Info
Jetzt haben wir das Model 3 schon ein paar Monate und es wurde mal Zeit für eine etwas größere Reise. Das Fahren auf kürzeren Stecken, das tägliche Pendeln von und zur Arbeit ist überhaupt kein Thema, sofern man eine Lademöglichkeit hat (daheim an der normalen Steckdose würde sicher in den meisten Fällen reichen).
der Trip
Unsere erste längere Reise mit dem Model3 sollte uns nach Paris führen (und genauer zum Disneyland Paris). Strecke von München dort hin ist in etwa 900km.
Bei der Planung der Route vorab haben wir a better route planner benutzt und konnten damit schon mal eine ungefähre Vorstellung davon bekommen, wie lange das ganze dauern würde.
Die Planung im Model 3 mit der bordeigenen Software war dann etwas anders, insbesondere einfacher. Auch fährt die Bordnavigation den Akku bei Weitem nicht so leer, wie a better route planner.
Platz
Also, das Model 3 gilt ja als kleinste Limousine in der Flotte von Tesla, aber was den Platz angeht, hat man echt genug Stauraum um auch für 3 Personen alles für 7 Tage unter zu bringen (und auch mit einer Menge Disney Merchandize im Gepäck wieder zurück zu kommen). 2 Große Koffer passen locker in den hinteren Kofferraum, und es bleibt noch das "untere Zusatzfach", wo noch mal viel rein geht, und auf den Koffern bleibt auch noch Luft und daneben auch ein wenig, vorne passen auch noch mal 2 kleinere Taschen rein. Ich würde sagen, alles in allem haben wir im Model3 mehr Platz als in dem 5er, den ich vorher hatte. Also das war wirklich ok...
das Laden
Ich muss gestehen, so vor dem Trip war man doch etwas nervös.
Wie funktioniert das mit den Super Chargern? Funktionieren die? Sind die evtl überbelegt und man muss Ewigkeiten warten? Wie viel Zeit verliert man...? ![]()
Spoiler Alert: ich hab mir umsonst sorgen gemacht. Das ganze war genauso problemlos, wie mit einem Verbrenner fahren, wenn nicht sogar einfacher ![]()
Aber im Detail:
das Fahren war ja schon nichts besonderes mehr, daran konnte ich mich in den letzen 3 Monaten ganz gut gewöhnen (und bin verdorben für andere Autos).
Dennoch, ich war total erstaunt, wie einfach das alles lief. Da wir mit Kind verreist sind, mussten wir auch regelmäßig Pausen machen. Da kann man nicht 900km am Stück runter ballern.
Alles in Allem haben wir mehr Pausen gemacht, als nötig gewesen wäre. Der Akku
vom Tesla hält also länger als so manche Blase der Mitfahrer ![]()
Wir haben den ersten Ladestop auch für eine Mittagspause genutzt und während wir beim Dssen sitzen (bei einem bekannten Schnellrestaurant), meint meine Telsa-APP ich könnte jetzt eigentlich wieder los fahren.
Zugegeben, wir hätten da nicht laden müssen. Wir hatten aber Hunger. Also haben wir mit 30% Restreichweite noch mal geladen... sind dann am Ende mit 90% weiter gefahren. Ich muss zugeben da fühlte ich mich ein wenig gehetzt...
Wir hatten einige SuperCharger ausprobieren dürfen auf der Strecke, den ein Reims, in Ulm und den in Metz... letzterer war sicherlich der dämlichste aller Standorte. der SuperCharger ist auf dem Parkplatz eines großen Supermarktes in Frankreich. Ist jetzt nicht wirklich der Bringer, dort ist nämlich sonst so rein gar nix. ![]()
Insbesondere am Sonntag, an dem wir das erste mal dort waren, mussten wir uns die 20 Minuten Ladeweile irgendwie vertreiben. Zum Glück gab es da noch die Games von Teslatari ![]()
Waren dann doch auch nur 20 Minuten und wir konnten wieder los, aber war dennoch etwas trostlos dort.
Auf dem Rückweg waren wir auch dort, das war an einem Samstag. Und da war schon mehr Leben. Aber so richtig sinnvoll konnten wir dort nichts einkaufen. Wozu auch, wir waren ja im Auto... für nen kleinen Snack und Getränke hats gereicht. Aber ich würde beim nächsten Trip versuchen, die Pause in Metz bleiben zu lassen.
Wir hatten dann zum Glück die Möglichkeit den Tesla auch beim Hotel zu laden. Bzw. beim Nachbarhotel. Falls ihr die Info im Internet sucht: das Sequoia Lodge Disney Hotel hat keine Lademöglichkeit. Das Nachbarhotel Newport Bay Club allerdings schon
. Ich durfte dort einfach rüber fahren und mein Model 3 dort laden - war im Endeffekt eine normale Steckdose, konnte dort aber lange genug stehen um am Abreisetag wieder mit 90% starten zu können.
Das Fahren
Da ist das Model3 ja nun wirklich super.
Es ist bequem, die Sitzposition ist klasse, und mit Spotify im Auto
wird es einem auch so schnell nicht langweilig (wobei die Playlists dort ziemlich dämlich sind und gefühlt nur ca. 20 Songs verschieden zusammenstellen).
Auch Podcasts hören funktioniert gut, allerdings bekommt man nicht die Podcasts von Spotify sondern die von TuneIn - und die haben viel weniger in der Auswahl... Naja...
Gerade auf Autobahnen ist der Autopilot eine super Sache. Es macht das Fahren entspannter, auch wenn man weiterhin auf die Straße gucken muss und sollte (evtl. mach die Software ja doch mal was falsch, wo bei mir das auf den 900km nicht passiert ist). Das können sicherlich auch andere Fahrzeughersteller, aber wie gesagt, das ganze ist wirklich klasse.
Was die anderen Fahrzeughersteller wohl noch nicht so drauf haben ist "Navigate on Autopilot". Das ist sehr angenehm, denn da fährt das Model 3 selbst von der Autobahn ab und auf die nächste auf. Das ist ein super Feature und so verpasst man die Ausfahrt nicht mehr so einfach.
Wenn man so verreist, will und kann man ja eh nicht so rasen. D.h. man hat in Deutschland so ca. seine 150km/h drauf und in Frankreich darf man eh nicht schneller als 130 km/h fahren. So hielt sich der Verbrauch in Grenzen. Das war angenehm zu fahren, sehr entspannt.
Ich hatte das in der dem letzten Blog Eintrag zum Tesla schon erwähnt, dass das Fahren weniger emotionsgeladen ist. Und das überträgt sich auch auf die Fahrt auf der Autobahn. Man fährt irgendwie gelassener. Klar, wenn einem einer dumm kommt
, drückt man mal aufs "Spasspedal" um mal klar zu machen, wer hier schneller kann, wenn er will. Aber das ist eher die Ausnahme.
Alles in allem haben wir inkl. Ladestops und Pausen ca. 10h gebraucht für die 900km. A better routeplanner meint, man könnte das in 8:30 schaffen, Google meint, man würde mit dem Auto ca. 8:05 Minuten brauchen... Naja... der Verkehr wird in beiden Fällen wohl nicht 100% mit berücksichtigt.
Fazit
Roadtrips mit dem Tesla Model 3 (und vermutlich auch mit allen anderen Teslas) sind dank des SuperCharger Netzwerks erstaunlich.... langweilig! Das funktioniert einfach, man muss sich keine Gedanken machen.
Das Laden hat natürlich etwas Zeit gekostet, aber nicht so viel, dass man mit einem Verbrenner zwingend schneller gewesen wäre. Gerade wenn Kinder an bord sind, muss man häufiger mal eine Pause machen. Und die nutzen wir zum Laden...
Das hat so gut funktioniert und uns so gut gefallen, dass wir gleich noch mal zu Weihnachten einen Roadtrip gestartet haben, der auch ohne Probleme (mal abgesehen von Staus) gelaufen ist.
Ich weiß, wenn man noch nie ein E-Auto hatte, dann wird man von der "Reichweitenangst" gebeutelt. Aber beim Tesla zumindest ist das überhaupt kein Problem. Man fährt einfach los und den rest erledigt die Technik!
Auch was den Komfort im Auto angeht ist man beim Tesla gut aufgehoben. Also, wir werden in Zukunft noch mehr RoadTrips machen!
Ein wenig sinnvolles Zubehör für deinen Tesla:
- Ladepad für induktives laden im Model 3
- helle LEDs für den Kofferraum. Die standard LEDs sind echt zu dunkel, gerade im Winter ne echte Hilfe.
- Hülle für den "Schlüssel" vom Model3