Drohnen und so...

veröffentlicht am : Fr, 19. 05. 2017 geändert am: Mi, 23. 05. 2018


Es gibt ja bekanntlich (oder vielleicht auch vielen nicht so bekannt) eine neue Verordnung zum Thema Drohnen oder UAV (Unbemannte Vehikel emoji people:smirk )

Auf jeden fall wollte ich mich darüber auch mal "auslassen", diese Verordnung betrifft mich durch mein Hobby ja direkt und ich habe meinen "Fuhrpark" auch entsprechend angepasst emoji people:grin

Ich hatte ja hier schon mal was dazu geschrieben.

Jetzt ist die neue Drohnenverordnung in Kraft, die sich sehr auf Kameradrohnen ala Phantom konzentriert. Denn die Regeln sind eindeutig danach ausgelegt: (kein Anspruch auf Vollständigkeit und natürlich keine Haftung - das ist das, was ich mir so zusammengesucht habe emoji people:smile )

  • man darf nicht mehr höher als 100m fliegen - man kann aber eine Erlaubnis beantragen. (neu)
  • man muss in Sichtweite bleiben
  • man darf nicht über Menschenansammlungen fliegen
  • nicht über Bundesstraßen, Autobahnen oder Wasserstrassen!
  • nicht über öffentlichen Gebäuden (Polizei etc ist tabu), auch nicht in der Nähe von oder über größeren Fabrikgeländen
  • nicht über Wohngrundstücken (es sei denn, man hat die Erlaubnis, keine Kamera oder die Drohne wiegt weniger als 250g) neu
  • Drohnen mit einem Gewicht von mehr als 250g benötigen eine nicht-brennbare Plakette mit dem Namen und der Adresse drauf (neu)
  • für Drohnen über 2kg benötigt man einen Kenntnisnachweis (Was immer das bedeuten mag) neu
  • alles über 5kg braucht eine gesonderte Erlaubnis neu
  • Nachflüge sind verboten
  • Bei drohnen schwerer als 250g sind FPV-Flüge nur in Verbindung mit einem Spotter (einer Person, die aufpasst) erlaubt. Früher war die regelung sogar so, dass der Spotter jederzeit eingreifen können muss (Trainer/Schüler Schaltung) neu
  • bei Drohnen leichter als 250g benötigt man keinen Spotter für FPV und auch sonst kaum eine regel der oben genannten. neu
  • Versicherungspflicht besteht in jedem Fall
  • die bisher immer gülitige Aufstiegserlaubnis für gewerbliches Fliegen ist jetzt wohl viel leichter zu bekommen bzw. nicht mehr nötig (zumindest ab ich davon nichts mehr gelesen).

Die schon davor bestandenen No-Fly-Zones (Flughäfen, Hubschrauberlandeplätze etc) gelten natürlich immer noch. Selbiges gilt für das Fliegen in Naturschutzgebieten oder ähnlichem. Dort ist es eigentlich auch immer untersagt.

Jetzt hat sich eigentlich für die Drohnenfliegerei nicht sooo viel geändert. Ja, für diejenigen, die gerne Luftaufnahmen machen ist die Flughöhenbegrenzung etwas ärgerlich. Vor allem weil das mal wieder nicht genau geklärt ist, von wo aus die 100m gemessen werden...

Es scheint mir aber, dass sich kaum jemand dessen bewusst ist, dass diese Regeln überhaupt existieren. Insbesondere die Medien machen immer mehr Drohnenaufnahmen und fliegen dabei über Städte, Privatgelände etc. und scheren sich einen Dreck um die Regeln.

Erst letztens wurde auf RTL irgend so ein Messie ausgeschmiert, sie sind mit einer Drohne über sein Grundstück geflogen und haben seinen Garten geflimt. Ich wette, die hatten dafür keine Erlaubnis!!!!! Und selbst wenn, man darf mit drohnen nicht die Privatsphäre von anderen verletzen. Das zählt eindeutig dazu. Kein wunder, dass die leute immer mehr Angst for dieser Technologie haben.

Ich bin immer noch der Meinung, dass die "alten" Regeln eigentlich hätten reichen müssen. Das Problem ist mehr, dass die Menschen nichts von den Regeln wissen. Und wenn der Papa seinem Sohnemann beim Technikmarkt seines Vertrauens eine Drohne kauft, sagt ihm der Verkäufer doch auch nicht "übrigens, du brauchst ne Versicherung und einen Kenntnisnachweis und für unter 14Jährige geht da gar nichts!"

Sau blöd das!

erstellt Stephan Bösebeck (stephan)