahlungsmethode verwenden, Säule freischalten etc.
Ein "Nachteil" ist, dass Tesla kein Android Auto oder AppleCarPlay unterstüzt. Bei Tesla ist mir das aber nur wenig negativ aufgefallen, da die Funktionen der On-Board-Software schon ausreichen. Apple Car Play ist dann besonders hilfreich, wenn das eigene System nicht alle Features bietet (wie beim Hyundai) oder an sich nicht so dolle ist.
Wenn man bei Tesla die Software erwähnt, dürfen die wichtigsten Nicht-Fahrtbezogenen Features nicht fehlen:
- man kann vorklimatisieren, oder beim Aussteigen die Klimaanlage einfach laufen lassen
- es gibt einen "Hundemodus", dann wird im Display ein Hundchen gezeigt mit dem Text "Mein Besitzer ist gleich wieder da" und die Klimaanlage bleibt an. Super feature
- es gibt einen Wächtermodus, der aufnimmt, wenn sich jemand dem Fahrzeug nähert, während es geparkt ist
- es gibit die Spielekiste, in der eine Menge auch Tripple-A games verfügbar sind. Damit kann man sich super die Ladeweile vertreiben
- und wenn man gerne ein Filmchen gucken will: Disney+, Youtube und Twich ist auch im Auto verfügbar (natürlich nur, wenn man nicht gerade fährt)
- Spotify ist direkt im Auto verfügbar und damit kann man quasi alles hören, was man mag.
- Das Fahrzeug lässt ich mit einer Scheckkarte oder mit dem Handy aufschließen, normalerweise muss ich das Handy nur in der Tasche haben und die Tür öffnen.
Wenn wir gerade über die Software sprechen. Die ist ja nicht nur auf dem Fahrzeug selbst zu finden, sondern eben auch in der Tesla-App. Und das ist schon was besonderes. Nicht nur, dass ich die Klimaanlage steuern kann, sehen kann, was der Akkustand ist, kann Kofferraum und Frunk öffnen, das Fahrzeug entriegeln oder starten. Ich sehe wo das Fahrzeug ist, ich kann das Fahrzeug sogar "Fernsteuern" (in Deutschland muss man in der Nähe sein, damit das geht). Und all das funktioniert super problemlos und schnell. Sogar das Planen von Serviceterminen geht über die App. Die App ist ein super feature!
Beim Service vergebe ich aktuell 50 Punkte, da der wirklich nicht soo berauschend war. Das ganze wird zwar besser, auch die Planung über die App ist eigentlich gar nicht so das Problem. Das Problem sind die Prozesse und die Menschen dahinter. Ich hoffe, Tesla bekommt das in den Griff. Da man aber (hoffentlich) so gut wie nie zum Tesla service muss, fällt das nicht so stark ins Gewicht.
| Kategorie | Punkte |
|---|---|
| Fahrspass | 90/100 Pkt |
| Service | 50/100 Pkt |
| Reichweite / Laden | 77/100 Pkt (10 Punkte Bonus für das Ladenetz) |
| Fahrassistenz | 90/100 Pkt |
| Software | 90/100 Pkt |
| Platzangebot | 100/100 Pkt |
| Optik | 85/100 Pkt |
| Gesamt | 86/100 Pkt |
Hier muss man auch ein wenig Unterschied zwischen der Performance und der Normalen Variante machen. Die Performance-Variante sieht eindeutig besser aus und bietet eindeutig mehr Fahrspass... deswegen sind hier mehrere Punkte vergeben. Beim Laden hat das Performance-Modell auf dem 900km trip nur 5 Minuten länger einzuplanen, als das LongRange-Modell. Deswegen sind die beiden in etwa gleich auf. Dafür sieht das Performance-Modell deutlich besser aus, als ich es mir vorher gedacht hatte. Das Auto ist in diesem Zusammenhang irgendwie seltsam. Im Internet sieht es eigentlich nicht sooo dolle aus, aber in Natura ist es ein super schön anzusehendes Auto, insbesondere die Performance-Variante!
| Kategorie | Punkte |
|---|---|
| Fahrspass | 98/100 Pkt |
| Service | 50/100 Pkt |
| Reichweite / Laden | 74/100 Pkt (10 Pkt Bonus) |
| Fahrassistenz | 90/100 Pkt |
| Software | 90/100 Pkt |
| Platzangebot | 100/100 Pkt |
| Optik | 95/100 Pkt |
| Gesamt | 88/100 Pkt |
Tesla Model 3
In diesem Vergleich soll auch mein aktuelles Fahrzeug in neuer Version nicht fehlen. Da ich hier insbesondere auf Fahrassistenzsysteme und Software konzentriere, kommt beim Model3 fast die gleiche Bewertung raus, wie beim Model Y - mit Abzügen beim Platzangebot und der Optik (Geschmackssache).
Das Model 3 LR ist leider auch ein wenig abgeschlagen, weil es deutlich teurer ist im Leasing als das vergleichbare Model Y.
Interessant ist auch hier die Ladedauer bei einem 900km Trip von nur 44min! Das ist wirklich ein guter Wert - und damit liegt das Model 3 LR trotz deutlich geringerer durchschnittlicher ladeleistung von 124kw, gleich auf mit dem Genesis GV60 Sport, der eine Ladeleistung von 190kw bieten kann, aber leider wegen der geringeren Reichweite öfter zum Laden anhalten muss!
| Kategorie | Punkte |
|---|---|
| Fahrspass | 90/100 Pkt |
| Service | 50/100 Pkt |
| Reichweite / Laden | 86/100 Pkt (inkl. Bonus) |
| Fahrassistenz | 90/100 Pkt |
| Software | 90/100 Pkt |
| Platzangebot | 70/100 Pkt |
| Optik | 70/100 Pkt |
| Gesamt | 79/100 Pkt |
Interessant ist hier evtl. auch noch der Vergleich zum normalen Model 3 (also Heckantrieb, kein long range). Das benötigt mit gleicher Berechnungsgrundlage 61min zum Laden auf dem 900km trip.
| Kategorie | Punkte |
|---|---|
| Fahrspass | 75/100 Pkt |
| Service | 50/100 Pkt |
| Reichweite / Laden | 57/100 Pkt (inkl. Bonus) |
| Fahrassistenz | 90/100 Pkt |
| Software | 90/100 Pkt |
| Platzangebot | 70/100 Pkt |
| Optik | 70/100 Pkt |
| Gesamt | 75/100 Pkt |
Das Model3 Performance, benötigt rein rechnerisch für den Trip übrigens nur 49min - und nach der vergleichenden Bewertungsskala hier deutlich vorn.
| Kategorie | Punkte |
|---|---|
| Fahrspass | 100/100 Pkt |
| Service | 50/100 Pkt |
| Reichweite / Laden | 81/100 Pkt |
| Fahrassistenz | 90/100 Pkt |
| Software | 90/100 Pkt |
| Platzangebot | 70/100 Pkt |
| Optik | 75/100 Pkt |
| Gesamt | 82/100 Pkt |
Audi Q4 Etron
Den Audi konnte ich leider nicht probefahren, d.h. diese Werte hier entstammen online recherche und Freunden und Bekannten, die ich gefragt habe. Ich bin andere Audis gefahren und kann mir einen Reim aus den Dingen machen, die ich im Internet gefunden habe.
Erstaunlich finde ich beim Audi die seltsame "Kastration" der Ladeleistung. Wenn man den kleinen Akku nimmt, kann man nur mit max 100kw laden. Das klingt ein wenig so, als wäre das eines der ersten Elektroautos überhaupt. Um so erstaunlicher, denn mit dem großen ETron haben sie ja gezeigt, dass es besser geht.
Die große Batterie lädt mit maximal 125kw auf und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160bzw. 180km/h. Auch ein komisches Konzept. Was allerdings wirklich komisch ist, ist die Leistung, die man nur in voller Gänze bekommt, wenn man vorher einen Knopf drückt und dann auch nur für 10sek max. Warum?!?!? Das empfinde ich als unnötig umständlich.
Also, nach dem, was ich mir da so angelesen habe, ist der Audi von vornherein ausgeschieden. Als Elektrofahrzeug in der Tesla-Riege nur vom Preis her - ca. 69000€ in der Tesla-änlichen Ausstattung und das Leasing war einer der teuersten der hier aufgelisteten.
Auch auf unserem 900km Roadtrip schlägt sich der Q4 Etron aber recht gut. Mit 47Minuten ist er besser als das Model Y, aber auch nicht ganz wirklich vorn mit dabei. Grund dahinter ist die geringe Ladeleistung (im Schnitt 103kw von 10-80%) und die relativ schlechte Reichweite von reel 385km.
Außerdem find ich das Auto wenig ansehnlich, aber das mit meine subjektive Meinung.
| Kategorie | Punkte |
|---|---|
| Fahrspass | 60/100 Pkt |
| Service | 80/100 Pkt |
| Reichweite / Laden | 51/100 Pkt |
| Fahrassistenz | 80/100 Pkt |
| Software | 70/100 Pkt |
| Platzangebot | 80/100 Pkt |
| Optik | 60/100 Pkt |
| Gesamt | 66/100 Pkt |
Skoda ENYAQ
Der ENYAQ ist das vernünftigste unter den hier getesteten Fahrzeugen. Zumindest sieht er aus wie ein Vernunftauto. Leider. So richtig Spass will bei dem bideren Look nicht aufkommen. Auch sind die Fahrassistenzsysteme und die Software wohl vom ID3/4 übernommen worden und nicht so das gelbe vom Ei (wenn auch besser, als bei den ID Modellen). Für den Roadtrip müssten wir hier 67min reine Ladezeit anrechnen, was wirklich einer der schlechteren Werte hier im Vergleich ist. Zudem ist der Eniyiak mit max 160km/h auch nicht besonders flott unterwegs. Das ist wirklich schade.
| Kategorie | Punkte |
|---|---|
| Fahrspass | 60/100 Pkt |
| Service | 80/100 Pkt |
| Reichweite / Laden | 57/100 Pkt |
| Fahrassistenz | 50/100 Pkt |
| Software | 90/100 Pkt |
| Platzangebot | 90/100 Pkt |
| Optik | 50/100 Pkt |
| Gesamt | 66/100 Pkt |
BMW iX3
Von dem BMW war ich wirklich enttäuscht. Ich dachte, dass die Münchner es hin bekommen, ein tolles Elektroauto hinzustellen, insbesondere nach ihren Erfahrungen mit dem i3. Leider ist dem nicht so. Ich find, vom Design her haben sie sich da auch ein wenig vergaloppiert.
Der iX3 ist mit Abstand der teuerste im Leasing, einer der langsamsten im Laden (80min für den Roadtrip von 900km) und bietet am wenigsten Leistung. Ich gehe jedoch davon aus, dass die Software BMW-typisch gut und leicht zu bedienen ist.
| Kategorie | Punkte |
|---|---|
| Fahrspass | 60/100 Pkt |
| Service | 80/100 Pkt |
| Reichweite / Laden | 57/100 Pkt |
| Fahrassistenz | 50/100 Pkt |
| Software | 90/100 Pkt |
| Platzangebot | 90/100 Pkt |
| Optik | 50/100 Pkt |
| Gesamt | 58/100 Pkt |
VW ID3/4
Unser von den Medien so gehypte Branchenprimus macht jetzt auch Elektro. Ja, leider eben nur "auch". Gerade die Software ist bei den ID-Modellen leider wohl eine echte Schwachstelle. Da wurde zwar nachgebessert (zum Glück gibt es OTA Updates), aber im Vergleich mit z.B. Ford muss Volkswagen noch eine Menge Hausaufgaben erledigen. Aber es scheint hier auch Hardwareprobleme zu geben: wenn ich das ansehe, würde ich sagen die CPU / GPU ist zu klein dimensioniert, so lahm wie der Screen teilweise aufbaut. Da hat man eindeutig am falschen Ende gespart!
Es gibt quasi kein Fahrzeug in der gleichen Leistungskategorie, wie das Model 3, deswegen ist der Vergleich auch ein wenig unfair. Wenn ich den Fahrspass hier relativ schlecht bewerte, liegt das daran, dass ich den ID4 nur mit max 256PS konfiguriern konnte. Er ist also in dem Bereich auch kein echter Konkurrent, denn von 0-100 ist er fast 4 sek langsamer, wie der Ford Mustang (und das Model 3 ist in 3,5 Sek auf 100!).
Auch hier ist man im Navi wieder an Ionity gebunden, bei denen man wohl auch das erste Jahr kostenlos billiger laden kann - aber auch hier wieder ab dem 2. Jahr dann 79ct/Kwh oder 12€ im Monat.
Für unseren virtuellen Roadtrip benötigt er wegen der Ladeleistung von gerade mal 100kw zw. 10 und 80% insgesamt 72min zum Laden.
Vom Platz her könnte es auch besser sein. Weder der ID3 noch der ID4 bieten einen Frunk, den man so bezeichnen könnte. Außerdem basieren beide auf der Verbrennerplattform von VW, was Platz verschwendet. Der Kofferraum ist vergleichbar mit dem vom Ford Mach E. Das ist bei weitem nicht "DAS Auto".
Mal abgesehe davon, dass ich das Auto vom Aussehen her recht langweilig empfinde. Dennoch wollte ich ihn hier der Vollständigkeit wegen auflisten.
| Kategorie | Punkte |
|---|---|
| Fahrspass | 30/100 Pkt |
| Service | 80/100 Pkt |
| Reichweite / Laden | 57/100 Pkt |
| Fahrassistenz | 50/100 Pkt |
| Software | 90/100 Pkt |
| Platzangebot | 70/100 Pkt |
| Optik | 80/100 Pkt |
| Gesamt | 67/100 Pkt |
Fazit
Es wird wohl wieder ein Tesla werden. Und ja ich höre sie förmlich schon rufen "Du Fanboy, warum hast du dir nicht das auto XYZ angesehen". Und ja, es gibt noch viele andere Elektroautos da draußen. Ich wollte absichtlich im gleichen / ähnlichen Preis- und Leistungssegment bleiben. Da wird die Luft aber schon dünner.
Und ja das minimalistische Design von Tesla ist nicht jedermanns Sache, verstehe ich. Aber Ich komme gut damit zurecht. Für diejenigen, denen das zu wenig Bildschirme etc. hat, denen kann ich den Ford Mustang wärmstens empfehlen.
Aber klar, das sind alles SUVs. Wenn man das nicht will, dann sollte man vielleicht doch dem Model3 den Vorzug geben.
wie auch immer. Ich habe versucht die Kategorien zu bewerten, aus meiner Sicht. Und ich kann wirklich sagen, dass ich offen war für alle diese Fahrzeuge. Und meine Persönlichen Favoriten sind das Model Y und der Ford Mustang Mach E! Beides super tolle Elektroautos, keine Frage.
Einer der wichtigen Punkte beim Elektroautos sind eindeutig die Ladeleistung und die Zeit, die auf unserem virtuellen Roadtrip benötigt werden. Deswegen hier noch die Zahlen, die da als Grundlage gedient haben, und ein paar andere Technische Eckdaten zusammengefasst
| Fahrzeug | Leistung | 0-100km/h | WLTP | Real1 | VMax | Laden 10-80%2 | Dauer 10-80% | Laden Trip3 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mustang Mach E | 351PS | 5,7s | 540km | 435km | 180km/h | 86kw | 47min | 93min |
| Volvo C40 | 408 PS | 4,7s | 448km | 350km | 180km/h | 100kw | 33min | 92min |
| BMW iX3 | 286 PS | 6,8s | 421km | 385km | 180km/h | 100kw | 33min | 80min |
| Polestar 2 | 408 PS | 4,7s | 487km | 395km | 210km/h | 105kw | 32min | 74min |
| VW ID4 | 265PS | 8,5s | 517km | 410km | 160km/h | 103kw | 33min | 72min |
| Skoda ENYAQ | 289PS | 7s | 521km | 405km | 180km/h | 115kw | 30min | 67min |
| Tesla Model 3 | 283PS | 6,1s | 491km | 380km | 225km/h | 100kw | 25min | 61min |
| Tesla Model Y Performance | 534PS | 3,7s | 514km | 415km | 250km/h | 124kw | 27min | 58min |
| Tesla Model Y LR | 514 PS | 5s | 533km | 435km | 217km/h | 124kw | 27min | 53min |
| Tesla Model 3 Performance | 513 PS | 3,3s | 547km | 460km (16%) | 250km/h | 124kw | 27min | 49min |
| Audi Q4 e-tron | 300 PS | 6,2s | 490km | 385km | 180km/h | 103kw | 33min | 47min |
| Tesla Model 3 LR | 498PS | 4s | 602km | 485km | 233km/h | 124kw | 27min | 44min |
| Genesis GV60 Sport | 498 PS | 4,4s | 468km | 365km | 235km/h | 190kw | 17min | 44min |
| Genesis GV60 | 318PS | 4s | 476km | 380km | 200km/h | 190kw | 17min | 42min |
| Hyundai Ioniq 5 | 305 PS | 6s | 481km | 390km | 196km/h | 190kw | 17min | 40min |
Hier noch mal die Bewertungspunkte im Überblick:
| Fahrzeug | Prozentwertung | Bemerkung |
|---|---|---|
| Tesla Model Y Performance | 88 % | erstaunlich günstiges Leasing |
| Tesla Model Y LR | 86 % | |
| Genesis GV60 Sport | 83 % | zu teuer |
| Tesla Model 3 Performance | 82 % | teurer geworden |
| Genesis GV60 | 82 % | |
| Tesla Model 3 LR | 81 % | |
| Mustang Mach-E | 80 % | |
| Hyundai Ioniq 5 | 80 % | |
| Volvo C40 | 78 % | |
| Tesla Model 3 SR Heck | 75 % | |
| Polestar 2 | 73 % | |
| VW ID4 | 67 % | außer Konkurrenz, eine andere Leistungsklasse |
| Audi Q4 e-tron | 66 % | |
| Skoda ENYAQ | 66 % | |
| BMW IX3 | 58 % | viel zu teuer, lädt dafür schlecht |
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: zu finden auf Eautovergleich
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Durschschnittliche Leistung beim Laden von 10 auf 80%]
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der Virtuelle Roadtrip mit 900km, 100km Restreichweite am Ziel
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